Gorilla-Trekking in Uganda oder Ruanda? Der vollständige Guide

Update September 2026
Insider-Tipps von Profis, die dir helfen, dein Gorilla Trekking in Uganda perfekt zu planen.
Ist Uganda oder Ruanda besser für Gorilla-Trekking?
Uganda ist für die meisten Reisenden die vielseitigere Wahl für ein Gorilla-Trekking. Das Land bietet mit dem Bwindi Impenetrable Forest und dem Mgahinga-Gorilla-Nationalpark mehrere Trekkingregionen, läßt sich gut mit Schimpansenbeobachtungen und einer klassischen Safari verbinden und ermöglicht unterschiedlich lange Reiserouten.
Ruanda eignet sich besonders für Reisende mit wenig Zeit, die von Kigali aus möglichst unkompliziert zum Volcanoes-Nationalpark gelangen möchten. Die Organisation ist kompakt, die Anreise vergleichsweise kurz und das Angebot an hochwertigen Unterkünften groß. Das Gorilla-Permit ist in Ruanda allerdings erheblich teurer.
Wer ausschließlich ein kurzes und komfortables Gorilla-Trekking plant, findet in Ruanda häufig die einfachere Lösung. Wer Berggorillas mit weiteren Landschaften, Primaten und Safarierlebnissen verbinden möchte, ist in Uganda meist besser aufgehoben.
Gorilla-Trekking in Uganda und Ruanda im direkten Vergleich
| Kriterium | Uganda | Ruanda |
| Nationalpark | Bwindi und Mgahinga | Volcanoes-Nationalpark |
| Anreise | Länger, je nach Route über Entebbe oder Kigali | Vergleichsweise kurz ab Kigali |
| Reisestil | Naturreise, Primaten und Safari | Kurze und komfortable Gorilla-Safari |
| Auswahl der Trekkinggebiete | Mehrere Sektoren aufgeteilt in zwei Nationalparks | Ein zentral gelegenes Trekkinggebiet |
| Kombiniert gut mit | Kibale, Queen Elizabeth, Lake Mutanda, Murchison Falls | Kigali, Nyungwe, Akagera, Lake Kivu |
| Mindestdauer | Vier bis fünf Tage ab Kigali | Drei bis vier Tage |
| Preisniveau des Permits | Niedriger | Deutlich höher |
| Geeignet für | Umfangreiche Uganda-Reisen | Kurze Safaris |
| Landschaft | Regenwald, Seen, Vulkane und Savanne | Vulkanlandschaft und Bergregenwald |

Du willst auf Gorilla Trekking in Uganda aufbrechen?
Glückwunsch!
Ein Gorilla Trekking in Uganda kann Dein Leben für immer verändern.
Doch Uganda kann als Reiseziel bei dem die meisten Menschen die Augenbrauen nach oben zücken würden.
Aber du kannst sie getrost beruhigen: Uganda hat die dunklen Schatten der Vergangenheit endlich abgestreift und hat seinem verdienten Titel als “Perle Afrikas” gerecht zurückgewonnen.
Uganda ist berühmt wegen seines Gorilla Trekkings. Berggorillas und Schimpansen sind die Ikontiere des Landes.
Die wenigsten wissen vielleicht, dass Gorilla Trekking durch Uganda auch baumkletternde Löwen, riesige Elefantenherden und mehr als 1000 Vogelarten anbieten kann. Und das alles eingebettet in einer verträumten, schönen Landschaft aus rauschenden Wasserfällen, kristallklaren Seen, kegelförmigen, perfekten Vulkanen und endloser Savanne.

Hört sich toll an, oder?
Wo kann man Berggorillas in freier Wildbahn beobachten?
Uganda mag vielleicht weniger bekannt sein als seine Nachbarn und das hat einen leicht erklärlichen Grund: die Berggorillas, die größte Attraktion des Landes, können nur zu Fuß nach einem anstrengenden Marsch erreicht werden.
Weg mit den Faulsäcken und Unsportlichen! Diese bleiben in der Gemütlichkeit ihrer Safarijeeps in Tansania und Kenia zurück. Uganda ist nur für den Aktivurlauber, der gerne alles auf eigenen Füße erforscht.
Fühlst du dich angesprochen?
Es wird Zeit, dass wir die Wanderstiefel anziehen und in Richtung ursprüngliche, authentische Afrika aufbrechen.
1. Das Zuhause der Berggorillas: der Bwindi Impenetrable Forest in Uganda
Das unumstrittene Reiseziel Nummer eins auf jeder Gorilla Trekking Tour in Uganda

Wie der Name schon vermuten lässt,
Bwindi ist ein undurchdringlicher Urwald, der sich über eine Fläche von 330 Quadratkilometern aus Tälern und Bergrücken auf einer Höhe von 1.106 bis 2.607 Metern an der Grenze zu der Demokratischen Republik Kongo erstreckt.
Und was für andere Regenwälder trifft, trifft für Bwindi auch: hier fallen jährlich bis zu 1.500 mm Regen. Der Urwald hier ist auch nicht gerade jung. Sein Alter wird auf über 25.000 Jahren geschätzt.
Das ist einer der ältesten und schönsten Urwälder Afrikas; genauso, wie man sich ein Urwald vorstellt: grün, überwuchert und unglaublich geheimnisvoll. Schon vor über 30 Jahren erkannte die UNESCO den enormen Wert Bwindis und stellte ihn unter Schutz.
Bwindi ist der meistbesuchte Nationalpark in Uganda und dies ist kein Wunder: Die Hälfte der weltweit auf 820 geschätzten Berggorillapopulation lebt hier. Das kommt auf ca. 410 Exemplare, die im Bwindi ihre Heimat haben. Das mag sich vielleicht als nicht viel anhören, aber bis allzu langer Zeit galt der weltweite Berggorillabestand als akut gefährdet.
Die Tatsache, dass die Anzahl an gezählten Berggorillas unaufhaltsam wächst, zeigt eindeutig, dass die Bemühungen von Naturschützern und natürlich der Gorillatourismus Früchte trägt.

Man ist als Besucher im Bwindi, um die Berggorillas in ihrer natürlichen Umgebung zu besuchen und das geht nur im Rahmen eines anstrengenden Fußmarschs durch den Dschungel.
Ein Gorilla Trekking in Bwindi kann eine Herausforderung sein, aber die Belohnung ist unvergleichbar, und der Blick auf die Gorillas in ihrem natürlichen Lebensraum wird einem ein Leben lang in Erinnerung bleiben.
Wo in Bwindi Impenetrable Forest übernachten?
Bwindi ist der Park mit den teuersten Lodges in Uganda. Angenommen, du hast nicht Tausende Euros übrig, hier sind zwei Unterkünfte, die ich aufgrund ihres Preis-und-Leistungsverhältnisses gut empfehlen kann:
Haven Lodge: dein Geld bleibt in der Gemeinde.
Engagi Lodge: wo die Berggorillas manchmal im Garten spazieren.

2. Der Mgahinga Nationalpark in Uganda
Die Wahlheimat der Dian Fossey

Klein in seiner Fläche, aber hoch in seiner Höhe:
drei über 4.000 hohe erloschene Vulkangipfel erheben sich über dem Wolkenmeer, das den Mgahinga Nationalpark, mit nur 34 Quadratkilometern Ugandas kleinsten Reservat, bedeckt.
Die Vulkanflanken sind vom puren Urwald überwuchert, Heimat für weiß-und-schwarze Colobusaffen, Goldmeerkatzen, Büffel, Leoparden und Servale und Waldelefanten.

Und Berggorillas gibt es hier auch: Die im Mgahinga lebende Gorillafamilie gilt als eine der am längsten an Menschen habituierte Gorillagruppe in Uganda und ist unglaublich zutraulich und zahm. Hautnahe Begegnungen mit dem weltweit größten und schwersten Primaten sind garantiert!
Wagemutige Sportler mit Leistungskondition, die einen der Gipfel im Rahmen einer mega anstrengenden Tagestour erobern, können ihren Blick bis in die benachbarte Demokratische Republik Kongo schweifen.
Im Park leben Goldmeerkatzen, die man mit einem ortskundigen Führer im Rahmen eines Trekkings aufspüren kann. Vogelliebhaber kommen auch auf ihre Kosten: rund 180 Arten wurden hier gezählt, darunter der Kronenhornvogel, den Rwenzori-Turako, den Schwarzmilan, den Fiskalwürger und den Augur-Bussard.
Wo in Mgahinga übernachten?
Lake Mutanda Resort: schöne Lodge am Ufer Ugandas schönsten Sees
3. Volcanoes-Nationalpark in Ruanda
Der Volcanoes-Nationalpark liegt im Nordwesten Ruandas und gehört zur grenzüberschreitenden Virunga-Vulkanregion. Seine Landschaft wird von dichtem Bergregenwald, Bambuswäldern und den bewachsenen Hängen mehrerer Vulkane geprägt. Ausgangspunkt für das Gorillatrekking ist Kinigi in der Nähe von Musanze.
Der größte Vorteil des Volcanoes-Nationalparks ist seine gute Erreichbarkeit. Von Kigali gelangt man wesentlich schneller in die Gorillaregion als von Entebbe in den Südwesten Ugandas. Deshalb eignet sich Ruanda besonders für Reisende, die nur wenige Tage zur Verfügung haben oder das Gorillatrekking mit einem Aufenthalt in Kigali verbinden möchten.
Im Nationalpark leben mehrere habituierte Berggorillafamilien, die regelmäßig von kleinen, geführten Besuchergruppen aufgesucht werden. Neben den Berggorillas sind vor allem die Goldmeerkatzen eine Besonderheit der Virunga-Region. Darüber hinaus beherbergen die Bergwälder verschiedene weitere Säugetiere und zahlreiche Vogelarten.
Im Unterschied zum Bwindi Impenetrable Forest konzentriert sich das Gorillatrekking in Ruanda auf eine kompakte Region. Die Organisation ist übersichtlich und das Angebot an hochwertigen Unterkünften rund um Musanze und Kinigi groß. Ruanda eignet sich daher besonders für eine kurze, komfortable Reise, bei der die Berggorillas das zentrale Erlebnis bilden.
Wer das Gorillatrekking dagegen mit Schimpansen, Savannentieren, Seen und unterschiedlichen Landschaften verbinden möchte, findet in Uganda gewöhnlich mehr Möglichkeiten. Dort stehen mit Bwindi und dem Mgahinga-Gorilla-Nationalpark außerdem mehrere Trekkingregionen zur Auswahl.
Welche Region in Bwindi ist die richtige?
Der Bwindi Impenetrable Forest ist in vier Trekkingregionen unterteilt: Buhoma im Norden, Ruhija im Osten sowie Rushaga und Nkuringo im Süden. Die Wahl des Sektors ist wichtig, denn die Regionen liegen mehrere Fahrstunden voneinander entfernt. Das Gorilla-Permit, die Unterkunft und der Ausgangspunkt des Trekkings müssen deshalb aufeinander abgestimmt sein.
Welche Region die richtige ist, hängt vor allem von der Reiseroute ab. Wer aus dem Queen Elizabeth-Nationalpark kommt, ist mit Buhoma oder Ruhija meist besser beraten. Wer über Kigali, Kisoro oder den Lake Mutanda anreist, sollte eher Rushaga oder Nkuringo wählen. Wie sich Bwindi in unterschiedlich lange Reisen integrieren läßt, zeigen unsere sechs Uganda-Routen für 4 bis 21 Tage.
| Region | Lage | Besonders geeignet für | Wichtigster Vorteil | Zu beachten |
|---|---|---|---|---|
| Buhoma | Norden | Erste Uganda-Reise und klassische Rundreise | Beste Verbindung mit Ishasha | Längere Anreise von Kigali |
| Ruhija | Osten | Vogelbeobachter und ruhigere Reisen | Abgelegene Waldlandschaft | Kleine Auswahl an Unterkünften |
| Rushaga | Süden | Kurze Reisen ab Kigali und wiederholtes Trekking | Große Auswahl an Trekkingmöglichkeiten | Teilweise mehr Besucher |
| Nkuringo | Süden | Aktive Reisende und Landschaftsliebhaber | Spektakuläre Ausblicke | Steiles Gelände |

Buhoma
Buhoma ist die bekannteste und am längsten etablierte Trekkingregion im Norden Bwindis. Hier begann das organisierte Gorillatrekking in Uganda, weshalb Buhoma über die größte Auswahl an Unterkünften und eine gut entwickelte touristische Infrastruktur verfügt.
Die Region paßt besonders gut in die klassische Uganda-Route von Entebbe über den Kibale Forest und den Queen Elizabeth-Nationalpark nach Bwindi. Vom Ishasha-Sektor, der für seine baumkletternden Löwen bekannt ist, läßt sich Buhoma vergleichsweise logisch erreichen. Deshalb haben wir Buhoma auch in unsere 14-tägige Uganda-Rundreise integriert.
Buhoma ist nicht automatisch die leichteste Trekkingregion. Die täglich zurückgelegte Strecke hängt davon ab, wo sich die zugeteilte Gorillafamilie aufhält. Dennoch ist die Region wegen ihrer Infrastruktur, der Auswahl an Lodges und ihrer Lage für viele Reisende der unkomplizierteste Einstieg in Bwindi.
Neben dem Gorillatrekking lassen sich geführte Waldwanderungen und Besuche bei lokalen Gemeinschaftsprojekten einplanen. Wer zwei verschiedene Teile Bwindis erleben möchte, kann Buhoma außerdem mit Nkuringo oder dem Lake Mutanda verbinden.
Buhoma ist besonders geeignet für:
- Reisende auf einer klassischen Uganda-Rundreise.
- Besucher, die aus Ishasha oder dem Queen Elizabeth-Nationalpark kommen.
- Reisende, die eine größere Auswahl an Unterkünften wünschen.
- Uganda-Neulinge, die eine gut erschlossene Trekkingregion bevorzugen.
Ruhija
Ruhija liegt im höher gelegenen östlichen Teil Bwindis. Die Region wirkt abgeschiedener und ruhiger als Buhoma und besitzt eine kleinere touristische Infrastruktur. Dadurch eignet sie sich für Reisende, die neben den Berggorillas auch die Waldlandschaft und die besondere Vogelwelt Bwindis intensiver erleben möchten.
Ruhija läßt sich gut in Routen integrieren, die über Kabale oder den Osten Bwindis führen. Auch eine Verbindung mit Buhoma ist möglich, allerdings sind die Fahrtzeiten innerhalb der Bergregion nicht zu unterschätzen. Die schmalen Straßen und das unebene Gelände machen vermeintlich kurze Entfernungen überraschend lang.
Die hoch gelegenen Wälder um Ruhija zählen zu den interessantesten Gebieten für Vogelbeobachtung in Uganda. Hier können zahlreiche Arten des Albertine Rift vorkommen. Wer nicht nur wegen der Gorillas reist, sondern mehrere Tage mit Waldwanderungen und Vogelbeobachtung verbringen möchte, findet in Ruhija eine besonders lohnende Alternative.
Die Auswahl an Lodges ist wesentlich kleiner als in Buhoma oder Rushaga. Unterkunft und Permit sollten deshalb gemeinsam geplant werden. Die allgemein richtigen Fragen zur Vorbereitung, Kondition und Ausrüstung beantworten wir ausführlicher in Ist das Gorillatrekking anstrengend?.
Ruhija ist besonders geeignet für:
- Vogelbeobachter.
- Reisende, die eine ruhigere Trekkingregion bevorzugen.
- Besucher, die mehrere Tage im Bergregenwald verbringen möchten.
- Reisende, deren Route über Kabale oder den Osten Bwindis führt.
Rushaga
Rushaga liegt im Süden des Bwindi Impenetrable Forest und ist von Kigali, Kisoro und dem Lake Mutanda günstiger zu erreichen als Buhoma. Deshalb eignet sich die Region besonders für kurze Gorilla-Reisen, die in Kigali beginnen oder enden.
In Rushaga steht gewöhnlich eine größere Auswahl an habituierten Gorillafamilien und Trekkingmöglichkeiten zur Verfügung. Die Region ist außerdem der wichtigste Ausgangspunkt für die Gorilla Habituation Experience, bei der Besucher mehr Zeit mit einer Gorillagruppe verbringen können als beim gewöhnlichen Trekking. Dieses Erlebnis muß jedoch gesondert geplant und reserviert werden.
Die wachsende Bedeutung Rushagas hat zu einem größeren Angebot an Unterkünften geführt. Gleichzeitig kann es am Treffpunkt und auf den Zufahrtswegen geschäftiger wirken als in Ruhija oder Nkuringo. Im Wald selbst bleiben die Besucher jedoch auf kleine, festgelegte Gruppen verteilt.
Rushaga läßt sich besonders gut mit dem Lake Mutanda, Kisoro und dem Mgahinga-Gorilla-Nationalpark kombinieren. Für eine kurze Reise ab Kigali empfehlen wir den Süden Bwindis auch in unserer viertägigen Gorilla-Kurzreise.
Rushaga ist besonders geeignet für:
- Kurze Gorilla-Reisen ab Kigali.
- Reisende, die am Lake Mutanda übernachten möchten.
- Besucher, die eine größere Auswahl an Trekkingmöglichkeiten wünschen.
- Reisende, die sich für die Gorilla Habituation Experience interessieren.
- Besucher, die ein zweites Gorillatrekking planen.
Nkuringo
Nkuringo liegt ebenfalls im Süden Bwindis und gehört landschaftlich zu den eindrucksvollsten Regionen des Nationalparks. Von den hoch gelegenen Berghängen eröffnen sich bei klarer Sicht weite Ausblicke über den Wald und in Richtung der Virunga-Vulkane.
Die Region eignet sich vor allem für aktive Reisende, die eine abgelegenere Umgebung und anspruchsvollere Wanderungen nicht scheuen. Die Hänge um Nkuringo sind steil, und die Rückkehr nach einer Begegnung mit den Gorillas kann körperlich anstrengend werden. Wie schwierig das Trekking tatsächlich ausfällt, hängt jedoch auch hier von der Position der jeweiligen Gorillafamilie ab.
Nkuringo besitzt weniger Unterkünfte als Buhoma oder Rushaga, bietet dafür aber eine ruhigere Atmosphäre. Die Region läßt sich gut mit dem Lake Mutanda und Kisoro verbinden. Besonders reizvoll ist außerdem die mehrtägige Wanderverbindung zwischen Buhoma und Nkuringo, bei der Teile des Bwindi-Waldes zu Fuß durchquert werden.
Für Reisende, die Uganda über Kigali erreichen und neben dem Gorillatrekking auch Landschaft und Bewegung suchen, ist Nkuringo häufig die interessanteste Wahl. Bei einer längeren Reise kann die Region mit Buhoma oder Rushaga kombiniert werden, um zwei unterschiedliche Seiten Bwindis kennenzulernen.
Nkuringo ist besonders geeignet für:
- Sportliche und wandererfahrene Reisende.
- Landschaftsfotografen.
- Besucher, die eine ruhigere Region suchen.
- Reisen über Kigali, Kisoro oder den Lake Mutanda.
- Reisende, die zwei Trekkingregionen miteinander verbinden möchten.
Unsere Empfehlung
Für eine klassische Rundreise durch Uganda mit Kibale, Queen Elizabeth und Ishasha ist Buhoma meistens die logischste Wahl. Ruhija empfehlen wir vor allem Vogelbeobachtern und Reisenden, die eine ruhigere Waldregion suchen.
Für kurze Reisen ab Kigali sind Rushaga und Nkuringo besser gelegen. Rushaga bietet die größere Auswahl an Trekkingmöglichkeiten, während Nkuringo landschaftlich eindrucksvoller und gewöhnlich ruhiger ist. Sportliche Reisende werden sich eher in Nkuringo wohlfühlen; für eine kompakte erste Gorilla-Reise ist Rushaga meist praktischer.
Die Region sollte nicht isoliert nach dem Namen einer Gorillafamilie gewählt werden. Entscheidend ist, daß Permit, Lodge, Anreiserichtung und anschließender Reiseverlauf zusammenpassen. Eine falsch gewählte Unterkunft kann am Trekkingmorgen eine sehr lange Fahrt oder sogar einen nicht erreichbaren Treffpunkt bedeuten.
Weitere Informationen zur Gesamtplanung enthält unser ausführlicher Artikel Gorilla Trekking in Uganda. Für die Wahl des Reisemonats empfehlen wir zusätzlich den Uganda-Reisezeitguide.
Wie anstrengend ist das Gorilla-Trekking?
Ein Gorilla-Trekking kann von einer relativ kurzen Waldwanderung bis zu einer mehrstündigen, körperlich anspruchsvollen Tour reichen. Wie anstrengend es tatsächlich wird, läßt sich im Voraus nicht genau bestimmen, weil sich die Gorillafamilien frei durch den Wald bewegen und jeden Tag an einem anderen Ort aufhalten können.
Manchmal werden die Gorillas schon nach weniger als einer Stunde erreicht. An anderen Tagen führt die Suche mehrere Stunden lang über steile Berghänge, durch dichte Vegetation und über feuchte oder schlammige Wege. Nach der Begegnung muß die gesamte Strecke außerdem wieder zurückgelegt werden.
Wovon hängt die Schwierigkeit ab?
Wie anstrengend das Gorillatrekking wird, hängt vor allem von folgenden Faktoren ab:
- Der aktuellen Position der Gorillafamilie.
- Der gewählten Trekkingregion.
- Den Höhenunterschieden und der Steilheit des Geländes.
- Den Niederschlägen der vorherigen Tage.
- Der persönlichen Kondition.
- Dem eigenen Wandertempo.
- Dem Gewicht des mitgeführten Tagesrucksacks.
Auch die einzelnen Regionen des Bwindi Impenetrable Forest unterscheiden sich. Nkuringo gilt wegen seiner steilen Hänge häufig als besonders anspruchsvoll. Auch in Rushaga und Ruhija können größere Höhenunterschiede überwunden werden müssen. Buhoma wird oft als etwas zugänglicher beschrieben, ein kurzes oder leichtes Trekking kann jedoch in keiner Region garantiert werden.
Muß man besonders sportlich sein?
Man muß kein Leistungssportler sein, sollte aber mehrere Stunden auf unebenem Gelände gehen können. Eine normale Grundkondition, ausreichend Beweglichkeit und Trittsicherheit sind wichtiger als Geschwindigkeit.
Wer einige Wochen vor der Reise regelmäßig wandert, Treppen steigt oder auf dem Laufband mit Steigung trainiert, ist deutlich besser vorbereitet. Besonders sinnvoll ist es, nicht nur die Ausdauer, sondern auch Beine, Knie und Gleichgewicht zu trainieren.
Alter allein ist kein Ausschlußkriterium. Auch ältere Reisende können das Trekking gut bewältigen, wenn sie körperlich aktiv sind und ihre Belastbarkeit realistisch einschätzen. Menschen mit Knie-, Hüft-, Rücken-, Herz- oder Atemproblemen sollten die Anforderungen vor der Buchung ärztlich abklären.
Kann eine leichtere Gorillafamilie zugeteilt werden?
Beim morgendlichen Briefing können die Ranger nach Möglichkeit berücksichtigen, welche Teilnehmer eine kürzere oder weniger schwierige Wanderung benötigen. Die Zuteilung erfolgt jedoch anhand der vermuteten Position der Gorillafamilien und kann keine bestimmte Trekkingdauer garantieren.
Gesundheitliche Einschränkungen, das Alter oder eine geringere Kondition sollten deshalb bereits bei der Reiseplanung und nochmals beim Briefing offen angesprochen werden. Die Ranger kennen die Bewegungen der einzelnen Familien und können die Gruppen entsprechend der aktuellen Situation möglichst sinnvoll zusammenstellen.
Warum sollte man einen Porter nehmen?
Ein Porter trägt den Tagesrucksack und hilft an steilen, rutschigen oder dicht bewachsenen Stellen. Gerade beim Abstieg kann eine ausgestreckte Hand den Unterschied zwischen einer kontrollierten Wanderung und einem unfreiwilligen Treffen mit dem Waldboden ausmachen.
Wir empfehlen einen Porter auch körperlich fitten Reisenden. Die Unterstützung reduziert nicht nur die Belastung, sondern schafft ein direktes Einkommen für Menschen aus den umliegenden Gemeinden. Kameras, Wasser und Regenkleidung können außerdem schneller und sicherer durch schwieriges Gelände transportiert werden.
Was erleichtert das Gorilla-Trekking?
Folgende Vorbereitung macht das Trekking wesentlich angenehmer:
- Eingelaufene, wasserdichte Wanderschuhe mit gutem Profil.
- Lange Wanderhose und langärmlige Kleidung.
- Leichte Regenjacke und Regenschutz für den Rucksack.
- Garten- oder Trekkinghandschuhe zum Schutz vor Brennnesseln.
- Wanderstöcke, sofern sie sicher benutzt werden können.
- Ausreichend Wasser und eine kleine energiereiche Verpflegung.
- Möglichst leichter Tagesrucksack.
- Unterstützung durch einen Porter.
- Langsames, gleichmäßiges Gehen statt unnötiger Eile.
Was geschieht, wenn man nicht mehr weitergehen kann?
Wer unterwegs Schwierigkeiten bekommt, sollte dies sofort den Rangern mitteilen. Das Tempo kann angepaßt und zusätzliche Unterstützung organisiert werden. In einzelnen Fällen kann gegen Aufpreis eine Trage mit mehreren Helfern eingesetzt werden. Darauf sollte man sich allerdings nicht als reguläre Alternative zu einer realistischen körperlichen Vorbereitung verlassen.
Das Gorillatrekking soll eine Herausforderung sein, aber keine gefährliche Selbstprüfung. Wer seine Kondition ehrlich einschätzt, sich vorbereitet und die Hilfe der Ranger und Porter annimmt, kann das Erlebnis in der Regel gut bewältigen.
Ausführliche Erfahrungsberichte von Teilnehmern und weitere praktische Empfehlungen findet Ihr in unserem Artikel Ist das Gorillatrekking anstrengend? Die ehrliche Antwort von echten Teilnehmern.
Die beste Reisezeit für dein Gorilla Trekking in Uganda

In Uganda herrscht ein angenehm warmes und tropisches Klima, das aufgrund der Nähe zum Äquator ganzjährig stabil ist. Es ist also mit keinen nennenswerten jahreszeitlichen Schwankungen zu rechnen.
Wie in den meisten Teilen Ostafrikas ist es in Uganda von etwa Juni bis September und dann wieder von Mitte Dezember bis Ende Februar warm und trocken. Diese beide Trockenperiode bestimmen auch die Hauptreisezeiten für ein Gorilla Trekking in Uganda.
Vor allem die Monate von Juni bis September, die kühlsten des Jahres, sind unter Reisenden sehr beliebt. Dezember, Januar und Februar sind für beides genauso gut geeignet (vielleicht etwas heißer) und ruhiger: für uns ein eindeutiger Vorteil, dass eine Reise binnen dieses Zeitraumes rechtfertigt.

Aber die obere Regel wäre für ein schwieriges Land wie Uganda nicht wirklich realistisch.
Tatsächlich herrschen im Südwesten (dort, wo die wichtigsten Attraktionen des Landes wie der Bwindi Impenetrable Forest Nationalpark, Heimat der Berggorillas, und der Kibale Forest Nationalpark (Heimat der Schimpansen) fast entgegen gesetzte Klimabedingungen.
Während es in unseren Sommermonaten im Südwesten kaum regnet, regnet es im Norden des Landes (dort, wo der Murchison Falls Nationalpark und der Kidepo Valley Nationalpark liegen) doch.
Wir erläutern:

Die kleine Regenzeit: März bis Mai
In der Zeit von März bis Mai fallen im Südwesten Ugandas mehr Niederschläge als üblich: Grund genug für die meisten, die Reise auf einen anderen Zeitpunkt zu verschieben. Das Gorilla Trekking in Uganda ist zu dieser Zeit nicht unmöglich, denn die Regenschauer sind während der kleinen Regenzeit leichter als später im Jahr.
Positiv ist natürlich das geringe Besucheraufkommen in dieser Zeit.
Die große Trockenzeit: Juni bis September

In der Trockenzeit von Juni bis September fällt in den wichtigsten Reservaten Ugandas, dem Bwindi Impenetrable Forest Nationalpark, Heimat für die Berggorillas, und im Kibale Forest Nationalpark (Heimat für die Schimpansen) weniger Regen als sonst, was ein Gorillatrekking in dieser Zeit reizvoll macht.
Dies ist den meisten Reisenden nicht unerkannt geblieben, daher ist der Besucherstrom zu dieser Zeit relativ hoch und erreicht in der Regel um den August herum seinen Höhepunkt. Es wird stark empfohlen, sich rechtzeitig um das Permit für sein Gorilla Trekking in Uganda zu kümmern, um sicherzustellen, dass es verfügbar ist.
Die Temperaturen können nachts relativ kalt werden und vor allem im Juni und Juli auf ca. 7°C fallen. Bei Aktivitäten am frühen Morgen kann es daher recht kühl werden: passende winterliche Kleidung sollte nicht im Gepäck fehlen!
August bis September ist es im Norden sehr regnerisch sein, was die Tierbeobachtung zunehmend erschwert. Im Kidepo Valley ist dies sogar die Hauptregenzeit und somit die schlechteste Reisezeit des Jahres.

Die Hauptregenzeit: Oktober bis November
Das ist die Hauptregenzeit für den Südwesten des Landes. Oft regnet es so stark, dass Pisten zum Teil unpassierbar werden. Ein Gorilla Trekking unter strömendem Regen ist garantiert nicht unsere Vorstellung von Genuss.
Auf der anderen Seite ist das Besucheraufkommen zu dieser Zeit in der Regel sehr gering, was wirklich angenehm ist. Andere Vorteile, die für eine Reise in der Hauptregenzeit sprechen: Die Vogelbeobachtung erreicht in diesem Zeitraum auch ihren Höhepunkt. Die Fotobedingungen sind hervorragend, denn nach den Regenfällen setzt sich in der Regel die Sonne mit einem blauen Himmel durch, der tolle, klare Bilder ermöglicht.
Auch im nördlich gelegenen Murchison Falls Nationalpark kommt es zu dieser Zeit häufig zu starken Regenfällen. Im Kidepo Valley Nationalpark verbessern sich die Bedingungen zu dieser Zeit erheblich – der November ist unser Lieblingsmonat für diesen Nationalpark.
Aber wie überall auf der Welt, auch in Uganda spielt das Wetter aufgrund des Klimawandels zunehmend verrückt. Wir haben klatschnasse September zum Beispiel erlebt, gefolgt von trockenen Novembern. Manchmal kommt die Regenzeit mit großem Verzug an und im Januar (ein Monat, der trocken sein sollte), strömt es, während der Oktober ganz trocken war.
Also, warum nicht eine Uganda Reise in der angeblichen großen Regenzeit wagen? Du wirst garantiert kaum andere Leute unterwegs treffen. Die Berggorillas werden dir allein gehören.
Die kleine Trockenzeit: Dezember bis Februar

In der Regel sollte es im Bwindi Impenetrable Forest Nationalpark, Heimat für die Berggorillas, und im Kibale Forest Nationalpark (Heimat für die Schimpansen) weniger regnet als sonst, aber natürlich heißt Regenwald nicht umsonst Regenwald und ein gewisses, hohes Niederschlagsrisiko besteht ganzjährig.
Das Besucheraufkommen ist zu dieser Zeit, ausgenommen der Weihnachtszeit, eher gering. Im Januar hat man Uganda kurz nach dem Jahreswechsel für sich. Im Februar kann es aufgrund der großen Migration in der Serengeti mehr los sein.
In Norden Ugandas ist zwischen Dezember und Februar auch trocken und es herrschen dort die besten klimatischen Bedingungen für eine erfolgreiche Tierbeobachtung des ganzen Jahres.
Reisezeit in Uganda nach Monaten
Die kleine Trockenzeit: Januar und Februar

Januar fällt inmitten der kleinen Trockenzeit Ugandas, es ist also eine fantastische Zeit für Uganda Safaris, die in den Südwesten des Landes führen (dort, wo Berggorillas und Schimpansen Zuhause sind.)
Aber nicht zu gläubig sein! Denn Regenwald heißt zum guten Grund „Regen“wald: Regenausrüstung sollte nie während einer Uganda-Reise im Gepäck fehlen. Die Temperaturen liegen eher im oberen Bereich. Tagsüber kann das Thermometer auf 28 Grad klettern, in den Bergregionen und am Abend können sie jedoch auf etwa 13 Grad sinken.
Bitte auch dies nicht zum Wort nehmen! Denn aufgrund der Klimaerwärmung lassen sich Anfangs- und Regenzeiten der Regenzeit nicht mehr präzis vorhersagen. Was vor 20 Jahren galt, gilt sicherlich heutzutage nicht mehr! Wenn die Regenzeit viel später als üblich eintritt (und dies kommt immer häufiger vor) kann es also sein, dass ihr inmitten der großen Regenzeit hereingeht im Januar…
Macht euch auf alles gefasst!

Die kurze Trockenzeit setzt sich weiter fort, doch mit dem Lauf des Februars erhöht sich theoretisch das Risiko der Regenfälle. Wie auch im Januar ist Februar eine großartige Zeit für alle Outdoor-Aktivitäten in Uganda (und davon gibt es in Uganda eine Fülle!)
Gegen Ende der Trockenzeit dürfte die Vegetation spärlicher, was die Tierbeobachtungen erleichtert. Auch für den Kidepo Valley Nationalpark im Norden des Landes ist der Februar eine ideale Reisezeit.
Die Temperaturen sind im ganzen Land warm. Tagsüber kann das Thermometer auf 28 Grad klettern, in den Bergregionen und am Abend können sie jedoch auf etwa 13 Grad sinken.
Die kleine Regenzeit: März und April

Im März beginnt die weniger beliebte Reisezeit des Jahres für ein Gorilla Trekking in Uganda. Denn die große Regenzeit bricht mindestens angeblich) aus. Aber selbst hier haben wir erlebt, wie der ganze Monat März vorbeiging, ohne dass es ein einziger Regenwassertropen aus dem Himmel fiel. Vielleicht birgt der Tabu-Monat März manche Vorteile für Abenteuer gesinnte Menschen, die sich mal trauen wollen.
Garantiert wirst du in Uganda kaum andere Leute treffen. Und belohnt wirst du auch mit niedrigen Preisen und einer größeren Auswahl an verfügbaren Lodges.

Wenn es ein No Go Monat für ein Gorilla Trekking in Uganda gibt, dann dieser. Die große Regenzeit erreicht ihren Höhepunkt, viele Straßen und Pisten werden unpassierbar, das Niederschlagsrisiko steigt überall im Land (ausgenommen der Kidepo Valley Nationalpark) erheblich. Glaub mir, es macht wirklich keinen Spaß unter strömendem Regen zu den Berggorillas auf dem rutschigen Boden, den man sich vorstellen kann, zu laufen.
Finger also weg von April!

Der viele Regen, der die Monate zuvor so sehr geprägt hat, lässt merklich nach.
Auch wenn man einen gelegentlichen Regenschauer gelegentlich nicht komplett ausschließen kann! Für Tapfere sollte dies allerdings kein Hindernis werden, denn der Mai bringt manch ein Wunder mit sich, wie die Geburt der Jungtiere. Die Landschaft ist nach monatelangem Regen üppig und grün, was die Beobachtung von Wildtieren erschweren kann, aber der Ausblick auf die verträumte, dschungelartige, üppige Vegetationskulisse nur so bekräftigt.
Wir mögen den Mai für ein Gorilla Trekking in Uganda abseits der Saison, mit noch attraktiven Lodgepreisen und relativ wenigen Besuchern.

Die große Trockenzeit: Juni bis September

Die große Trockenzeit bricht an. Die Parks beginnen sich mit Touristen zu füllen, aber keine Angst! Denn der Juni ist ein noch relativ ruhiger Monat für Uganda. Die Parks werden kaum überfüllt, was intime Begegnungen mit der Tierwelt ermöglicht. Die Landschaft zeigt sich so kurz nach dem Ausklingen der Regenzeit von ihrer grünen Seite, das hohe Gras kann immer noch ein Hindernis auf der Beobachtung von wilden Tieren werden, aber dies sollte dich keineswegs aufhalten, eine Reise nach Uganda im Juni zu planen.
Womöglich ist dieser mein Lieblingsmonat im Jahr.

Mit dem Voranschreiten der großen Trockenzeit kommt der Großteil der Besucher nach Uganda. Hohe Temperaturen und minimale Niederschläge bedeuten, mehr Besucher: die Preise steigen an, die Trekkingbedingungen sind optimal. Anders heißt es für den Norden des Landes: wenn es im beliebten Murchison Falls Nationalpark noch relativ trocken sein sollte, beginnt im benachbarten Kidepo Valley Nationalpark zu regnen, was die Chancen auf eine erfolgreiche Tierbeobachtung schnell kaputt machen kann.
Ich würde eine Uganda Reise während der zweiten Juli-Hälfte vermeiden.

Die Trockenzeit setzt sich im Südwesten Ugandas weiterhin fort. Das kurze Gras und die größer werdenden Ansammlungen von Wildtieren um die übrig gebliebenen Wasserstellen erleichtert die Tierbeobachtung, zieht aber einen großen Teil von Besucher an. Ich würde die erste August-Hälfte wegen der vielen Besucher vermeiden – ab der zweiten Monatshälfte beginnt es, etwas ruhiger zu werden.
Achten sollte man sich, wenn man eine Safari in den nördlichen gelegenen Kidepo Valley Nationalpark plant, denn hier herrschen entgegengesetzte Regenzeiten wie im Rest des Landes. So kann hier manch ein Regenschauer den Spaß leicht verderben.

Eigentlich sollte es im September nach Reiseführer gar nicht regnen, doch die Realität sieht vor Ort anders aus!
September empfängt viel mehr Regen, als man es in dieser Jahreszeit in Uganda vermuten würde! Macht euch auf Regen gefasst. Dies hindert den vielen Besuchern, die offensichtlich davon nichts ahnen, nicht vor einem Besuch Ugandas im September. In der Tat zählt der September zu den beliebtesten Reisemonaten nach Uganda. Aber wer weiß, vielleicht hast du Glück und erlebst einen völlig trockenen Monat. In diesem Fall ist es einfacher, Wildtiere zu entdecken, da die Vegetation abgegrast ist und die Wasserlöcher zu diesem Zeitpunkt der Saison immer weniger werden, sodass sich die Tiere um die verbleibenden Wasservorräte versammeln.

Die große Regenzeit: Oktober bis Mitte Dezember

Die Auszeit, die uns die Trockenmonate gewährt haben, ist vorbei: Der große Regen kommt.
Oder auch nicht!
Nach Klimatabellen sollten es im Oktober die höchsten Niederschläge im Jahr in Uganda fallen, doch manchmal kommt der Regen spät (so spät wie im Dezember), oder auch nie. Wer weiß? Das Wetter mag unberechenbarer sein, aber trotz des Regens ist es warm genug für jegliche Outdoor-Unternehmung. Das Klima an den Murchison-Fällen ist das ganze Jahr über stabil, sodass ein Besuch des Nils und der beeindruckenden Fälle eine großartige Ergänzung zu einer Oktober-Safari ist.

November ist der klassische Übergangsmonat: manchmal regnet es noch in Strömen, manchmal nur ganz wenig, manchmal überhaupt nicht. Mach dich auf alles gepasst, wenn du im November eine Reise nach Uganda planst! Natürlich werden nicht viele anderen auf die gleiche Idee kommen – die ugandischen Parks sind leer und gehören ganz dir allein.
Im nördlich gelegenen Kidepo Valley Nationalpark nimmt der Regen eine große Pause ein – es ist eine herrliche Zeit für eine Safari in diesen selten besuchten Park.

Die große Regenzeit ist vorbei – oder auch nicht, je nachdem, ob diese pünktlich angetreten ist oder nicht kann es im Dezember noch viel regnen.
Auf jeden Fall sollte man für schlechte Pisten vorbereitet sein. Mit den günstigeren Bedingungen kommen auch mehr Reisende. Der Dezember ist eine besonders geschäftige Reisezeit, da ugandische Familien in den Ferien sind und auch westliche Touristen über Weihnachten und Neujahr verreisen. Vor allem, wenn du über Weihnachten hier sein willst, solltest du unbedingt im Voraus buchen, um sich eine Genehmigung für das Gorilla Trekking in Uganda zu sichern.
Wills du noch mehr über das Reisewetter in Uganda erfahren?
Ausführlichere Informationen über das Reisewetter in Uganda findet ihr in diesem Artikel.
Uganda oder Ruanda: Welche Wahl paßt zu welchem Reisenden?
Ob Uganda oder Ruanda die bessere Wahl für ein Gorillatrekking ist, hängt weniger von der Qualität der Tierbeobachtung als von der verfügbaren Reisezeit, dem Budget und den gewünschten zusätzlichen Erlebnissen ab. In beiden Ländern begegnet man habituierten Berggorillafamilien in ihrem natürlichen Lebensraum. Die Reise rund um das Trekking unterscheidet sich jedoch erheblich.
| Reisender | Bessere Wahl | Warum? |
|---|---|---|
| Wenig Zeit | Ruanda | Kurze Anreise von Kigali zum Volcanoes-Nationalpark |
| Begrenzteres Budget | Uganda | Niedrigerer Permitpreis und größere Auswahl an Unterkünften |
| Erste umfassende Afrikareise | Uganda | Gorillas, Schimpansen und klassische Safari kombinierbar |
| Komfort- und Luxusreisende | Ruanda | Sehr gute Logistik und zahlreiche hochwertige Lodges |
| Primatenliebhaber | Uganda | Berggorillas, Schimpansen und weitere Primaten |
| Klassische Safarireisende | Uganda | Verbindung mit Queen Elizabeth, Murchison Falls oder Kidepo |
| Kurzer Stopover | Ruanda | Gorillatrekking mit wenigen Reisetagen möglich |
| Wanderer und aktive Reisende | Uganda | Mehrere Trekkingregionen und zusätzliche Wanderungen |
| Reisende mit zwei Trekkings | Uganda | Größere Auswahl an Regionen und Gorillafamilien |
| Kombination mit Tansania oder Kenia | Beide | Entscheidung hängt von Flugroute und verfügbarer Zeit ab |
Ruanda für Reisende mit wenig Zeit
Ruanda ist meist die bessere Wahl, wenn das Gorillatrekking im Mittelpunkt steht und nur wenige Reisetage zur Verfügung stehen. Vom Flughafen in Kigali erreicht man die Region des Volcanoes-Nationalparks wesentlich schneller als den Bwindi Impenetrable Forest von Entebbe aus.
Dadurch kann das Trekking in eine kompakte Reise mit zwei oder drei Übernachtungen in der Vulkanregion eingebunden werden. Ruanda eignet sich auch für Reisende, die das Gorillatrekking als kurze Ergänzung zu einer Safari in Kenia oder Tansania planen.
Ruanda für Komfort- und Luxusreisende
Rund um den Volcanoes-Nationalpark gibt es ein besonders großes Angebot an hochwertigen und luxuriösen Unterkünften. Die Transfers sind übersichtlich, die Entfernungen vergleichsweise kurz und der Reiseablauf läßt sich kompakt organisieren.
Ruanda ist deshalb interessant für Reisende, die einen hohen Unterkunftsstandard wünschen und möglichst wenig Zeit auf langen Überlandfahrten verbringen möchten. Dieser Komfort hat allerdings seinen Preis: Das Gorilla-Permit ist erheblich teurer als in Uganda.
Uganda für eine vielseitige Naturreise
Uganda ist die bessere Wahl, wenn die Reise nicht ausschließlich aus dem Gorillatrekking bestehen soll. Die Berggorillas können mit Schimpansen im Kibale Forest, einer Bootsfahrt auf dem Kazinga-Kanal und einer Safari im Queen Elizabeth-Nationalpark kombiniert werden.
Bei längeren Reisen können außerdem die Murchison Falls, das Ziwa Rhino Sanctuary oder der abgelegene Kidepo Valley-Nationalpark aufgenommen werden. Damit bietet Uganda wesentlich mehr Möglichkeiten für eine vollständige Reise mit Regenwald, Savanne, Seen und unterschiedlichen Tierbeobachtungen.
Uganda für Primatenliebhaber
Uganda ist besonders interessant für Reisende, die neben den Berggorillas auch wilde Schimpansen und weitere Primaten beobachten möchten. Der Kibale Forest gehört zu den wichtigsten Regionen Afrikas für Schimpansenbeobachtungen.
Im Südwesten lassen sich der Bwindi Impenetrable Forest, der Mgahinga-Gorilla-Nationalpark und Lake Mutanda miteinander verbinden. In Mgahinga können zusätzlich Goldmeerkatzen beobachtet werden.
Uganda für aktive Reisende
Uganda bietet mit Buhoma, Ruhija, Rushaga und Nkuringo mehrere Trekkingregionen im Bwindi Impenetrable Forest. Diese lassen sich mit Waldwanderungen, Vulkanbesteigungen und längeren Fußrouten kombinieren.
Besonders Nkuringo und die südlichen Regionen Bwindis eignen sich für Reisende, die nicht nur eine kurze Tierbeobachtung, sondern eine aktive Naturreise suchen. Wer wissen möchte, welche körperlichen Anforderungen zu erwarten sind, findet weitere Informationen in unserem Artikel Ist das Gorillatrekking anstrengend?.
Uganda für preisbewußtere Reisende
Das Gorilla-Permit ist in Uganda deutlich günstiger als in Ruanda. Zusätzlich gibt es rund um Bwindi Unterkünfte in unterschiedlichen Kategorien, vom einfachen Gästehaus bis zur exklusiven Lodge.
Eine Uganda-Reise ist deshalb jedoch nicht automatisch billig. Lange Fahrstrecken, ein privater Geländewagen und mehrere Nationalparks beeinflussen den Gesamtpreis. Bei einer reinen Gorilla-Kurzreise bleibt Uganda dennoch gewöhnlich die günstigere Möglichkeit.
Uganda für ein zweites Gorillatrekking
Wer zwei Gorillatrekkings unternehmen oder unterschiedliche Regionen kennenlernen möchte, findet in Uganda mehr Möglichkeiten. Ein Trekking kann beispielsweise in Buhoma und ein weiteres in Rushaga oder Nkuringo stattfinden.
Auch die Gorilla Habituation Experience ist ein wichtiges Argument für Uganda. Sie ermöglicht eine längere Beobachtungszeit als das gewöhnliche Gorillatrekking und richtet sich besonders an Fotografen und Reisende mit ausgeprägtem Interesse am Verhalten der Berggorillas.
Unsere Empfehlung
Wählt Ruanda, wenn Ihr wenig Zeit habt, eine möglichst einfache Anreise wünscht und das Gorillatrekking das zentrale oder einzige Ziel der Reise ist.
Wählt Uganda, wenn Ihr die Berggorillas mit Schimpansen, einer klassischen Safari, abwechslungsreichen Landschaften oder einer längeren Naturreise verbinden möchtet.
Für die meisten Natouralist-Reisenden ist Uganda die vielseitigere Wahl. Ruanda ist dagegen die effizientere Lösung für eine kurze und komfortable Gorilla-Reise. Wer sich noch nicht auf eine Reisedauer festgelegt hat, findet in unserem Vergleich sechs Gorilla-Routen für 4 bis 21 Tage passende Beispiele.
Uganda oder Ruanda: Welches Land paßt zu welchem Reisenden?
| Reisetyp oder Priorität | Empfohlenes Land | Begründung |
|---|---|---|
| Wenig verfügbare Reisezeit | Ruanda | Der Volcanoes-Nationalpark ist von Kigali vergleichsweise schnell erreichbar. |
| Kurzer Stopover | Ruanda | Das Gorillatrekking läßt sich mit wenigen Übernachtungen organisieren. |
| Einfache Reiseorganisation | Ruanda | Kurze Entfernungen und eine kompakte touristische Infrastruktur erleichtern die Planung. |
| Komfort- und Luxusreise | Ruanda | Rund um den Volcanoes-Nationalpark befindet sich eine große Auswahl hochwertiger Lodges. |
| Gorillatrekking als einziges Reiseziel | Ruanda | Gut geeignet für eine kurze Reise, bei der die Berggorillas das zentrale Erlebnis sind. |
| Begrenzteres Budget | Uganda | Das Gorilla-Permit ist günstiger und die Auswahl an Unterkunftskategorien größer. |
| Erste umfassende Afrikareise | Uganda | Gorillas, Schimpansen, Savannentiere, Seen und unterschiedliche Landschaften lassen sich verbinden. |
| Primatenliebhaber | Uganda | Berggorillas können mit Schimpansen im Kibale Forest und Goldmeerkatzen kombiniert werden. |
| Klassische Safari zusätzlich zum Trekking | Uganda | Kombination mit dem Queen Elizabeth-Nationalpark, Murchison Falls oder Kidepo möglich. |
| Aktive Reisende und Wanderer | Uganda | Mehrere Trekkingregionen, Waldwanderungen und Vulkanbesteigungen stehen zur Auswahl. |
| Zwei Gorillatrekkings | Uganda | Buhoma, Ruhija, Rushaga und Nkuringo ermöglichen unterschiedliche Trekkingerlebnisse. |
| Gorilla Habituation Experience | Uganda | In Rushaga kann eine längere Begegnung mit einer Gorillafamilie gebucht werden. |
| Vogelbeobachter | Uganda | Besonders Ruhija und der Bwindi Impenetrable Forest bieten eine außergewöhnliche Vogelwelt. |
| Landschaftsfotografen | Uganda | Nkuringo, Lake Mutanda und die Virunga-Vulkane bieten besonders abwechslungsreiche Landschaften. |
| Reise ab Kigali mit wenigen Tagen | Ruanda oder Süd-Uganda | Ruanda ist logistisch einfacher; Rushaga und Nkuringo sind die günstigsten Bwindi-Regionen für eine Anreise über Kigali. |
| Kombination mit Kenia oder Tansania | Beide | Die beste Wahl hängt von Flugverbindungen, Budget und verfügbarer Reisezeit ab. |
| Umfassende Naturreise | Uganda | Die größte Auswahl an Primaten, Safarigebieten und Reiserouten. |
| Kürzeste und komfortabelste Lösung | Ruanda | Der Volcanoes-Nationalpark ist schneller erreichbar und kompakter organisiert. |
| Vielseitigste Gesamtreise | Uganda | Das Gorillatrekking kann in eine Reise von 4 bis 21 Tagen eingebunden werden. |

Kurz gesagt: Ruanda eignet sich am besten für kurze und komfortable Gorilla-Reisen. Uganda ist die bessere Wahl für preisbewußtere Reisende und für alle, die Berggorillas mit Schimpansen, Safari, Wandern und weiteren Landschaften verbinden möchten.
Die beste Route für eine Gorilla Trekking Reise durch Uganda
Ein facettenreicheres Reiseziel als Uganda ist kaum zu finden.
Das Land bietet dem Reisenden eine unglaubliche Vielfalt, sodass diejenigen, die einen langen Urlaub genießen möchten, hier genügend Anreize dazu finden.
Uganda hat alles, oder besser gesagt, es hat alles, außer dem Strand, der so ziemlich das einzige ist, was dieses Binnenland nicht zu bieten hat (abgesehen von den bescheidenen Stränden am Viktoriasee natürlich).
Schneebedeckte Berggipfel, die es zu bezwingen gilt, Wasserfälle, die wie Schleier von den Bergen herabstürzen, dichter tropischer Regenwald, in dem es von Leben wimmelt, eine der größten Konzentrationen von Primaten auf der Welt, ausgezeichnete Möglichkeiten zum Wandern durch die wilden Landschaften, Savannen-Nationalparks, in denen man den typischen afrikanischen Tieren begegnen kann, und der Nil, der am Anfang seiner langen Reise durch einen Großteil des afrikanischen Kontinents am stürmischsten ist.
Uganda bietet genug für eine Woche oder einen Monat. Es hängt davon ab, wie Ihr Du dieses Land in der Tiefe erkunden wollt oder ob Ihr Euch damit begnügst, seine Oberfläche zu kratzen.
Wenn Ihr nur für eine Woche kommt, ist es wahrscheinlich, dass Ihr in Zukunft wiederkommen werdet.

Die perfekte einwöchige Uganda Reise
- 1 Nacht in Entebbe
- 2 Nächte im Kibale Forest inkl. den Kabarole-Kraterseen
- 1 Nacht im Ishasha-Sektor des Queen Elisabeth Nationalparks
- 2 Nächte im Bwindi Impenetrable Forest, Buhoma
- 1 Nacht in der Region der Virunga Vulkane, z. B. am Lake Mutanda
- Abends fliegt man zurück von Kigali, 4 Stunden von den Virungas entfernt, eine Zwischenübernachtung ist nicht nötig
Wenn Ihr noch ein bisschen mehr Zeit für eure Safari übrig habt, kann ich Folgendes empfehlen:
- 1 Nacht in Entebbe
- 2 Nächte im Kibale Forest inkl. den Kabarole-Kraterseen
- 1 Nacht im Ishasha-Sektor des Queen Elisabeth Nationalparks
- 2 Nächte im Bwindi Impenetrable Forest, Buhoma
- 1 Nacht in der Region der Virunga Vulkane, z. B. am Lake Mutanda
- 2 Nächte zur Erholung in der wunderschönen Mihingo Lodge im Lake Mburo Nationalpark, wovon aus man zum Entebbe Airport in grob 5 Stunden zurückfahren kann.

Habt Ihr mehr Zeit und wollt Ihr Eurer Gorilla Trekking Tour durch Uganda ganze zwei Wochen widmen?
Das ist die klassische Route für eine rundum gelungene zweiwöchige Gorilla Trekking Reise in Uganda:
- 1 Nacht zu Anfang in Entebbe
- 1 Nacht im Ziwa Rhino Sanctuary
- 2 Nächte im Murchison Falls Nationalpark
- 2 Nächte im Kibale Forest inkl. den Kabarole-Kraterseen
- 2 Nächte im Queen Elisabeth-Nationalpark, aufgeteilt mit je einer Nacht in der Mweya Region und in Ishasha
- 2 Nächte im Bwindi Impenetrable Forest, Buhoma
- 2 Nächte in der Region der Virunga Vulkane, z. B. am Lake Mutanda
- Abends fliegt man zurück von Kigali, 4 Stunden von den Virungas entfernt, eine Zwischenübernachtung ist nicht nötig

Du willst drei Wochen in Uganda bleiben
Ich empfehle dir dann folgende zusätzliche Reiseziele anzusteuern, um die Reise auf drei Wochen zu bringen:
- Kidepo Nationalpark (3 Übernachtungen, plus eine Vorübernachtung, um die Fahrt zu unterbrechen)
- Semliki Reservat (2 Übernachtungen)
Mehr Links und Ressourcen:
Die beste 4-tägige Gorilla-Kurzreise in Ruanda
Diese kurze Reise eignet sich für Reisende, die hauptsächlich die Berggorillas sehen möchten und nur wenige Tage zur Verfügung haben. Durch die vergleichsweise kurze Entfernung zwischen Kigali und dem Volcanoes-Nationalpark läßt sich das Gorillatrekking ohne Inlandsflug und ohne Grenzübertritt organisieren.
Für wen geeignet?
Für Reisende mit wenig Zeit, für einen kurzen Zwischenaufenthalt in Ruanda oder als Ergänzung zu einer längeren Safari in Tansania oder Kenia. Die Route eignet sich außerdem für Besucher, die eine kompakte Reise mit möglichst wenigen langen Fahrtagen bevorzugen.
Reiseverlauf
1. Tag: Ankunft in Kigali
Ankunft in Kigali und Transfer zum Hotel. Abhängig von der Flugzeit bleibt Zeit für eine erste Erkundung der ruandischen Hauptstadt.
2. Tag: Kigali und Fahrt zum Volcanoes-Nationalpark
Am Vormittag kann das Kigali Genocide Memorial besucht werden. Anschließend führt die Fahrt durch die hügelige Landschaft Ruandas nach Musanze und Kinigi am Volcanoes-Nationalpark. Übernachtung in der Nähe des Ausgangspunkts für das Gorillatrekking.
3. Tag: Gorillatrekking im Volcanoes-Nationalpark
Am frühen Morgen erfolgt die Registrierung am Besucherzentrum in Kinigi. Nach der Einweisung wird die Gruppe einer habituierten Gorillafamilie zugeteilt. Gemeinsam mit Rangern und Fährtenlesern beginnt die Wanderung durch den Bergregenwald.
Nach der Begegnung mit den Berggorillas geht es zurück zur Unterkunft. Der restliche Nachmittag sollte zur Erholung frei bleiben, da Dauer und Anstrengung des Trekkings nicht vorhergesagt werden können.
4. Tag: Rückfahrt nach Kigali und Abflug
Nach dem Frühstück Rückfahrt nach Kigali. Je nach Abflugzeit können weitere Besichtigungen oder ein gemeinsames Mittagessen eingeplant werden. Anschließend Transfer zum internationalen Flughafen.
Wichtigste Tierbeobachtungen
Im Mittelpunkt steht die Begegnung mit einer habituierten Berggorillafamilie im Volcanoes-Nationalpark. Während der Wanderung können außerdem verschiedene Waldvögel und kleinere Säugetiere beobachtet werden.
Bei einer Verlängerung um einen zusätzlichen Tag kann ein Trekking zu den Goldmeerkatzen eingeplant werden.
Vorteile
- Kurze und übersichtliche Reiseroute.
- Keine langen Überlandfahrten durch Uganda.
- Kein Grenzübertritt erforderlich.
- Gute Erreichbarkeit des Volcanoes-Nationalparks von Kigali.
- Mit hochwertigen Unterkünften kombinierbar.
- Als Ergänzung zu Kenia oder Tansania geeignet.
Nachteile
- Das Gorilla-Permit ist in Ruanda erheblich teurer als in Uganda.
- Die Reise konzentriert sich fast ausschließlich auf die Berggorillas.
- Keine Schimpansenbeobachtung und keine klassische Savannensafari.
- Nur wenig Zeit für weitere Regionen Ruandas.
- Dauer und Schwierigkeit des Trekkings bleiben unvorhersehbar.
Empfohlene Verlängerung
Mit einer fünften Übernachtung kann die Reise wesentlich entspannter gestaltet werden. Der zusätzliche Tag kann für ein Goldmeerkatzen-Trekking, eine Wanderung in der Vulkanregion oder einen weiteren Aufenthalt in Kigali genutzt werden.
Wer außer den Berggorillas auch Schimpansen und klassische Safaritiere sehen möchte, sollte dagegen eine längere Reise durch Uganda erwägen. Geeignete Beispiele enthält unser Überblick über Gorilla-Trekking-Routen von 4 bis 21 Tagen.
Diese anderen Reiseziele in Uganda lohnen unbedingt einen Besuch
1. Den lauten, schreienden Schimpansen auf der Spur: der Kibale Forest Nationalpark
Du wirst staunen, wie laut unsere engsten Verwandten in der freien Natur sein können

Wegen der Schimpansen bist du hier (fast 1.500 völlig wilde Schimpansen sollen hier leben !!!),
aber der Wald im Kibale Forest National Park bietet viel mehr als die Beobachtung unserer nächsten Verwandten aus nächster Nähe.
Die einzigartige Lage Kibales an der Kreuzung zwischen den trockenen Gebieten Ostafrikas und den feuchteren Wäldern des Westens ermöglicht es ihm, eine Vielfalt an aufregender Flora und Fauna zu beherbergen.
Schwarz-weiße Colobusaffen, ein riesengroßer Vogelreichtum und eine breite Palette an unterschiedlichen Primaten kann hier ziemlich mühelos beobachtet werden.

Die leichte Zugänglichkeit Kibales führt zu einem großen Besucherandrang, der vor allem zum Höhepunkt der Trockenzeit im Juli und August offensichtlich ist. Dies auch dem schlechten Parkmanagement zu verschulden, denn die Parkbehörden schämen sich nicht, riesige Touristengruppen aus mehreren Dutzenden Personen für das Schimpansentrekking zusammenzufügen. Dass der Park zur Überfüllung tendiert, ist besonders morgens zu sehen – denn viele Reisenden sind in Kibale auf der Durchreise und halten nur wegen des Schimpansentrekking an.
Es lohnt sich, das am Nachmittag angebotene Schimpansentrekking zu buchen, denn hier geht es viel ruhiger zu.
Wo in Kibale Forest übernachten?
Isunga Lodge: Traumblick für wenig Geld.
2. Klein aber fein: der Lake Mburo Nationalpark
Mehr als ein bloßer Zwischenstopp

Klein aber fein: diese Aussage passt zum Lake Mburo Nationalpark, Ugandas kleinsten Nationalpark, wie angegossen.
Mit seiner abwechslungsreichen Landschaft aus Sumpfland, Akazienwäldern, weitläufigen Tälern, Felskuppen und sanften Hügeln der Park ist eine Augenweide für Naturliebhaber. Dazu kommt es, dass auf seiner relativ kleinen Fläche viele Tiere leben: Impalas, Elenantilopen und Zebras (die zwei Ersten leben in ganz Uganda nur hier) sieht man fast garantiert, genauso wie riesige Büffelherden.
Zu diesen Tierarten kann man sich sogar zu Fuß im Rahmen von lohnenden, geführten Walks annähern. Aber auch Leoparden blicken sich (der Mangel an Löwen ist dafür verantwortlich, dass Leoparden furchtlos im Gebiet umherstreifen können) relativ häufig an. Die fünf Seen, für die der Park bekannt ist, sorgen für eine reiche Vogelwelt und einige der schönsten Landschaften auf einem Gorilla Trekking Tour durch Uganda.

Eine unserer schönsten Erlebnisse im Lake Mburo war eine Bootsfahrt auf dem gleichnamigen See, in der wir in den Genuss der Beobachtung zahlreicher Flusspferde und Krokodile kommen konnten. Mit Glück wirst du einige der 315 Vogelarten, die bisher gezählt wurden, darunter der schwer fassbare afrikanische Flossenfuß, zu sehen bekommen.
Reitsafaris und abendliche Nachtsafaris, um nachtaktive Tiere wie Leoparden, Hyänen, Zibetkatzen und Stachelschweine zu beobachten, ergänzen das Angebot an Aktivitäten.
Wo in Lake Mburo übernachten?
Die Mihingo Lodge: lass dich am Ende deiner Uganda Reise so richtig verwöhnen
3. Rauschende Wasserfälle und riesengroße Nilkrokodile: der Murchison Falls Nationalpark
Hier stürzt sich der Nil aus 40 Meter Höhe

Einst hat Winston Churchill vom mit 3.893 km² größten Nationalpark Ugandas gesagt, dieser wäre: “Kew Gardens und der Zoo in unbegrenztem Ausmaß”.
Seit 1907 haben jahrelange Wilderei und Fahrläßigkeit die legendären Tierbestände des Parks dezimiert. Von dem, was es gab, gibt es nur noch heute einen Bruchteil, aber das ist in der Regel genug, um eine Safari in den Murchison Falls Nationalpark zu rechtfertigen. Der Nil schlendert genüsslich und langsam durch den riesengroßen Nationalpark und speist eine malerische Savannenlandschaft, gespickt von kleinen Erhebungen und übersät von Palmen. Die 40 Meter hohen Wasserfälle bilden das Herzstück des Parks und ziehen die meiste Aufmerksamkeit von seinen Besuchern.

Garantiert wird dir die spannende Bootsfahrt auf dem Nil -mit dem Blick auf die imposanten Wasserfälle und den vielen riesengroßen Krokodile – unvergesslich bleiben. Auch die Vogelwelt in diesem Gebiet ist beeindruckend, darunter der Schuhschnabelstorch (die besten Chancen, diesen seltenen Vogel zu sehen, bestehen im Januar und Februar) und zahlreiche Raubvögel.
Ganz besonders mag ich die Bootsfahrt in Richtung Delta – weg von den Touristen, die die Wasserfälle aufsuchen, findet man eine menschenleere, faszinierende Landschaft, die man für sich allein hat. Mit Glück wird eine Elefantenherde sich dem Fluss annähern, um zu trinken, einfach nur unvergesslich.
Wo in Murchison Falls übernachten?
Die Murchison Falls River Lodge: charmante Cottages am Nil.
4. Savanne auf ugandisch: Auf Pirschfahrt im Queen Elisabeth Nationalpark
Nicht gerade die Serengeti, klar, aber dennoch überraschenderweise tierreich und lohnend

Der 1.978 Quadratkilometern große Queen-Elizabeth-Nationalpark
ist nach den Murchison-Fällen der zweitgrößte Nationalpark Ugandas und ein Park außergewöhnlicher Schönheit.
Fest auf der Route jeder Gorilla Trekking Tour durch Uganda der Queen Elisabeth Nationalpark bietet den Besuchern klassische Safarierlebnisse im Jeep. Die meisten sind hier wohl auf der Durchreise von Kibale nach Bwindi, doch wer länger bleibt, wird bald feststellen, dass es im Queen Elisabeth Nationalpark mehr zu entdecken gibt, als der erste Eindruck denken lässt.
Man kann zum Beispiel:
Eine stundenlange Pirschfahrt im tierreichen Mbeya Sektor des Parks unternehmen, wo man große Chancen auf Löwen hat (wir empfehlen ausdrücklich die ferner gelegene und kaum besuchte Kraterseen-Region mit ihrem großen Flamingobestand aufzunehmen – der Ausblick wird euch umwerfen!)
Die klassische Bootstour auf dem Kazinga Kanal (bitte ein privates Boot organisieren und nicht mit der großen Barkasse der Parkverwaltung fahren, in der Dutzende Leute zusammengeworfen werden) vorbei an einer der größten Flusspferdepopulation des Landes unternehmen.

Ein sogenanntes Schimpansentrekking in der malerischen Kyambura Schlucht buchen (na ja, Schimpansen sieht man oft nicht, aber häufiger riesige Elefantenherden, und die Wanderung entlang der Schlucht ist unglaublich schön.)
Den sagenhaften auf Baum kletternden Löwen von Ishasha aufpirschen – auch Topis sind in diesem abgelegenen Gebiet, im westlichen Teil des Nationalparks gelegen, zahlreich vertreten.
Wir empfehlen auch Ausschau auf die über 600 unterschiedliche Vogelarten zu halten, die im Nationalpark gezählt wurden, darunter den sehr seltenen Schuhschnabel, der als ausgewachsenes Tier so groß wird wie ein erwachsener Mensch.
Wo im Queen Elisabeth übernachten?
Ihamba Safari Lodge: wo Hippos vor deinem Zimmer grasen.
Enjojo Lodge: unsere Lieblingslodge im Ishasha Sektor.
Weitere Links und Ressourcen
- Mit dem Kleinflieger von Highlight zum Highlight auf deiner Uganda Reise hüpfen.
- Luxuslodges, die deine Uganda Reise perfekt machen werden.
Weniger bekannte Höhepunkte Ugandas, die einen näheren Blick lohnen
Die Suche nach den Berggorillas in den Nationalparks Bwindi und Mgahinga ist wohl der wichtigste Grund für die meisten Uganda-Besucher (ausgenommen vielleicht jene, die schon im Land waren.)
Aber das Land im Herzen Afrikas beherbergt manche versteckte Perlen, die einen näheren Blick lohnen. Abseits der ausgetretenen Pfade und unbekannt wird der mutige Reisende nicht so viele andere Gleichgesinnte treffen: dafür viel Ursprünglichkeit und Einzigartigkeit.
1. White Water Rafting in Jinja
Das beste White Water Rafting der Welt

Wer hätte es geahnt
außerhalb dieser kolonial geprägten Provinz-Stadt im Osten Ugandas, die am Ufer des mächtigen Nils sitzt (die sagenumwobene Quelle des Nils wurde von den alten Griechen hier vermutet), versteckt sich das beste White Water Rafting auf der ganzen Welt.
Abenteuerlustige können sich hier auf eine aufregende Floßfahrt auf dem Nil begeben, die durch wilde Stromschnellen bis zum fünften Grad führt, einige aufregende Stromschnellen der Stufe 5. Ab und zu passiert man ruhige Abschnitte, in denen man sich entspannen und die glorreiche Flusslandschaft, eingerahmt von dichtem Regenwald, genießen.

Die einstige Attraktion der White Water Rafting Tour in Jinja waren die Bujagali-Fälle. Diese wurden Ende 2011 geflutet, um einen 200-Megawatt-Staudamm zu errichten.
Aber auch ohne Bujagali-Fälle zählt eine White Water Rafting Tour in Jinja zu den besten Raftingtouren der Welt. Nur für Adrenalinsüchtige!
Wo in Jinja übernachten?
Wildwaters Lodge: die schönste Luxuslodge in ganz Uganda
2. Der größte Tierreichtum Ugandas: Der Kidepo Valley Nationalpark
Verloren und wiedergefunden im entlegenen Norden Ugandas

Vielleicht aufgrund seiner abgeschiedenen Lage im fernen Norden von Uganda
fast an der Grenze zu Süden, weit weg von der gewöhnlichen Touristenroute, bleibt bis heute der Kidepo Valley Nationalpark Ugandas bestgehütetes Geheimtipp.
Wer hier kommt (und man sollte hierherkommen, wenn man eine sehr ursprüngliche, intakte Wildnis erleben will) wird mit grandiosen Sonnenuntergängen, einer einmaligen Savannenlandschaft, umrahmt von einer azurblauen Gebirgskette und vielen Tieren belohnt: Man muss nur auf die richtige Jahreszeit achten. Denn Kidepo kennt entgegen gesetzten Reisezeiten wieder Rest des Ugandas: Während im Juli bis September im Südwesten fast nur die Sonne scheint, kann es in Kidepo in Strömen regnen. Generell gelten November bis Februar gelten als die besten Monate für eine Safari in den Kidepo Valley Nationalpark.

Dieser überwiegend halbtrockene Park, der in starkem Kontrast zu den üppigen Bambus- und Sumpfwäldern von Bwindi steht, ist ein großartiger Ort, um eher für Uganda untypisch afrikanische Tiere zu beobachten, darunter Löffelhunde, Erdwölfe, Streifenhyänen, Karakale, Geparde und Wildhunde. Nun ja, womöglich wird man nicht so sehr vom Glück gesinnt, dass man all diese sehr seltenen Tierarten sehen wird.
Von einer Pirschfahrt im Narus-Tal dürften Büffel, Löwen, Zebras, Giraffen, Kuhantilopen, Wasserböcke und Buschböcke beobachten nicht fehlen.
Willst du nach Kidepo reisen?: Kidepo Valley Nationalpark: alles über die Anreise in den abgelegensten Nationalpark Ugandas
Wo in Kidepo übernachten?
Savannah Kidepo Lodge: bekomme viel für dein Geld vor den Toren Ugandas isoliersten Park.
4. Schimpansen und Schuhschnabelstörche im Semliki Reservat
Ugandas bestgehütetes Geheimtipp

Das unscheinbar nah dem Touristenmagnet Kibale Forest Nationalpark
irgendwie verloren gegangene Semliki Reservat ist Ugandas erstes und unbekannteste Schutzgebiet zugleich.
Irgendwie scheinen alle Reisende in Richtung der bekannteren Highlights von Kibale und Bwindi an Semliki vorbeizufahren ohne zu wissen, dass es hier auch Schimpansen gibt – nur ohne die Menschenmassen. Das Naturschutzgebiet arbeitet in enger Zusammenarbeit mit Naturschützer und hat ein bemerkenswertes Forschungsprojekt auf die Beine gestellt, wo Besucher herzlich willkommen sind. Im Rahmen von ähnlich erfolgreichen Schimpansentrekkings wie im benachbarten Kibale (aber viel ruhigeren) kann man unseren nächsten Verwandten auf den Fersen gehen, ohne sie zu stören.
Das Erlebnis ist einmalig und vielleicht nur mit dem Schimpansentrekking im Mahale Mountains Nationalpark in Tansania vergleichbar. Bei Gesprächen mit den ansässigen Schimpansenforschern erfährt man viel über die menschliche Evolution und Zweibeinigkeit.

Abgesehen von den Schimpansen gibt es im Semliki viel zu entdecken, ob im Rahmen einer gemütlichen Pirschfahrt, die tagsüber und auch nachts stattfinden kann, oder auf einer spannenden Bootssafari auf dem Lake Albert, in der man Ausschau auf die Schuhschnabelstörche halten kann (die Chancen auf eine erfolgreiche Begegnung sind im Semliki sehr hoch.) Die Tierkonzentrationen sind natürlich bescheiden.
Hier zeigt sich Afrika von ihrer ursprünglichsten Seite. Die Natur hier ist wild und unberechenbar. Anstatt zu versuchen, eine absurde Checkliste abzuarbeiten, von allen Tierarten, die man gesehen hat, nimmt man sich einfach Zeit, das zu genießen, was die Natur gerade präsentiert.
Semliki ist ein tolles Reservat, klein und abgeschieden, wenig besucht, reich an Aktivitäten, mit unterstützenswerten Projekten und einer fantastischen Lodge, von der man sich nur wünschen kann, dass sie preiswerter wäre…
Wo in Semliki übernachten?
Die Semliki Safari Lodge: abgeschiedene und intime Lodge im Ugandas am wenig besuchten Nationalpark.
Mehr Links und Ressourcen:
Wo in Uganda Schuhschnabelstörche am sichersten beobachten.
Mehr Geheimtipps für unbekannte Reiseziele in Uganda weit ab der gewöhnlichen Touristenroute.
Wie man eine Gorilla Trekking Reise in Uganda mit dem Strand verbindet

Es ist ganz normal, dass man nach so viel Gorilla Trekking (eine Reise beinhaltet zweifelsohne eine Menge Fußmärsche) die Zehen ins Meer tauchen möchte.
Aber wie Ihr bereits festgestellt habt, gibt es in Uganda keinen Strand und die nächstgelegenen Strände befinden sich am Indischen Ozean, einen Flug entfernt.
Der Vorteil ist, dass Uganda Airlines gute und preiswerte Verbindungen zwischen Entebbe und Strandzielen wie Sansibar anbietet, wo Ihr Euch Euren Träumen vom Paradies auf Erden hingeben könnt.
Wenn Ihr aber nicht noch einmal fliegen wollt (mit der damit verbundenen Umweltverschmutzung), gibt es in Uganda einige Orte, die ich Euch empfehlen kann, wenn Ihr Euch einfach in einer idyllischen Umgebung entspannen wollt.
Man könnte meinen, dass der riesige Victoriasee gute Strände zum Baden bietet, aber die Gefahr, an Bilharziose zu erkranken, ist zu groß, und es gibt keine Unterkünfte von ausreichender Qualität an seinen Ufern.
Also müssen wir uns anderswo umsehen.
Da wäre zum Beispiel die Stadt Jinja im Osten des Landes, an den Ufern des Nils, der einige der besten Raftingmöglichkeiten der Welt bietet.
Die Wildwaters Lodge befindet sich in traumhafter Lage auf einer der Inseln des Flusses und bietet alles, was man sich zum Entspannen nach einer anstrengenden Uganda-Reise wünschen kann:
Eine hochwertige Lodge, unglaubliche Aussichten und Aktivitäten wie Bootsfahrten und Rafting, um sich die Stunden zu vertreiben, falls es doch einmal langweilig werden sollte.

Das Problem ist, dass die Anreise nach Jinja einen beträchtlichen Umweg über die traditionelle Route bedeutet.
Wenn Ihr Euch am Ende Ihrer zwei- oder dreitägigen Uganda-Gorilla Trekking Tour entspannen möchtet, ist es am einfachsten, die Dauer Eurer Safari zu verlängern.
Es gibt vor allem zwei Orte, die wir aufgrund ihrer spektakulären Lage sehr empfehlen:
Das Lake Mutanda Resort am Ufer des wunderschönen Mutandasees (perfekt für spektakuläre Sonnenuntergänge und schöne Bootsfahrten mit den Virunga-Vulkanen im Hintergrund) – diese Option ist super, wenn man von Kigali zurückfliegt.
Und
Mihingo Lodge im Lake-Mburo-Nationalpark – eine hochwertige Lodge mit herrlichem Blick auf den Park von oben und einem breiten Angebot an Aktivitäten wie Reiten, Walksafaris, Nachtsafaris und Bootsfahrten auf dem See.
Diese Option ist ideal, wenn man von Entebbe zurückfliegt.
Mehr Links und Ressourcen:
Kosten einer Gorilla Trekking Reise

Uganda ist nicht unbedingt eines der teuersten Safariziele in Afrika.
Ich meine, es ist auch nicht billig, aber wenn wir es mit anderen Zielen wie Botswana oder Sambia vergleichen, ist Uganda fast billig.
Das Preisniveau in Uganda ist definitiv niedriger als in Nachbarländern wie Tansania oder Kenia.
Woran liegt das?
Das liegt vor allem an den folgenden Faktoren:
Die Eintrittspreise für Nationalparks sind recht erschwinglich
Während Parks wie die Serengeti oder die Masai Mara achtzig Dollar für 24 Stunden Eintritt verlangen, zahlt man in Uganda die Hälfte.
Der Eintritt in Parks wie Queen Elisabeth und Murchison kostet nur 40 US-Dollar pro Tag.
Wenn Ihr ein Gorilla- und Schimpansentrekking gebucht habt (was Ihr sicherlich gemacht habt), sind die Parkgebühren sogar im Preis enthalten.

Es gibt ein gutes Angebot an Unterkünften der Mittelklasse zu moderaten Preisen
Das macht den Unterschied aus. In der Serengeti ist es schwierig, ein Camp zu finden, das weniger als 150 US-Dollar pro Tag und Person kostet. In Parks wie Queen Elisabeth kann man für weniger als 80 US-Dollar pro Nacht mit Vollpension in mehr als anständigen Unterkünften untergebracht werden.
Im Allgemeinen sind die Preise der Mittelklasse-Lodges in Uganda sehr wettbewerbsfähig und die Qualität ist in Anbetracht des relativ niedrigen Preises, recht hoch.
Der teuerste Teil einer Reise in Uganda sind zweifellos die von den Nationalparkbehörden organisierten Aktivitäten.
Hier ist eine Liste der aktuellen Preise (Stand: September 2026) für die beliebtesten Aktivitäten, die Reisende während ihrer Reise nach Uganda unternehmen möchten:
- Gorillatrekking: 800 Dollar pro Person
- Schimpansen-Trekking: 250 US-Dollar pro Person
- Bootssafari bei den Murchison Falls oder Queen Elisabeth: 30 Dollar pro Person
- Golden Meerkatzentrekking im Mgahinga-Nationalpark: 60 US-Dollar pro Person
- Rhino-Trekking im Ziwa-Schutzgebiet: 50 US-Dollar pro Person
- Schuhschnabelstorchsafari Mamba-Sümpfe: US$ 50 pro Person
Im Allgemeinen kostet eine Safari in Uganda etwa 400 USD pro Tag mit Übernachtungen in Lodges der Mittel- oder gehobenen Mittelklasse.
Normalerweise hat man auf Safari alle Kosten inklusive. Für nicht enthaltene Mahlzeiten, wie es oft in bei Übernachtungen in der Stadt so ist, plant man zwischen 15 USD – bis 20 USD pro Mahlzeit ein. Getränke sind verhältnismäßig günstig. Die Preise liegen zwischen 2-5 USD für Softdrinks je nach Ort und Lodge. Eine Flasche Bier kostet ca. 3-5 USD. Softdrinks 2-3 USD. Die meisten Luxusunterkünfte sind all inklusive.
Weitere Links und Ressourcen:
Und wie viel kostet eine Gorillasafari in Ruanda?
Eine private Gorilla-Trekking-Safari in Ruanda kostet gewöhnlich etwa 2.600 bis 3.800 Euro pro Person bei einer Reisedauer von vier Tagen und Unterbringung in guten Mittelklasse-Lodges. Mit besonders hochwertigen oder luxuriösen Unterkünften kann der Preis auf 4.000 bis über 8.000 Euro pro Person steigen. Internationale Flüge sind dabei normalerweise nicht enthalten.
Der größte einzelne Kostenfaktor ist das Gorilla-Permit für den Volcanoes-Nationalpark. Es kostet derzeit 1.500 US-Dollar pro Person und Trekking. Im Preis enthalten sind die Parkgenehmigung, die Begleitung durch Ranger und die Begegnung mit einer habituierten Gorillafamilie. Nachdem die Gorillas erreicht wurden, darf die Besuchergruppe gewöhnlich eine Stunde bei ihnen verbringen.
Welche Kosten kommen zum Gorilla-Permit hinzu?
Zum Permit kommen insbesondere:
- Privater Transfer zwischen Kigali und dem Volcanoes-Nationalpark.
- Fahrzeug und Fahrer während der Reise.
- Zwei bis drei Übernachtungen in Kigali und der Vulkanregion.
- Mahlzeiten und Getränke.
- Flughafentransfers.
- Porter beim Gorillatrekking.
- Trinkgelder für Ranger, Porter und Fahrer-Guide.
- Reiseversicherung und persönliche Ausgaben.
- Weitere Aktivitäten wie Goldmeerkatzen-Trekking oder Wanderungen.
- Gegebenenfalls Visum- und Flugkosten.
Beispiel für eine viertägige Ruanda-Reise
| Leistung | Ungefährer Preis pro Person |
|---|---|
| Gorilla-Permit | 1.500 USD |
| Drei Übernachtungen in der Mittelklasse | etwa 450–900 EUR |
| Privater Transport und Fahrer-Guide | etwa 400–800 EUR |
| Verpflegung und Transfers | etwa 150–350 EUR |
| Porter und Trinkgelder | etwa 50–150 EUR |
| Geschätzter Gesamtpreis | etwa 2.600–3.800 EUR |
Die tatsächlichen Kosten hängen stark von der Zahl der Reisenden ab. Zwei Personen können sich die Kosten für Fahrzeug und Fahrer teilen. Alleinreisende tragen diese Leistungen dagegen vollständig selbst.
Warum ist eine Gorilla-Safari in Ruanda teurer?
Ruanda positioniert den Volcanoes-Nationalpark als hochwertiges und exklusives Reiseziel. Neben dem Permitpreis befinden sich in der Region zahlreiche luxuriöse Lodges, deren Übernachtungspreise den Gesamtpreis deutlich erhöhen können.
Der Vorteil liegt in der kompakten Organisation: Der Volcanoes-Nationalpark ist von Kigali aus innerhalb weniger Stunden erreichbar. Dadurch benötigt man weniger Reisetage als bei vielen Routen durch Uganda und kann das Gorillatrekking ohne Inlandsflug oder Grenzübertritt organisieren.
Ist Uganda günstiger als Ruanda?
Ja. Das reguläre Gorilla-Permit kostet in Uganda 800 US-Dollar und damit 700 US-Dollar weniger als in Ruanda. In den Monaten April, Mai und November bietet die Uganda Wildlife Authority für internationale Reisende zudem ein ermäßigtes Permit für 600 US-Dollar an.
Uganda ist deshalb gewöhnlich die günstigere Wahl. Das Land eignet sich außerdem besser, wenn das Gorillatrekking mit Schimpansen, einer klassischen Safari oder einer längeren Rundreise verbunden werden soll. Beispiele findet Ihr in unserem Vergleich der Gorilla-Trekking-Routen von 4 bis 21 Tagen.
Kurz gesagt: Für eine viertägige private Gorilla-Trekking-Safari in Ruanda sollte man ohne internationale Flüge mindestens etwa 2.600 bis 3.800 Euro pro Person einplanen. Der feste Ausgangspunkt ist das Gorilla-Permit von 1.500 US-Dollar pro Person.
Kostenvergleich: Gorilla-Trekking Uganda versus Ruanda

| Kostenfaktor | Uganda | Ruanda |
| Reguläres Gorilla-Permit | 800 USD pro Person | 1.500 USD pro Person |
| Permit in der Nebensaison | 600 USD im April, Mai und November | Keine Ermäßigung |
| Zeit bei den Gorillas | Eine Stunde | Eine Stunde |
| Parkeintritt am Trekkingtag | Im Permit enthalten | Im Permit enthalten |
| Ranger und Fährtenleser | Im Permit enthalten | Im Permit enthalten |
| Porter | Separat zu bezahlen | Separat zu bezahlen |
| Mittelklasse-Unterkunft | Meist günstiger | Im Allgemeinen teurer |
| Angebot an Luxuslodges | Vorhanden, aber begrenzter | Sehr groß, teilweise extrem hochpreisig |
| Anreise zum Gorillagebiet | Länger ab Entebbe; kürzer über Kigali | Vergleichsweise kurz ab Kigali |
| Inlandsflug | Optional nach Kihihi oder Kisoro | Normalerweise nicht erforderlich |
| Grenzübertritt | Bei Anreise über Kigali erforderlich | Nicht erforderlich |
| Privater Fahrer und Fahrzeug | Wegen längerer Strecken meist teurer | Wegen kürzerer Strecke meist günstiger |
| Geschätzter Preis einer viertägigen Privatreise in der Mittelklasse | etwa 1.800–2.700 EUR pro Person | etwa 2.600–3.800 EUR pro Person |
| Reise mit Luxusunterkunft | Ab etwa 3.000 EUR pro Person | Ab etwa 4.000 EUR bis über 8.000 EUR pro Person |
| Internationale Flüge | Nicht enthalten | Nicht enthalten |
| Preisvorteil | Niedrigeres Permit und größere Unterkunftsauswahl | Kürzere Anreise und kompaktere Organisation |
Von der Ausrüstung bis zum WLAN: Deine Fragen zum Gorilla-Trekking in Uganda beantwortet



Ausrüstung für dein Gorilla Trekking in Uganda
Eine Safari durch Uganda erfordert keine besondere Ausrüstung. Bitte achtet auf die Mitnahme von atmungsaktiver Bekleidung aus natürlichem Stoff. Bei der Auswahl der Farben sollten Naturfarben wie beige, grün und braun bevorzugt werden, leuchtende Farben sind zu meiden, genauso wie dunkelblau und schwarz zum Schutz vor den Tsetsefliegen. Die übertragen zwar die Schlafkrankheit nicht mehr, aber die Stiche (Pikse) können unangenehm sein.
Sonst reichen T-Shirts und kurze Hose tagsüber, Baumwolle ist besser als synthetische Textilien. Früh morgens hilft auch ein Fleece oder eine Sportjacke gegen die frühmorgendliche Kälte. Für den Abend geeignet sind eine lange Hose und langärmlige Shirts oder Hemden bzw. auch ein Fleece.
Bitte denkt an die Mitnahme eines dreipoligen Steckdosenadapters (mit flachen Ritzen) und natürlich an Wanderstiefel mit guter Profilsohle für das Gorillatrekking.
Checkliste
Zur Standardausrüstung für die Safari gehören folgende Objekte:
- Geldgürtel
- Tagesrucksack
- Bergschuhe
- Regenfeste Jacke
- Regenhose (für Uganda, diese sind ein wunderbarer Schutz gegen die vielen Nesseln)
- Gärtnerhandschuhe und Gamaschen (für das Gorilla-Trekking)
- Baumwollbekleidung (T-Shirts, Hemden) in helleren Tönen
- Jeans, Shorts…
- Wollpullover für den Abend
- Kopfbedeckung
- Sonnenbrille und Sonnencreme
- Mückenschutzmittel
- Fotoausrüstung
- Fernglas
- Reiseapotheke
- Taschenlampe
- strapazierfähige Reisetasche (Hartschalenkoffer sind für eine Safari weniger geeignet)
Gorillatrekking: die richtige Vorbereitung

Bootsfahrten in Uganda
Diese sind eine der Spezialitäten Ugandas. Man kann vielorts in Uganda Erkundungen vom Wasser aus wagen. Bei diesen besonderen Aktivitäten wird man von anderen englischsprachigen naturkundlichen Guides (oft Wildhütern) begleitet. Eurer eigener Guide nimmt daran nicht teil. In Uganda werden fast alle sonstigen Aktivitäten abgesehen von den Pirschfahrten in kleinen Besuchergruppen durchgeführt.



Essen während einer Gorilla Trekking Tour durch Uganda
Während der Safari sind drei Mahlzeiten am Tag enthalten. An Transfertagen oder an Tagen, wo man eine Ganztagespirschfahrt unternimmt, wird das Mittagessen in Form eines Packed Lunchs eingenommen, das meist aus einem Sandwich, gekochtem Ei, manchmal einer Hähnchenkeule, Obst, Kuchen und Schokoriegeln oder Müsliriegeln besteht.

Geld auf einer Gorilla Trekking Reise in Uganda
Bitte nehmt auf der Reise nur neue USD-Banknoten mit, die ab dem Jahr 2007 gedruckt worden sind, da der Umtausch bzw. die Akzeptanz von älteren Dollarscheinen öfters problematisch werden kann. Achtet auf eine Bestückelung in scheinen von kleinem Wert (nimmt also viele 1 USD und 5 USD Noten.) Die Reisekasse soll am besten aus einer Mischung aus US-Dollar für die größeren Ausgaben wie Trinkgelder und Souvenirs und Schillings für die kleineren Ausgaben (Getränke, Snacks) bestehen.

Schweizer Franken oder Euro könnt ihr in die einheimische Währung nach der Ankunft am Flughafen in Entebbe wechseln. Nehmt ausreichendes Bargeld mit, denn nur sehr wenige Lodges in den Nationalparks akzeptieren Kreditkarten. Als Vorrat dürften 20 USD pro Tag und Person ausreichen.
In Hotels / Lodges mit USD zu bezahlen ist manchmal nicht zu empfehlen, da meistens kein Wechselgeld vorhanden ist.
Reisetipps für eine Uganda Reise: Wie viel Geld sollte man mitnehmen?

Gorilla Trekking
Wegen der Berggorillas bist du hier – keine Sorge, du wirst sie sehen – garantiert kann man allerdings nicht, wie gut. Ich empfehle zwei Gorillatrekkings, wenn möglich, für größere Erfolgschancen. Wie schwierig das Gorillatrekkings ist hängt von der Familiengruppe, die man besucht, ab. Wenn diese in Reichweite ist, ist man in der Regel schon zum Mittagessen in der Lodge zurück. Manchmal ist die Familie, zu
der man geht, weit weg und es dauert den ganzen Tag, um sie zu erreichen (nach einem äußerst anstrengenden Trekking auf nassem und schlammigem Boden.)
Die Ranger versuchen, die Teilnehmer bei der Einteilung in Gruppen auf die körperlichen der Teilnehmer zu achten: ein gewissen hohes Maß an körperlichen Fitness müsste von jedem Teilnehmer allerdings erwartet werden – du willst ja schließlich sicher nicht, dass man dich zu den Gorillas auf einer Trage tragen muss!
Gorillas sind äußerst anfällig für menschliche Krankheiten und Infektionen. Sie können gestresst werden, wenn sie von zu vielen Menschen besucht werden, wenn die Besucher ihnen zu nahe kommen oder sich auf andere Weise verhalten, die sie als störend oder bedrohlich empfinden. Daher wurden klare Verhaltensregel ins Leben gerufen, wie man mit Gorillas in freier Wildbahn umgeht. Diese Regel sind da, um sie zu respektieren. Bitte tue es auch!
- Jede Gorillagruppe kann nur einmal pro Tag besucht werden, und zwar von maximal 6 oder 8 zugelassenen Gästen, wobei die Interaktion maximal eine Stunde dauert.
- Kranke Menschen dürfen am Gorillatrekking nicht teilnehmen: Wenn du krank bist, kannst du von der Teilnahme am Trekking abgewiesen werden. Bitte sei nicht verantwortlich für einen möglichen Epidemieausbruch in einer Gorillagruppe und verdeckte deine Krankheitssymptome nicht: Berggorillas konnten wegen dir sterben.
- Man muss mindestens fünfzehn Jahre alt für das Gorillatrekking sein, um das Risiko zu minimieren, dass die Gorillas Kinderkrankheiten bekommen.
- Besucher müssen mindestens sieben Meter von den Gorillas entfernt bleiben. Wenn Jungtiere aus Neugierde näherkommen, dann sollte man sich langsam zurückziehen und Anweisungen der Guides folgen.
- Wenn möglich, sollte man sitzen oder hocken. Es kann bedrohlich für ein Silberrücken wirken, dass man aufrecht steht und sie anstarrt. Auch man sollte stets still sein.
Und wenn der Silberrücken sich doch bedroht fühlt und an die Brust schlägt …
Lauf nicht weg. Auch wenn ein Angriff beängstigend sein kann, ist es am sichersten, ruhig zu bleiben, sich niedrig zu halten und nach unten zu schauen. Wie sehr ein Angriff wirken kann – das ist nur Schein. Und noch nie wurde in Uganda ein Mensch von einem wilden Gorilla verletzt.
Ich will zu den Berggorillas: wo ist es am besten? In Uganda oder in Ruanda?
Alles, was du über dein Gorillatrekking wissen solltest.
Warum eine Stunde bei den Berggorillas verbringen, wenn man vier Stunden verbringen kann? Das Gorilla Habituation Experience: das ultimative Gorillatrekking


Impfungen für eine Gorilla Trekking Reise in Uganda
Für die Einreise nach Uganda ist seit dem 2. Oktober 2026 kein Gelbfieber-Impfnachweis mehr vorgeschrieben. Die Impfung wird aus medizinischer Sicht weiterhin empfohlen.
Für alle dieser Länder gilt der Grundimpfschutz von der WHO:
- Hepatitis A
- Polio/Tetanus/ Diphtherie/Keuchhusten-Impfung
- Masern-Mumps-Röteln-Impfung
Einige Reisende entscheiden sich für folgende Zusatzimpfungen:
- Typhus
- Cholera
- Tollwut
- Meningitis
Inwieweit ihr diese Zusatzimpfungen in Erwägung zieht oder nicht wird maßgeblich vom ärztlichen Rat (welchen dieses Handbuch nicht ersetzen darf) und von eventuellen Krankheits-Ausbrüchen beeinflusst sein.
Uganda Reise: Welche Impfungen brauche ich?
Ebola in Uganda: ist es gefährlich zu reisen?

Kinder auf einer Uganda Reise
Es ist möglich, mit Kindern nach Uganda zu reisen, obwohl es nicht das einfachste Reiseziel ist, das man sich vorstellen kann.
Es ist wichtig, dass die Kinder älter sind. Uganda ist ein fabelhaftes Reiseziel für Teenager, die lange Fahrten auf den schrecklichen Straßen des Landes und Trekkingtouren zu Fuß gut bewältigen können.
Das Alter für Berggorilla-Trekking liegt bei 15 Jahren, ein Alter, das ich für angemessen halte, um das Land zu besuchen.

Ich persönlich würde nie mit kleinen Kindern nach Uganda reisen, die besuchten Ziele sind zu abgelegen und zu weit vom nächsten Krankenhaus entfernt (die einzigen guten Krankenhäuser sind die privaten in Kampala).
Angesichts der Gefahr von Malaria und anderen Tropenkrankheiten erscheint mir das Abenteuer zu riskant.
Uganda mit Kindern: Ist es machbar?

Kleidung auf einer Uganda Reise
Wie immer solltet Ihr für die Safari helle, natürliche Farben wählen. Beige-, Braun- oder Grüntöne sind perfekt. Vermeidet es, schwarze oder dunkelblaue Kleidung zu tragen, da dies Tsetsefliegen anlockt.
Für das Gorilla-Trekking ist es ratsam, einen Poncho oder eine Regenjacke, geeignete Wanderschuhe und Gärtnerhandschuhe mitzubringen, um sich beim schwierigen Abstieg an den Pflanzen festhalten zu können (Wanderstöcke sind nicht erforderlich).


Malaria in Uganda
In Uganda kommt Malaria vor. Wer nach Afrika fährt, wird bereits mit der beginnenden Reiseplanung fast sofort mit der Frage konfrontiert, ob man prophylaktisch Medikamente gegen Malaria einnehmen sollte oder nicht. Hier geht es nicht darum, ob man Malariamedikamente mitnehmen sollte (was man zweifellos machen muss), hier wird versucht aufzuklären, wann ist eine Prophylaxe wirklich notwendig und wann die Mitnahme der Malaria-Medikamente für den Fall aller Fälle reicht.
Folgende Risikofaktoren mindern/erhöhen das Risiko an einer Malariaerkrankung erheblich:
- Reisezeit: der Regen favorisiert das Vorkommen von Mücken.
- Safari in der Trockenzeit (niedriges Risiko) / Regenzeit (großes Risiko)
- Reisegebiet: die Nähe zur Küste und Orten mit dichter Bevölkerung (Städte) favorisieren das Vorkommen von Mücken.
- Safari führt nicht an die Küste (niedrigeres Risiko) / oder doch (größeres Risiko)
- Safari sieht wenig Zeit in Städten vor (niedrigeres Risiko) / oder es ist mehr Zeit in Städten geplant (größeres Risiko).
Ferner sollte man folgende zwei Aspekte zur Entscheidung heranziehen:
Reisehäufigkeit: Reise ich mehr als einmal im Jahr nach Schwarzafrika? Falls ja, so möchte man sich sicherlich dem Giftcocktail einer Prophylaxe möglicherweise nicht wiederholt aussetzen.
Charaktersache: Alle beruhigenden Hinweise helfen überhaupt nicht, wenn man sich von jedem Moskitostich verrückt machen lässt. Wenn ihr meint, beim entdeckten Loch im Moskitonetz kein Auge in der ganzen Nacht schließen zu können, so nehmt bitte die Prophylaxe ein und genießt die Reise.
Malaria-Prophylaxe in Afrika: ja oder nein

Pirschfahrten in Uganda
Pirschfahrten in Uganda werden in der Regel im eigenen Safariwagen, mit dem eigenen Guide und einem Wildhüter der Parkverwaltung durchgeführt.


Sicherheit in Uganda
Uganda ist vergleichbar sicher. Diebstähle und (weit weniger!) Raubüberfälle sind kaum bekannt. Wir empfehlen trotzdem, dass man wertvolle Dokumente (wie z. B. Reisepässe, Reiseschecks, Kreditkarten usw.) vor Abreise einscannt und die eingescannte Kopie als Anhang an die eigene E-Mail-Adresse schickt.

So stellt man sicher, dass man jederzeit bei Verlust oder Diebstahl auf eine sehr hilfreiche Kopie der Dokumente zugreifen kann (was enorm praktisch für das Erstellen von Ersatzpapieren ist), ohne mit lästigen Papierkopien herumreisen zu müssen. Weiterhin wichtig ist, keine Wertobjekte im Koffer einzupacken.
Ist eine Uganda Reise gefährlich? Wir aufklären.

Spenden
Gerade Neuankömmlingen bereitet die ungewohnte Armut, mit der sie auf ihrer ersten Reise nach Afrika konfrontiert werden, große Gewissensbisse. Ja, eine Safari nach Afrika liefert nicht nur fantastische Begegnungen mit der afrikanischen Fauna, sondern konfrontiert uns auch mit den für uns unvorstellbaren Lebensstandards von Millionen von Menschen.
Viele überkommt das plötzliche Gefühl, alles mit allen teilen zu wollen. Aber so Leid wie uns die Menschen und deren Armut auch tun, unüberlegte spontane Mitleidsaktionen richten häufig mehr Schaden als Gutes an. Spenden ist wichtig, muss aber aus einer rationalen Überlegung herkommen und nicht aus spontanem Bauchschmerz.
Spenden an Kinder sollten fast ausnahmslos komplett tabu sein. Nur wenn man sein Lunchpaket teilen möchte, kann man das auch tun, vorausgesetzt, man entfernt jegliche Plastikverpackung vorher. Sonst würde diese Verpackung einfach auf dem Boden mitten der unberührten Savanne landen. Süßigkeiten und Schokolade sollte man den Kindern natürlich nicht geben.
Hier findet Ihr die zwei wichtigsten Goldregeln für nachhaltige Spendenaktionen:
- Gib den Kindern niemals Bargeld! Denn dieses Verhalten fördert die Bettelei der Kinder und hält sie von der Schule fern. Sinnvoller ist es, Geld dort zu spenden, wo es gezielt und verantwortungsbewusst eingesetzt werden kann.
- Gib den Kindern niemals Geschenke! Auch keine Stifte oder Schulblocks. Diese werden in der Regel von den Eltern beschlagnahmt und weiter verkauft. Wenn Ihr etwa Schulmaterial spenden möchtet, wendet Euch an eine der vielen Schulen, die auf dem Weg liegen, und dort am besten direkt an den Schulleiter. Sehr gerne gesehen werden Fußbälle und Märchenbücher.
- Gib Einheimischen niemals Medikamente! Westliche Medikamente und Hygieneartikel können bei einer ländlichen Bevölkerung, die an deren Gebrauch nicht gewöhnt ist, mehr Schlechtes als Gutes anrichten. Nicht verbrauchte Medikamente oder Artikel zur Körperpflege, die Ihr verschenken möchtet, gehören ausschließlich in ein Krankenhaus, eine Klinik oder zu einem Arzt.
Mehr detaillierte Infos über das Thema spenden, könnt Ihr in diesem Artikel lesen.

Trinkgelder in Uganda
Alle Guides, lokale Guides und Wildhüter, die auf den verschiedenen Aktivitäten und Pirschfahrten dabei sind, erwarten für ihre Dienste als Naturführer ein entsprechendes Trinkgeld, das sich je nach Zufriedenheit richten soll. Als angemessen betrachtet werden 5 – 10 $ pro Person und Aktivität, was auch empfehlen ist. Für den Hauptguide sind ca. 15 $ pro Tag und Gruppe ein angemessenes Trinkgeld.
Weitere Hinweise über Trinkgelder in Uganda bekommt Ihr in diesem Artikel.



Umwelt in Uganda
Du bereist ein Entwicklungsland mit geringem, ökologischem Bewusstsein. Unwissenheit im Umgang mit Plastik und Müll resultiert in verdreckten Dörfern, Straßen und Städten. Bitte trag mit deinem Verhalten zur allgemeinen Verschmutzung nicht bei und vermeide die Verwendung von Plastikflaschen. Auch die Benutzung von biologisch abbaubaren Kosmetikprodukten wie Seife und Zahnpasta in ökologisch sensiblen Gebieten helfen.
Um die Auswirkungen des Tourismus auf das äußerst fragile Ökosystem der Nationalparks so niedrig wie möglich zu halten, findet Ihr hier die wichtigsten Regeln in Kürze:
- Niemals den Guide auffordern, die Piste dort zu verlassen, wo Offroad-Fahren verboten ist.
- Niemals Tiere hetzen, den Guide auffordern, eine Wildpflanze zu pflücken oder ein kleines Tier in die Hand zu nehmen oder sich einem wilden Tier so anzunähern, dass dieses gestresst werden könnte.
- Niemals Tiere füttern.
- Schalte die Klimaanlage aus: Wir raten bewusst davon ab, die manchmal in den Zimmern vorkommenden Klimaanlagen zu nutzen.
- Achtet auf einen sparsamen Wasserverbrauch: vielleicht ist zweimal Duschen am Tag nicht wirklich erforderlich!

Vegetarier und Allergiker in Uganda
Die Zeiten, in denen Vegetarier auf Safari hungern mussten sind passé. Vegetarische und sogar vegane Kost ist in Ostafrika immer mehr verbreitet. Die Goldregel: Teure Lodges/Camps sind besser in der Lage, sehr leckere, aufwendigere rein vegetarische Mahlzeiten vorzubereiten als einfachere Lodges. Im Notfall muss man bei den Letzteren an einigen Tagen mit eintöniger Ernährung aus Reis und Bohnen auskommen.

Allergiker oder an Nahrungsmittelunverträglichkeiten leidende Personen müssen dies rechtzeitig vor Ankunft an die Lodges/Camps weitergeben, damit diese sich auf diese besonderen Bedürfnisse einstellen können.
Vegetarier auf Safari: ist es überhaupt möglich?

Wandern und Trekken in Uganda
Angesichts der enormen Vielfalt seiner überraschend grünen Landschaften auf dieser Seite des Grabenbruchs überrascht Uganda den Reisenden mit nahezu endlosen Wandermöglichkeiten.
Es gibt hohe Berge für anstrengende mehrtägige Wanderungen, bei denen man den berühmten Äquatorschnee berühren kann, und moderatere ganztägige Wanderungen durch dichten Dschungel.
Man kann Vulkane an der Grenze zum Kongo besteigen, lange Wanderungen zu schönen Aussichtspunkten oder sogar zu Wasserfällen unternehmen und natürlich kann man sich zu Fuß auf den Weg durch die Savanne machen, um Tiere aller Art zu entdecken, von Zebras bis zu Primaten.
Und natürlich gibt es auch Gorilla- und Schimpansen-Trekkings.
Wenn Ihr gerne wandert, hättet Ihr Euch kein besseres Reiseziel aussuchen können.
Zieht also Eure Wanderschuhe an und macht einen Spaziergang!
Ugandas fünf schönste Wanderungen
Visum für Uganda
Für Uganda braucht man ein Visum, welches 50 $ kostet. Den Antrag kann man bei Ankunft an den Airport von Entebbe gestellt werden. Oder man erledigt die Passkontrolle am Zielflughafen schneller, in dem man den Antrag auf ein elektronisches Visum schon vor der Abreise online eingereicht hat. Dies tut man bei folgenden Adressen 2 Monate vor Abreise:
Uganda: https://visas.immigration.go.ug/

Für den online Antrag braucht man einen eingescannten noch 6 Monate gültigen Reisepass. Eine eingescannte Kopie des Gelbfieber-Impfnachweises wird im offiziellen E‑Visa-Portal seit dem 2. Oktober 2026 nicht mehr als verpflichtendes Dokument aufgeführt.
Die Visagebühren zahlt man einfach online beim Antrag mit der Kreditkarte.
Die Webseiten für die online Antragstellung funktionieren nicht immer einwandfrei. Es gibt einige Tricks, die man beachten sollte, damit der Antrag auch gelingt:
- Verwendet am besten die Browser Chrome oder Internet Explorer.
- Gebt keine Sonderzeichen wie Umlaute, Komas, Punkte usw. ein.
- Ladet die Dateien nur als jpg-Dateien hoch.
Versucht Ihr verzweifelt, den Antrag auf ein Uganda Visum zu stellen? Will der Antrag nicht klappen? In diesem Artikel erzähle ich Euch alles, was Ihr wissen müsst, damit Euer online Antrag auf das Uganda Visum zum Kinderspiel wird.


WLAN und Kommunikation in Uganda
Internet ist mittlerweile sehr weitverbreitet und sogar fast alle Tented Camps und Lodges sind heutzutage mit kostenlosem WLAN ausgestattet. Erwarten sollte man keine besonders schnelle Verbindung. Für das Senden von einfachen WhatsApp-Nachrichten reicht es aber auf jeden Fall aus.
Brauchst du noch mehr Inspiration für deine Uganda Reise?
Häufige Fragen zum Gorilla-Trekking
Ist Uganda oder Ruanda besser für ein Gorilla-Trekking?
Uganda ist für die meisten Reisenden die vielseitigere und preisgünstigere Wahl. Das Gorillatrekking läßt sich dort mit Schimpansen, einer klassischen Safari und weiteren Landschaften verbinden. Ruanda eignet sich besonders für kurze und komfortable Reisen, weil der Volcanoes-Nationalpark von Kigali vergleichsweise schnell erreichbar ist.
Was kostet ein Gorilla-Permit?
Das reguläre Gorilla-Permit kostet in Uganda 800 US-Dollar pro Person. Im April, Mai und November gilt für internationale Reisende ein ermäßigter Preis von 600 US-Dollar. Diese vergünstigten Permits können nicht umgebucht werden.
In Ruanda kostet das Gorilla-Permit 1.500 US-Dollar pro Person. Unterkunft, Transport, Porter und Trinkgelder sind in beiden Ländern zusätzlich zu bezahlen.
Wie viel kostet eine vollständige Gorilla-Trekking-Reise?
Eine viertägige private Gorilla-Reise in Uganda kostet in der Mittelklasse ungefähr 1.800 bis 2.700 Euro pro Person. Für eine vergleichbare Reise in Ruanda sollte man ungefähr 2.600 bis 3.800 Euro pro Person einplanen.
Die tatsächlichen Kosten hängen von der Unterkunft, der Zahl der Reisenden, der Anreiseroute und der Saison ab. Internationale Flüge sind in diesen Orientierungswerten nicht enthalten.
Wie lange dauert das Gorillatrekking?
Die Suche nach den Gorillas kann weniger als eine Stunde oder einen großen Teil des Tages dauern. Nachdem die Gorillafamilie erreicht wurde, darf die Besuchergruppe gewöhnlich eine Stunde bei den Tieren verbringen.
Die Dauer kann nicht genau vorhergesagt werden, weil sich die Gorillas frei durch den Wald bewegen.
Wie viele Tage benötigt man für eine Gorilla-Reise?
Eine Gorilla-Trekking-Reise sollte mindestens vier Tage dauern. Fünf Tage ermöglichen einen entspannteren Reiseverlauf. Wer Gorillas und Schimpansen kombinieren möchte, sollte etwa sieben Tage einplanen. Für Gorillas, Schimpansen und eine klassische Safari sind zehn bis vierzehn Tage sinnvoll.
Konkrete Beispiele findet Ihr in unserem Vergleich der Gorilla-Trekking-Routen von 4 bis 21 Tagen.
Wie anstrengend ist ein Gorilla-Trekking?
Ein Gorilla-Trekking kann körperlich anspruchsvoll sein. Die Wanderung führt über unebene, teilweise steile und rutschige Wege durch dichte Vegetation. Die tatsächliche Schwierigkeit hängt von der Position der Gorillafamilie, dem Wetter und der gewählten Trekkingregion ab.
Eine normale Grundkondition ist in vielen Fällen ausreichend. Regelmäßiges Wandern, Treppensteigen und Training auf Steigungen erleichtern das Erlebnis erheblich. Ausführliche Erfahrungsberichte findet Ihr im Artikel Ist das Gorillatrekking anstrengend?.
Welches Mindestalter gilt für das Gorillatrekking?
Das Mindestalter für ein Gorillatrekking beträgt in Uganda und Ruanda 15 Jahre. Jüngere Kinder dürfen normalerweise nicht teilnehmen, auch wenn sie körperlich fit und an lange Wanderungen gewöhnt sind.
Wann ist die beste Reisezeit?
Gorillatrekking ist grundsätzlich das ganze Jahr über möglich. Die trockeneren Monate von Juni bis September sowie von Mitte Dezember bis Ende Februar bieten gewöhnlich angenehmere Wanderbedingungen.
Im April, Mai, Oktober und November muß häufiger mit Regen, Schlamm und rutschigen Wegen gerechnet werden. Dafür sind weniger Reisende unterwegs. Für Uganda gibt es im April, Mai und November außerdem ermäßigte Gorilla-Permits.
Weitere Einzelheiten enthält unser Monatsguide zur besten Reisezeit für Uganda.
Muß das Gorilla-Permit im Voraus gebucht werden?
Ja. Die Zahl der täglich verfügbaren Permits ist begrenzt. Besonders für die beliebten Monate sollten die Genehmigungen mehrere Monate im Voraus reserviert werden.
In Uganda können Permits seit dem 15. März 2026 nur noch durch vollständige Bezahlung gesichert werden. Eine unverbindliche Reservierung für sieben Tage ist nicht mehr möglich.
Kann man sich eine bestimmte Gorillafamilie aussuchen?
Normalerweise nicht verbindlich. Die Zuteilung erfolgt am Morgen des Trekkings und richtet sich nach der aktuellen Position der Gorillafamilien, der Verfügbarkeit und möglichst auch nach der körperlichen Verfassung der Teilnehmer.
Wer eine kürzere oder weniger anspruchsvolle Wanderung benötigt, sollte dies bereits bei der Reiseplanung und nochmals beim morgendlichen Briefing mitteilen. Eine bestimmte Trekkingdauer kann trotzdem nicht garantiert werden.
Wie viele Personen besuchen eine Gorillafamilie?
Beim gewöhnlichen Gorillatrekking besteht eine Besuchergruppe normalerweise aus höchstens acht Personen. Jede Gruppe wird von Rangern und Fährtenlesern begleitet.
Die Begrenzung soll die Belastung für die Gorillas reduzieren und eine kontrollierte Begegnung ermöglichen.
Wie nahe darf man an die Gorillas herangehen?
Nach den aktuellen Regeln soll ein Mindestabstand von zehn Metern eingehalten werden. Die Gorillas kennen diese Regel allerdings nicht und können sich selbst den Besuchern nähern.
In diesem Fall müssen die Anweisungen der Ranger befolgt werden. Besucher dürfen die Tiere nicht berühren, verfolgen oder den Weg einer Gorillafamilie blockieren.
Was geschieht, wenn man am Trekkingtag krank ist?
Menschen mit Erkältung, Grippe, Fieber oder einer anderen ansteckenden Erkrankung dürfen die Gorillas nicht besuchen. Gorillas sind eng mit dem Menschen verwandt und können sich mit menschlichen Krankheitserregern infizieren.
Erkältungssymptome sollten deshalb sofort dem Guide oder den Parkmitarbeitern gemeldet werden. Der Schutz der Gorillas hat Vorrang vor dem persönlichen Reiseplan.
Welche Kleidung benötigt man?
Empfehlenswert sind:
- Wasserdichte und bereits eingelaufene Wanderschuhe.
- Lange Wanderhose.
- Langärmliges Oberteil.
- Leichte Regenjacke.
- Gamaschen oder lange, in die Socken gesteckte Hosenbeine.
- Garten- oder Trekkinghandschuhe.
- Kleiner Tagesrucksack mit Regenschutz.
- Ausreichend Wasser.
- Insektenschutz und Sonnenschutz.
Helle oder neutrale Farben sind praktischer als sehr auffällige Kleidung. Ein leichter Pullover kann am frühen Morgen in den hoch gelegenen Trekkingregionen ebenfalls sinnvoll sein.
Sollte man einen Porter buchen?
Ja. Ein Porter trägt den Tagesrucksack und hilft an steilen oder rutschigen Stellen. Diese Unterstützung ist auch für körperlich fitte Reisende sinnvoll.
Die Beschäftigung eines Porters schafft außerdem ein direktes Einkommen für Menschen aus den Gemeinden rund um den Nationalpark.
Darf man die Gorillas fotografieren?
Fotografieren ist erlaubt, Blitzlicht jedoch nicht. Wegen des dichten Waldes und der häufig schwierigen Lichtverhältnisse sind lichtstarke Objektive besonders hilfreich.
Kameras und Objektive sollten gegen Regen und Feuchtigkeit geschützt werden. Während der Begegnung sollte man trotzdem nicht ausschließlich durch den Sucher schauen: Die Beobachtungszeit ist begrenzt und vergeht erstaunlich schnell.
Ist die Beobachtung der Gorillas garantiert?
Die Erfolgsquote bei einem Trekking zu habituierten Gorillafamilien ist sehr hoch. Eine absolute Garantie kann es bei frei lebenden Tieren jedoch nicht geben.
Ranger und Fährtenleser beobachten die Bewegungen der Familien und suchen bereits vor der Ankunft der Besucher nach ihrer aktuellen Position. Wetter, Gelände oder unvorhersehbares Verhalten der Tiere können das Trekking dennoch beeinflussen.
Was ist die Gorilla Habituation Experience?
Bei der Gorilla Habituation Experience begleiten Besucher Ranger und Forscher zu einer Gorillafamilie, die schrittweise an die Anwesenheit von Menschen gewöhnt wird. Nach dem Auffinden der Gruppe ist eine längere Beobachtungszeit möglich als beim gewöhnlichen Gorillatrekking.
Die Aktivität wird in Uganda angeboten und ist besonders für Fotografen und Reisende interessant, die sich intensiv mit dem Verhalten der Berggorillas beschäftigen möchten. Das Permit kostet derzeit 1.500 US-Dollar und steigt ab dem 1. Januar 2027 auf 1.800 US-Dollar.
Kann man Gorillas und Schimpansen auf einer Reise beobachten?
Ja. In Uganda läßt sich ein Gorillatrekking im Bwindi Impenetrable Forest gut mit einem Schimpansen-Trekking im Kibale Forest verbinden.
Für diese Kombination sollte man mindestens sieben Tage einplanen. Mit zehn bis vierzehn Tagen kann zusätzlich eine Safari im Queen Elizabeth-Nationalpark integriert werden.
Kann man Uganda über Kigali erreichen?
Ja. Besonders die südlichen Bwindi-Regionen Rushaga und Nkuringo lassen sich gut über Kigali und die Grenze zu Uganda erreichen. Diese Route ist für kurze Gorilla-Reisen häufig praktischer als eine Anreise über Entebbe.
Bei der Planung müssen jedoch Grenzformalitäten, Einreisebestimmungen und die Lage der gebuchten Unterkunft berücksichtigt werden.
Welche Bwindi-Region ist die beste?
Buhoma eignet sich besonders für klassische Uganda-Rundreisen über den Queen Elizabeth-Nationalpark. Ruhija ist für Vogelbeobachter und ruhigere Reisen interessant. Rushaga bietet eine große Auswahl an Trekkingmöglichkeiten und ist gut über Kigali erreichbar. Nkuringo empfiehlt sich für sportliche Reisende und Landschaftsliebhaber.
Die beste Region ist diejenige, bei der Permit, Unterkunft und Reiseroute sinnvoll aufeinander abgestimmt sind.
Über die Autorin
Cristina Sanchez ist Gründerin von Natouralist und plant individuelle Natur- und Safarireisen nach Afrika. Uganda und die Berggorilla-Regionen im Südwesten des Landes gehören seit vielen Jahren zu ihren wichtigsten Reisezielen. Die Empfehlungen dieses Guides beruhen auf persönlicher Reiseerfahrung, der Planung individueller Uganda-Reisen und der Zusammenarbeit mit Unterkünften, Guides und lokalen Partnern.
Individuelle Gorilla-Reise nach Uganda oder Ruanda planen
Natouralist plant private Gorilla-Reisen, die sich nach Eurer verfügbaren Reisezeit, Kondition und den gewünschten Tierbeobachtungen richten. Je nach Interesse kann das Gorillatrekking mit Schimpansen im Kibale Forest, einer Safari im Queen Elizabeth-Nationalpark oder einigen ruhigen Tagen am Lake Mutanda verbunden werden.
Statt einer vorgegebenen Gruppenreise entsteht eine individuelle Route mit sorgfältig ausgewählten Unterkünften, privatem Fahrzeug und genügend Zeit für Tierbeobachtungen.
Offizielle Quellen
- Uganda Wildlife Authority: aktuelle Tarife und Permits
Offizielle Informationen zu Gorilla- und Schimpansen-Permits, Nationalparkgebühren, Trekkingregeln und saisonalen Sondertarifen. - Uganda Wildlife Authority: Tarifänderungen 2026–2027
Offizielle Mitteilung zu den ermäßigten Permitpreisen im April, Mai und November sowie zu den ab dem 1. Januar 2027 geltenden Tarifen. - Uganda Wildlife Authority: Conservation Tariff July 2024–June 2026
Vollständige Tarifübersicht mit Preisen für Gorillatrekking, Schimpansen-Trekking, Bootssafaris, Goldmeerkatzen-Trekking und weitere Aktivitäten. - Visit Rwanda: Gorilla Tracking
Offizielle Informationen zum Gorillatrekking im Volcanoes-Nationalpark, zum Permitpreis, zum Mindestalter, zu den Gorillafamilien und zum Ablauf des Trekkings. - UNESCO: Bwindi Impenetrable National Park
Informationen zur ökologischen Bedeutung, Biodiversität und zum Schutzstatus des Bwindi Impenetrable Forest.








Ein Kommentar