Welche Impfungen sind für Indien notwendig und welche nicht, verraten wir Euch hier.

Ihr habt Euch zu einer Reise nach Indien entschlossen und steht vor der großen Frage, welche Impfungen Ihr vor Eurer Indien Reise machen solltet.

Ich verstehe Eure Unsicherheit.

Man braucht nur in einem Reiseführer das Kapitel über Gesundheit aufzuschlagen, um bei der Ansicht der langen Liste von Krankheiten, die man auf einer Indien Reise einfangen kann, um schwindelig zu werden.

Malaria, Typhus, Cholera, Enzephalitis, Denguefieber, Hepatitis… die Liste der Krankheiten, die Indien plagen, scheint endlos zu sein.

Aber verzweifelt nicht. Ihr müsst Euch nicht vierzig Mal impfen lassen, um gut geschützt zu sein.

In diesem Artikel gehen wir der Frage nach, gegen welche potenziell gefährlichen Krankheiten man sich vor einer Reise nach Indien unbedingt impfen lassen sollte und welche Impfungen man ignorieren kann.

Fangen wir an.

Wie man seine Tigersafari in Indien wie en Profi plant

Zuallererst: Wie ist die Gesundheitsversorgung in Indien überhaupt?

Ich bitte Euch, Euch ein Krankenhaus in Indien vorzustellen.

Wahrscheinlich habt Ihr im Kopfdüstere Bilder von überfüllten Etagenbetten, mit halb verwahrlosten Patienten, bröckelnden Wänden, alten und schmutzigen Schränken und Böden voller Kakerlaken.

Aber ich versichere Euch, dass dies nicht zutrifft.

Indien verfügt über ein gut ausgebautes privates Gesundheitssystem und ein ausgedehntes Netz erstklassiger privater Krankenhäuser und Kliniken, die denen im Westen im Nichts nachstehen.

Auf Eurer Indien Reise werdet Ihr nie zu fern von einem guten Krankenhaus sein, in dem Ihr behandelt werden könnt.

Vor einer Indien Reise: Schließt eine gute private Reisekrankenversicherung ab

Es ist äußerst wichtig, dass Ihr vor Eurer Indien Reise eine private Reisekrankenversicherung abschließt, die alle medizinischen Eventualitäten abdeckt, die während der Reise auftreten können, einschließlich Notfall-Evakuierung.

Die Versicherungsprodukte von Ergo sind sehr umfassend.

Sie bieten ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis an und auch die Möglichkeit, eine zusätzliche Coronaversicherung abzuschließen, die es ermöglicht, die Reise kostenlos zu stornieren, wenn man kurz vor der Reise nach Indien an Corona erkrankt.

Liste der wichtigsten Impfungen für eine Indien Reise

Hepatitis A

Wenn es eine Impfung gibt, die jeder Reisende, der in ein Entwicklungsland reist, machen lässt, dann diese.

Hepatitis A ist eine Lebererkrankung, die durch den Verzehr von kontaminierten Lebensmitteln oder Wasser übertragen wird.

Die Impfung gilt 10 Jahre lang (oder länger) und hat eine 100-prozentige Wirksamkeit.

Obwohl das Risiko für Touristen der Mittelklasse, die in Restaurants essen und trinken, in denen ein hohes Maß an Hygiene eingehalten wird, minimal ist, empfehle ich die Impfung auf jeden Fall.

Hepatitis B

Diese Impfung wird oft in Kombination mit Hepatitis A überreicht.

Hepatitis B wird sexuell übertragen, und obwohl sie bei Reisenden nicht so häufig auftritt, so ist es ratsam, sich auch gegen Hepatitis B impfen zu lassen, zudem man beide Hepatitis Impfungen in einem einzigen Stich verabreicht werden.

Diphtherie, Polio, Tetanus und Keuchhusten (Pertussis)

Mit 99-prozentiger Wahrscheinlichkeit seid Ihr bereits gegen all diese Krankheiten geimpft, die auf der WHO-Liste der Pflichtimpfungen stehen, aber ich schreibe sie hier nur für den Fall auf.

Und das war’s!

Drei Impfungen, die 90 % der Krankheiten abdecken, mit denen Ihr während Eurer Indien Reise zu tun haben könntet.

Weitere zu berücksichtigende Impfungen für Eure Indien Reise

Tollwut

Dies ist eine ernste Krankheit. Wenn Tollwut nicht innerhalb kürzester Zeit (48 Stunden nach der Infektion) behandelt wird, ist der Tod 100%ig sicher.

Indien bricht jedes Jahr den Weltrekord an Tollwut-Todesfällen, aber seien wir ehrlich: Das Risiko, dass sich ein normaler Reisender während seiner Indien Reise mit Tollwut infiziert, ist minimal.

Natürlich gibt es viele streunende Hunde und Affen (beide potenzielle Überträger der Krankheit sind), aber die Wahrscheinlichkeit, von einem infizierten Tier gebissen zu werden, ist für einen Touristen lächerlich gering, es sei denn, man arbeitet in Indien als Tierarzt oder Ähnliches.

Denkt auch daran, dass Indien über ein riesiges Netz von gut ausgestatteten Krankenhäusern und Kliniken verfügt, so dass man im Fall eines Bisses es nie zu weit von einem Krankenhaus mit dem Impfstoff entfernt sein wird.

Ich glaube nicht, dass eine Tollwutimpfung für Indien unbedingt erforderlich ist.

Es gibt jedoch eine Ausnahme: wenn man nach Ladakh oder in andere Provinzen im fernen Himalaya reist.

Tibetische Hunde sind große und aggressive Tiere, und die Region ist furchtbar isoliert. Ein Zusammenstoß mit einem tollwütigen Hund in Ladakh kann Euer Leben ernsthaft gefährden.

Spielt daher nicht mit dem Feuer: Wenn Ihr plant, in ein sehr abgelegenes Gebiet im Himalaya zu reisen, impft Euch gegen Tollwut.

Die Impfung ist zwar teuer (einige Versicherungen übernehmen sie heutzutage), und ihre Wirkung hält nur 2 Jahre, aber sie kann Euer Leben retten.

Typhus

Auch hier haben wir es mit einer Krankheit zu tun, die durch den Genuss von verunreinigtem Wasser verursacht wird.

Bis vor nicht allzu langer Zeit war diese Krankheit in Südeuropa endemisch (meine Großmutter und meine Eltern litten beide daran).

Und in Indien wütet Typhus immer noch.

Es gibt zwar einen Impfstoff gegen das Virus, aber er ist nicht sehr wirksam (er bietet vielleicht 40-50 % Schutz gegen die Krankheit), und das disqualifiziert ihn meiner Meinung nach ein wenig als Impfung.

Außerdem: Welcher normale Tourist läuft schon die Gefahr, verseuchtes Wasser zu trinken?

Für normale Touristen, die nicht unbedingt als Freiwilligen in ein ländliches Gebiet nach Indien reisen, sehe ich keine Notwendigkeit für eine Typhus-Impfung.

Die beste Reisezeit für eine Indien-Safari.

Gegen diese Krankheiten in Indien gibt es keine Impfung

Magen-Darm

Die wahrscheinlichste Krankheit, mit der man auf einer Indienreise konfrontiert wird, ist eine Gastroenteritis oder Magenentzündung, die mit Durchfall, Erbrechen und Unwohlsein einhergeht.

Magen-Darm-Erkrankungen lassen sich in Indien oft nicht vermeiden, und dagegen kann man sich auch nicht impfen.

Jeder, der einen empfindlichen Magen hat, wird in Indien ernsthaft darunter leiden.

Das scharfe Essen und die ständige Mischung verschiedener Gewürze in jeder Mahlzeit sind für den Magen eine Bombe. Reizungen der Magenwände und eine Entzündung des Darms sind die Folge.

Um die Säure zu bekämpfen, produziert der Magen eine enorme Menge an Magensäften, die der Körper in Form von Durchfall ausscheidet.

Montezumas Rache ist ein chronisches Leiden für jeden Indienreisenden, und wenn es auftritt, kann man nichts anderes tun, als eine Tablette gegen die Säure einzunehmen, viel zu trinken, nichts zu essen, Paracetamol einzunehmen, und Immodium (ein Mittel gegen Durchfall), um Durchfall unterwegs zu unterbinden.

Dengue

Wie Malaria ist auch Dengue eine von Mücken übertragene Krankheit. Im Gegensatz zur Malaria sticht die Dengue-Mücke jedoch tagsüber und nicht nachts.

Da es keinen Impfstoff gegen Dengue gibt, ist es wichtig, sich unbedingt vor Mückenstichen zu schützen.

Dengue ist eine äußerst unangenehme, aber nicht gefährliche Krankheit, die sich durch hohes Fieber und starke Körperschmerzen auszeichnet. Die Krankheitssymptome halten zwei Wochen an und gehen von selbst wieder vorbei.

Am besten vermeidet man es, von Mücken gestochen zu werden.

In Kerala oder die feuchteren nördlichen oder nordöstlichen Teile Indiens, wird man wahrscheinlich irgendwann mit Moskitos zu tun haben. Nicht so sehr, wenn Eure Reise nach Zentralindien oder Rajasthan führt.

Sprüht Eure Arme und Beine mit einem Mückenschutzmittel stets ein, und da seid Ihr auf der sicheren Seite.

Und was ist mit Malaria?

Glücklicherweise ist Malaria in Indien nicht endemisch.

Es gibt zwar Teile des Subkontinents, in denen sie gelegentlich auftritt, aber die allgemeine Empfehlung lautet, Malariamittel nur für den Fall der Fälle bei sich zu tragen und sie nicht prophylaktisch einzunehmen.

Malaria hat eine sehr lange Inkubationszeit und es ist sehr wahrscheinlich, dass man erst zu Hause Symptome bekommt.

Solltet Ihr während Eurer Indien Reise Fieber kriegen, fahrt in die nächste Klinik, um dort anhand eines schnellen Bluttestes festzustellen, ob es sich um Malaria handelt oder nicht.

In Indien ist es nicht nötig, sich selbst gegen Malaria zu behandeln!

Befolgt sonst wie immer die Anweisungen, um sich mechanisch gegen Malaria zu schützen.

Tragt nachts lange Ärmel und lange Hosen. Malaria übertragende Mücken sind in der Abend- und Morgendämmerung am aktivsten.

Besprüht Eure ungeschützte Haut mit einem Mückenspray, das mindestens 30 % oder mehr DEET enthält.

In Indien ist es nicht üblich, unter einem Moskitonetz zu schlafen. Macht Ihr Euch keine Sorgen, wenn Euer Zimmer nicht mit einem Moskitonetz ausgestattet ist, Ihr braucht keins!

Malariaprophylaxe auf Safari: ja oder nein?

Was ist mit der Corona-Impfung?

Glücklicherweise ist ab 2023 keine Coronavirus-Impfung mehr für die Einreise nach Indien erforderlich.

Wann sollte man mit den Impfungen vor einer Indien-Reise anfangen?

Viele der Impfungen gegen verschiedene Tropenkrankheiten werden erst 2 Wochen nach Verabreichung wirksam.

Es ist daher ideal, mit den entsprechenden Impfungen 6 bis 8 Wochen vor der Reise zu beginnen.

Konsultiert vor der Indien Reise Euren Arzt betreffend Impf-Beratung

Nehmt diesen Artikel nicht auf das Wort. Es handelt sich lediglich um einen Meinungsartikel!

Vor einer Reise nach Indien solltet Ihr immer einen auf Tropenkrankheiten spezialisierten Arzt aufsuchen.

Hier könnt Ihr einen solchen finden.

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