Tansania Safari-Route im Süden Tansanias: Ruaha & Nyerere

Beispiel für die beste Safari-Route im Süden Tansanias:
| Tag | Ort / Aktivität |
|---|---|
| 1 | Ankunft in Daressalam |
| 2–4 | Nyerere Nationalpark |
| 5 | Flug nach Ruaha |
| 6–8 | Ruaha Nationalpark |
| 9 | Rückkehr nach Daressalam |
Gesamtdauer: 8–9 Tage
Es ist nicht leicht, sich mit einer anderen Safari im Süden Tansanias auseinanderzusetzen.
Anders als im Norden, wo alle Wege in die Serengeti zu führen scheinen, erfordert der Süden von Tansania von ihren Reisenden ein wenig mehr Anstrengung. Nur so wird es möglich sein, die bestmögliche Reiseroute durch die Parks im Südtansania auszuwählen.
Der Norden Tansanias ist wie ein offenes Buch. Man weiß, dass die Protagonisten hier die Serengeti, die große Migration, der Kilimanjaro und die Massai sind. Um den Süden des Landes zu verstehen, braucht Ihr guter Rat, das Euch seine nicht so offensichtlichen Schätze offenbart.
Aber Ihr müsst nicht sofort den nächsten Buchladen auf der Suche passender Literatur stürmen. In diesem Artikel gebe ich Euch mein Insider-Wissen einfach so weiter, um Euch zu helfen, die Route durch die Nationalparks im Süden Tansanias richtig zu wählen. Dabei werde ich auch für Euch einige kleine Tricks meiner Expertise enthüllen, die Euch den Aufenthalt in diesen Parks so angenehm, interessant und kosteneffektiv wie möglich machen werden.

Dabei werden wir Parks wie Nyerere (Selous), Mikumi, Udzungwa und Ruaha besuchen. Ich zeige Euch, wie man am besten hinkommt, wie man sich am effektivsten zwischen den Parks bewegt und welche meine Lieblingsunterkünfte in diesen Parks sind.
Die Reise kann beginnen.
Welche Nationalparks gehören zum südlichen Safari Circuit in Tansania?
Nyerere Nationalpark (ehemals Selous)
Der Nyerere Nationalpark ist der größte Nationalpark Afrikas und liegt südlich von Dar es Salaam im Zentrum des südlichen Safari Kreises Tansanias. Der Park wird vom mächtigen Rufiji Fluss geprägt, der eine vielfältige Landschaft aus weiten Savannen, Seen, Flusssystemen und Miombo Wäldern formt. Im Nyerere Nationalpark könnt ihr einige Erlebnisse machen, die in anderen Nationalparks Tansanias selten sind.
Dazu gehören Bootsafaris auf dem Rufiji Fluss und geführte Wandersafaris.
Gleichzeitig habt ihr sehr gute Chancen viele große Tiere zu beobachten, darunter große Elefantenherden, Löwen, Leoparden, Büffel sowie eine der letzten Populationen des vom Aussterben bedrohten Afrikanischen Wildhundes.
Ruaha Nationalpark
Der Ruaha Nationalpark ist der größte Nationalpark Tansanias und eines der wildesten und am wenigsten besuchten Safari Ziele in Ostafrika.
Das Ökosystem des Parks wird vor allem vom Great Ruaha River geprägt. Besonders in der Trockenzeit wird dieser Fluss zu einer wichtigen Wasserquelle für Wildtiere, weshalb sich große Tiergruppen entlang des Flusses versammeln. Ruaha ist außerdem bekannt für seine große Löwenpopulation, die häufig in außergewöhnlich großen Rudeln vorkommt. Auch Leoparden, Geparden und große Elefantenherden leben hier.
Da Ruaha in einer Übergangszone zwischen ostafrikanischen und südafrikanischen Ökosystemen liegt, besitzt der Park eine außergewöhnlich hohe Artenvielfalt mit über 500 Vogelarten und zahlreichen Antilopenarten.
Mikumi Nationalpark
Der Mikumi Nationalpark liegt an der wichtigen Verkehrsverbindung zwischen Dar es Salaam und Ruaha und wird oft als Teil einer Safari durch den Süden Tansanias besucht.
Die offene Savannenlandschaft des Parks erinnert an einige Regionen der Serengeti, wodurch Wildtiere oft leichter zu beobachten sind als in abgelegeneren Parks. Viele Reisende sehen hier Giraffen, Zebras, Büffel, Elefanten und Löwen, die sich über die weiten Grasflächen der Mkata Ebene bewegen.
Durch seine Lage nahe der Hauptstraßen ist Mikumi einer der am leichtesten erreichbaren Nationalparks im südlichen Safari Circuit.
Udzungwa Mountains Nationalpark
Der Udzungwa Mountains Nationalpark unterscheidet sich stark von den klassischen Savannenparks im Süden Tansanias.
Statt offener Savannen findet ihr hier einen dichten tropischen Regenwald mit steilen Bergen, tiefen Schluchten und einer außergewöhnlich hohen biologischen Vielfalt. Besonders bekannt ist der Park für seine endemischen Primatenarten, darunter der Iringa Rote Colobus und der Sanje Mangabey. Im Gegensatz zu fast allen anderen Nationalparks Tansanias wird Udzungwa nicht hauptsächlich mit dem Fahrzeug erkundet.
Stattdessen entdeckt ihr den Park zu Fuß auf einem gut ausgebauten Netz von Wanderwegen, was eine ganz andere und sehr intensive Naturerfahrung ermöglicht.
Die meisten Reiserouten durch den Süden von Tansania beginnen in Dar es Salaam.

Wir wollen die Stadt eigentlich schnellstmöglich verlassen, denn Dar es Salaam ist ein riesiges, verschmutztes Moloch, weit entfernt von den Safarivorstellungen, die die meisten von uns im Kopf haben. Also spätestens nach einer Nacht sind wir von hier weg. Nun, wie kommt man am besten in die Safarigebiete hin?
Ein Blick auf die Karte verrät: der nächstliegende Nationalpark ist der Nyerere (bis vor 2021 hieß der Park noch Selous, also werdet Ihr auf diesen Namen womöglich oft in der Reiseliteratur und auf Euren Recherchen im Internet stoßen.) Es ist fällt schnell auf, dass man den Park relativ zügig von Dar es Salaam aus Überland erreichen kann.
Überland oder als Flyin: Wie reist man im Süden von Tansania am besten?

Die meisten Safaricamps im Süden von Tansania (auf jedem Fall alle, die ich gut und ohne Gewissensbisse empfehlen kann) bieten zwei Preise an: Vollpensionspreise, wo nur Unterbringung und drei Mahlzeiten enthalten sind (relativ günstig) und Game Package Preise, wo alles, selbst die Aktivitäten und Getränke, im Preis enthalten sind (relativ teuer.)

Preisfüchse werden hier gleich sich für die erste Option entscheiden. Doch halt! Denn genau hier lauert der erste Stolperstein auf Eurer Traumsafari durch Südtansania. Denn anders als im Norden Tansanias, wo man sich einfach einen Jeep mit Guide in Arusha nimmt und gleich mit ihm auf Safari fährt, wäre dieselbe Handlung im südlichen Teil des Landes ein großer Fehler.
Der Grund? Nun, die Guides aus Dar es Salaam kennen sich einfach nicht gut genug in den Nationalparks des Südens des Landes aus. Dies mag ja erstaunlich sein, denn Parks wie Nyerere (Selous) oder Mikumi sind nur ein Steinwurf von der tansanischen Hauptstadt entfernt. Vielleicht weil Dar es Salaam, im Gegensatz zu Arusha, noch nie eine Hochburg für den Safaritourismus war, entscheiden sich die jungen Leute der Hauptstadt für einen modernen, urbanen Beruf im Büro eher, als sich als Safariguides ausbilden zu lassen. Aber es ist wirklich nun so.
Bitte versteht Ihr mich nicht falsch. Dies heißt keineswegs, dass man überhaupt keine Guides in Dar es Salaam findet, die man theoretisch anheuern könnte. Eine schnelle Suche im Google entpuppt so einige lokale Veranstalter, die so was tun.
Aber ein sehr wichtiger Grund spricht dafür, sich
NIEMALS FÜR EINEN GUIDE AUS DAR ES SALAAM zu entscheiden.

Die Parks sind im Gegensatz zu den berühmten Nationalparks im Norden des Landes als relativ schwer einzustufen. Wie geht das? Nun, die Tierwelt präsentiert sich im Süden nicht so schnell wie im Norden. Dichte Vegetation, scheuere Tiere und niedrigeren Konzentrationen vom Wild fordern so einiges von de Safariguides ab. Im Norden kann so gut wie jeder als Safariguide fungieren, denn die Tierwelt hier ist derart offensichtlich, dass die Guides oft sich überhaupt nicht anstrengen müssen. Spätestens im Süden von Tansania erfährt man, wie gut (oder eben wie schlecht) sein Safariguide ist. Und glaub mir: Ihr werdet hier einen guten Safariguide nicht missen wollen. Denn sonst riskiert Ihr, stundenlang auf staubigen Pisten zu fahren, ohne überhaupt nichts zu sehen.
Heißt dies also, dass man auf einer Reiseroute durch den Süden von Tansania NUR die Game Package Preise der Lodges buchen kann?
Nein.
Das heißt, dass wir Guides aus Dar es Salaam nicht empfehlen. Wenn man aus Kostengründen sich für eine Safari mit dem selbst mitgebrachten Guide entscheidet, tut das am besten, in dem er diesen Guide aus Iringa nimmt. Iringa ist eine angenehme kleine Provinzstadt direkt vor den Toren des Ruaha Nationalparks. Safariguides von dort kennen sich daher automatisch und garantiert besser (aber eben auch nicht so gut wie die Lodgeeigene Guides) als die sogenannten Safariguides aus Dar es Salaam aus, die vielleicht nur sporadisch auf Pirsch fahren.
Und sind die Guides aus Iringa gut genug?
Unsere Guides aus Iringa sind erfahren und gut, aber nicht ganz auf Augenhöhe wie die Top Safariguides von Mwagusi, Mdonya Old River oder Lake Manze. Wenn Ihr sehr viel Wert auf die bestmögliche Safariführung legt, und Euch dabei der Preis nicht so wichtig ist, würde ich mich immer für die teureren Games Package-Preise entscheiden. Bitte beachtet da aber, dass man auf Pirsch mit anderen 4-5 Lodgegästen geschmissen wird.

Es ist zeitlich effektiv und es kostet auch nicht so viel, einen Cessnaflug von Dar es Salaam nach Nyerere zu nehmen. Safarifluganbieter wie Coastal oder Air Auric fliegen die Strecke mehrmals am Tag für ca. 200 USD. An der Landebahn angekommen, wartet Euer Guide aus Iringa auf Euch, um zusammen mit Euch das Abenteuer zu beginnen.
Die fantastischste, fabelhafteste Reiseroute durch den Süden Tansania, die selbst Eure Träume übertreffen wird

1. Erste Station auf der Reiseroute durch den Süden Tansania: Nyerere (ehemals Selous)

Wir haben endlich den ersten Park erreicht und sind mitten im Busch. Von diesem Moment an kommen die guten Dinge und man beginnt, die erste Kontakte mit der Tierwelt im Süden Tansanias zu knüpfen. Euch fällt sofort ein, wie wenige Tiere es hier im Vergleich zum Ngorongoro oder zur Serengeti gibt. Aber der Schein trügt natürlich. Giraffen und Impalas sind allgegenwärtig, bei Pirschfahrten am Nachmittag sieht man oft kleine Elefantenherden durch das Gebüsch am Pistenrand und früh morgens ertappt man oft ein Löwenrudel auf seinem Weg nach Hause nach der nächtlichen Jagd.

Im Nyerere muss man -wie überall auf Safari- früh aus den Federn raus. Nach einer Tasse Kaffee oder Tee steigt man sofort in den Jeep ein. Die Tierbeobachtung kann beginnen! Die Rückkehr ins Camp erfolgt zwischen 11.00 und 12.00 Uhr. Um 13:00 Uhr wird das Mittagessen serviert, gefolgt von einer kleinen Siesta. Falls der Hunger bald wieder zuschlägt (was eher unwahrscheinlich ist) trinkt man nachmittags noch einen Kaffee mit Keksen, bevor man gegen 15:00 Uhr nochmal auf Safari geht.
Die große Besonderheit Nyereres ist vom Wasser umgeben worden zu sein. Hier hat man die einzigartige Möglichkeit, eine Bootssafari auf seinen Seen zu machen und so eine andere Perspektive auf die Tierwelt im Süden Tansanias zu gewinnen.

Wo kann man im Nyerere Nationalpark übernachten?
Für mich ist das simple, bodenständige Lake Manze Camp die beste Unterkunft im Nyerere. Die Zelte sind einfach, aber ausreichend. Es ist nicht ungewöhnlich, eine Herde Elefanten oder Löwen als Ehrengäste im Camp zu haben, besonders in den Monaten, in denen der Wassermangel am akutesten ist.

- Buche eine Bootsfahrt
Bei Vollpensionspreisen im Lake Manze sind die Aktivitäten nicht inklusive. Bootsfahrten kann man allerdings gegen Extrapreis dazu buchen, was wir auch dringend empfehlen. Vom kleinen Boot aus sind große Vogelkolonien, Elefantenherden, die den See überqueren, Gruppen von Flusspferden und vor allem Krokodile zu sehen.
- So viel kostet Nyerere
Der Eintritt in den Park kostet 90 Dollar pro Tag. Eine Übernachtung pro Person im Lake Manze Camp kostet etwa 350 Dollar pro Tag, einschließlich aller 3 Mahlzeiten. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, eine Bootsfahrt dazu zu buchen, die für 81 Dollar pro Person zu haben ist.
2. Zweite Reisestation auf der Reiseroute durch den Süden Tansanias: Mikumi und Udzungwa

Nachdem einem Besuch von Nyerere, machen wir uns auf den Weg in den Mikumi-Nationalpark. Beide Parks sind etwa 7 Stunden voneinander entfernt. Diese Tour wird auf dem Langweg empfohlen.
Mikumi ist kein sehr großer Park. Ihre kleine Größe fällt vor allem beim Vergleich mit seinen gigantischen Nachbarn Nyerere und Ruaha aus. Auch die Tierwelt Mikumis kann mit der Tierwelt der beiden bekannteren Parks nicht mithalten. Elefanten sind zwar zahlreich vertreten, aber den König der Savanne aufzuspüren fällt deutlich schwerer auf.
Wo kann man im Nyerere Nationalpark übernachten?
Meine Lieblingslodge in Mikumi ist die schöne Stanley’s Kopje Lodge.

Es mag vielleicht vielen überraschen, dass man Mikumi so viel Zeit widmet wie Nyerere, aber die drei Nächte hier sind gut gerechtfertigt. Nach der langen Anreise von Nyerere kommt man sowieso abends an, da ist einfach vom Tag nicht viel übrig. Den zweiten Tag widmen wir dem Besuch von Mikumi. Der dritte Tag ist der Exkursion zum benachbarten Udzungwa Nationalpark vorenthalten, einem schönen Urwald, der Teil einer riesigen Gebirgskette war, die sich einst bis an den Norden Tansanias erstreckte. Die anstrengende, aber sehr lohnende Wanderung zum Sanje Wasserfall eröffnet Einblicke in die faszinierende, dschungelartige Vegetation von Udzungwa und entschädigt mit einem traumhaften Blick. Mit etwas Glück kann man in Udzungwa einige im Park endemische Primatenarten beobachten.


- Bleibe im Park
Die Preislevels sind in Mikumi im Vergleich zu den sonst gehobenen Preisstandards im Süden von Tansania relativ moderat. Es lohnt sich, ein Camp mitten im Park zu nehmen.
- So viel kostet Mikumi
Der Preis für Mikumi’s Stanley’s Kopje beträgt 200 Dollar pro Nacht und Person, einschließlich der 3 Mahlzeiten. Die Parkeintrittsgebühren kosten 65 USD, Udzungwa ist mit 15 USD Parkgebühren sehr preiswert.
3. Dritte Reisestation auf der Reiseroute durch den Süden Tansanias: Ruaha Nationalpark

Von Mikumi aus werden es weitere 7 Stunden auf dem Landweg nach Ruaha benötigt. Es gibt eine reihe Lodges unterschiedlicher Preisklassen außerhalb der Parkgrenzen. Ich empfehle allerdings (obwohl es mehr kostet) unbedingt im Park zu bleiben. Falls 7 Stunden zu viel sind, kann man eine Zwischenübernachtung im sehr schönen Tandala Camp nah dem Parkeingang einlegen. Für die restlichen Nächte empfehlen wir ins Mwagusi Camp zu ziehen.
Mwagusi, am Ufer eines ausgetrockneten Flussbettes gelegen, ist eine Safarilodge, wie sie sein sollte. Zwölf schöne reetgedeckte Bandas, die im lokalen Architekturstil entworfen wurden und vorne offen sind, um den Blick auf das Kommen und Gehen der Tiere auf dem Flussbett zu ermöglichen. Das Besondere am Mwagusi-Camp ist seine Lage am Mwagusi-Fluss, das Abendessen am trockenen Flussbett, die Gespräche mit den Guides, dem Manager und den anderen Gästen und die exzellente Qualität der lokalen Guides, die zu den besten Tansanias gelten.

Die vier Nächte, die wir in Ruaha empfehlen, sind durch die enorme Tierwelt im Park gerechtfertigt. Die Safaris hier sind einfach nur sensationell. Wie in Nyerere beginnt der Tag hier sehr früh, nachdem man sich mit einem Kaffee oder Tee gestärkt hat. Der Park überrascht mit einer großen Anzahl von Löwen (tatsächlich ist Ruaha der Park mit der größten Löwenpopulation in ganz Afrika!) Es fällt leicht, Leoparden beim Tageslicht zu sehen. Und die Elefanten sind allgegenwärtig, man kann Stunden damit verbringen, den sanften Dickhäutern beim Bohren von Löchern in den Sand auf der Suche nach Trinkwasser zuschauen.

Zwischen 11 und 12 Uhr ist man zurück im Camp, wo um 13 Uhr das Mittagessen serviert wird. Nach dem Mittagessen könnet Ihr einen Kaffee oder Tee trinken. Von 15:30 oder 16:00 bis 18:00 Uhr geht Ihr wieder auf Safari. Abends wird man um 20 Uhr in der Banda abgeholt und zur Feuerstelle begleitet, wo man ein Bier oder einen Drink zu sich nimmt und sich gegenseitig von den tausendundein Abenteuern erzählt, die sie während des Safari-Tages erlebt habt. Danach treffen sich Gäste und Manager zum Abendessen. Der Schauplatz dafür kann das trockene Flussbett sein. Im Hintergrund leuchtet das Licht aus Dutzenden Öllampen, die von den Bäumen hängen. Ein Bild würdig eines Filmes.
Wo kann man im Ruaha Nationalpark übernachten?
Wir sind begeistert von Tandala Camp und Mwagusi Camp.

- Verbringe die erste Nacht im Tandala Camp
Ruaha ist immens. Aus diesem Grund wird empfohlen, die erste Nacht vor den Toren des Parks zu übernachten (in diesem Fall habe ich das Tandala Camp gewählt) und am zweiten Tag in den Park zu fahren.
- Packe warme Klamotten
Aufgrund seiner Höhenlage ist es in Ruaha in den südlichen Wintermonaten sehr kalt. Morgens, bis 10 oder 11 Uhr, kann das Thermometer auf Null Grad sinken. Es wird empfohlen, Mütze und Handschuhe für die offenen Jeeps mitzunehmen, um die Kälte zu bekämpfen.
- So viel kostet Ruaha
Die Parkgebühren kosten pro Tag 90 Dollar. Mwagusi Camp kostet etwa 300 Dollar pro Nacht und Person, einschließlich dreier Mahlzeiten.
4. Wie endet dann die Reise
Nach 3 oder 4 Nächten in Mwagusi, in Ruaha, bringt Euch der Guide zur Landebahn, wo Ihr Eure Cessnamaschine zurück nach Dar besteigt. Damit endet diese grandiose Safariroute durch die besten Nationalparks im Süden Tansanias.
Weitere Ideen für kürzere Traumrouten durch den Süden Tansanias
7-tägige Southern Circuit Safari Route
| Day | Destination / Activity |
|---|---|
| 1 | Flight to Nyerere National Park – afternoon game drive |
| 2 | Nyerere National Park – game drives, boat safari on the Rufiji River |
| 3 | Nyerere National Park – game drives |
| 4 | Flight to Ruaha Nationalpark – afternoon game drive |
| 5 | Ruaha Nationalpark – game drives |
| 6 | Ruaha Nationalpark – game drives |
| 7 | Morning safari in Ruaha – flight or drive back to Dar es Salaam |
10-tägige Southern Circuit Safari Route
| Tag | Reiseziel / Aktivität |
|---|---|
| 1 | Flug in den Nyerere Nationalpark – Pirschfahrt am Nachmittag |
| 2 | Nyerere Nationalpark – Pirschfahrten, Bootssafari auf dem Rufiji Fluss |
| 3 | Nyerere Nationalpark – Pirschfahrten |
| 4 | Fahrt in den Mikumi Nationalpark – Pirschfahrt am Nachmittag |
| 5 | Mikumi Nationalpark – Pirschfahrten |
| 6 | Weiterfahrt zum Tandala Camp |
| 7 | Fahrt in den Ruaha Nationalpark – Pirschfahrt am Nachmittag |
| 8 | Ruaha Nationalpark – Pirschfahrten |
| 9 | Ruaha Nationalpark – Pirschfahrten |
| 10 | Morgensafari im Ruaha Nationalpark – Rückflug oder Fahrt nach Dar es Salaam |
Wie viele Tage braucht man für eine Safari im Süden Tansanias?
Im Allgemeinen solltet ihr etwa 7 bis 10 Tage einplanen, um die wichtigsten Nationalparks des südlichen Safari Kreises wirklich zu erleben.
Die beiden wichtigsten Parks Ruaha Nationalpark und Nyerere Nationalpark nehmen zusammen mit den Reisezeiten zwischen ihnen den größten Teil der Safari ein.
Eine Reise von 5 bis 6 Tagen ist zwar möglich, konzentriert sich aber meist nur auf einen Nationalpark. Wenn ihr 10 bis 12 Tage Zeit habt, könnt ihr zusätzlich den Mikumi Nationalpark oder die Udzungwa Berge einbauen und so eine abwechslungsreichere Safari erleben mit klassischen Pirschfahrten, Bootsafaris und Walksafaris.
Sind die Nationalparks im Süden Tansanias besser als die Serengeti für eine Safari?
Der Süden Tansanias ist nicht unbedingt besser als die Serengeti, bietet aber eine ganz andere Safari Erfahrung.
Im Vergleich zur Serengeti besuchen deutlich weniger Reisende die Nationalparks Ruaha und Nyerere.
Dadurch wirken Safaris hier oft abgelegener und exklusiver. Ruaha ist bekannt für eine hohe Tierdichte mit großen Löwenrudeln und großen Elefantenpopulationen.
Die Serengeti dagegen ist weltberühmt für ihre spektakulären Landschaften und die große Tierwanderung.
Wer die beeindruckenden Szenen der Migration und weite offene Ebenen sehen möchte, entscheidet sich häufig für die Serengeti. Wer dagegen eine besonders wilde und ruhige Safari sucht, bevorzugt oft den südlichen Safari Kreis.
Wann ist die beste Reisezeit für eine Safari im Ruaha und Nyerere Nationalpark?
Die beste Reisezeit für den Ruaha Nationalpark und den Nyerere Nationalpark ist die Trockenzeit von Juni bis Oktober.
In dieser Zeit ist die Vegetation weniger dicht und viele Tiere sammeln sich an Flüssen und Wasserstellen.
Dadurch lassen sich Wildtiere leichter beobachten. Im Ruaha Nationalpark wird der Great Ruaha River in der Trockenzeit zu einer wichtigen Wasserquelle, an der sich große Gruppen von Elefanten, Löwen und Antilopen versammeln.
Auch im Nyerere Nationalpark ist diese Zeit besonders gut, vor allem für Bootsafaris auf dem Rufiji Fluss. Die grüne Saison von November bis März ist ebenfalls interessant, besonders für Vogelbeobachtung und grüne Landschaften. Allerdings können einige abgelegene Pisten in den Monaten April und Mai wegen starker Regenfälle schwer befahrbar sein.
Northern vs Southern Tanzania Safari im Vergleich
| Kriterium | Northern Tanzania Safari | Southern Tanzania Safari |
|---|---|---|
| Hauptparks | Serengeti, Ngorongoro Krater, Tarangire, Lake Manyara | Nyerere Nationalpark, Ruaha Nationalpark, Mikumi, Udzungwa Mountains |
| Landschaft | Weite Savannen, offene Ebenen, ikonische Safari Landschaften | Wildnis, Flusssysteme, Miombo Wälder, abwechslungsreiche Landschaft |
| Tierdichte | Sehr hohe Tierdichte, besonders in Serengeti und Ngorongoro | Gute Tierdichte, besonders in Ruaha, insgesamt verteilter |
| Berühmteste Tierereignisse | Große Tierwanderung der Gnus und Zebras | Große Raubtierpopulationen, besonders Löwen und Wildhunde |
| Besucherzahlen | Sehr beliebt und stärker besucht | Deutlich weniger Besucher, ruhiger und abgelegener |
| Safari Erlebnis | Klassische Afrika Safari mit bekannten Landschaften | Wilderes und exklusiveres Safari Erlebnis |
| Aktivitäten | Pirschfahrten, Ballonsafari, kulturelle Besuche bei den Massai | Pirschfahrten, Bootsafaris, Wandersafaris |
| Erreichbarkeit | Gute Infrastruktur, viele Lodges und Flugverbindungen | Weniger Infrastruktur, abgelegenere Lodges |
| Reisedauer | 5 bis 10 Tage für klassische Routen | 7 bis 10 Tage empfohlen |
| Für wen geeignet | Erstbesucher und Reisende, die die berühmtesten Parks sehen möchten | Reisende, die eine ruhigere und wildere Safari suchen |

Weiterlesen:
Serengeti und Tansania Safari Guide
1. Welche Nationalparks gehören zum südlichen Safari Kreis in Tansania?
Der südliche Safari Kreis umfasst mehrere Nationalparks im Süden Tansanias und bietet eine ruhigere und abgelegenere Alternative zum bekannten nördlichen Safari Kreis. Zu diesem Gebiet gehören der Nyerere Nationalpark ehemals Selous Wildreservat, der Ruaha Nationalpark, der Mikumi Nationalpark und der Udzungwa Mountains Nationalpark. Diese Parks sind bekannt für ihre großen Wildnisgebiete, sehr unterschiedliche Landschaften und gute Möglichkeiten zur Tierbeobachtung bei vergleichsweise wenigen Besuchern.
2. Welcher Park ist besser Ruaha oder Serengeti?
Ruaha ist nicht unbedingt besser als die Serengeti, aber beide bieten sehr unterschiedliche Safari Erlebnisse. Die Serengeti ist berühmt für ihre weiten Graslandschaften und die große Tierwanderung von Millionen Gnus und Zebras. Ruaha dagegen ist deutlich wilder und weniger besucht. Der Park ist bekannt für sehr große Löwenrudel, große Elefantenpopulationen und hervorragende Raubtierbeobachtungen. Wer die berühmten Landschaften der Serengeti und die große Migration erleben möchte entscheidet sich meist für die Serengeti. Wer eine ruhigere und abgelegenere Safari sucht entscheidet sich häufig für Ruaha.
3. Wie reist ihr zwischen Ruaha und Nyerere?
Die meisten Reisenden reisen zwischen Ruaha und Nyerere mit kleinen Cessnafliegeren. Die Flüge dauern in der Regel etwa zwei bis drei Stunden je nach Route. Mehrere Safari Fluggesellschaften verbinden die Flugpisten innerhalb der Nationalparks regelmäßig miteinander. Es ist auch möglich die Strecke über den Mikumi Nationalpark mit dem Auto zu fahren. Diese Reise dauert jedoch mindestens einen ganzen Tag und wird deshalb seltener von Safari Reisenden genutzt.
4. Wie lange solltet ihr für eine Reise in den Süden Tansanias einplanen?
Eine Safari im Süden Tansanias erlebt ihr am besten in etwa sieben bis zehn Tagen. In dieser Zeit könnt ihr die beiden wichtigsten Parks Ruaha und Nyerere besuchen und habt ausreichend Zeit für die Transfers zwischen den Parks. Wenn ihr mehr Zeit habt meist zehn bis zwölf Tage könnt ihr zusätzlich den Mikumi Nationalpark oder die Udzungwa Berge einbauen und so eine abwechslungsreichere Safari erleben mit klassischen Pirschfahrten Bootsafaris und Wandersafaris.
5. Welche Tiere kann man im Ruaha Nationalpark sehen?
Der Ruaha Nationalpark ist bekannt für seine großen Raubtiere und beeindruckenden Elefantenpopulationen. Besucher sehen hier häufig Löwen Leoparden Geparden Elefanten Giraffen Büffel und viele verschiedene Antilopenarten. Ruaha ist außerdem einer der besten Orte in Tansania um Afrikanische Wildhunde zu beobachten. Neben den Säugetieren gibt es hier auch über 500 Vogelarten wodurch der Park ein hervorragendes Ziel für Vogelbeobachter ist.
6. Wird der Süden Tansanias weniger besucht als die Serengeti?
Ja der Süden Tansanias wird deutlich weniger besucht als die Serengeti. Nationalparks wie Ruaha und Nyerere haben wesentlich weniger Besucher als die bekannten Regionen der Serengeti. Dadurch wirken Safaris hier oft ruhiger und exklusiver. Es kommt häufig vor dass ihr mehrere Stunden auf Pirschfahrt seid ohne ein anderes Fahrzeug zu sehen etwas das in den populäreren Gebieten der Serengeti immer seltener wird.
7. Wann ist die beste Reisezeit für eine Safari im Ruaha Nationalpark?
Die beste Reisezeit für den Ruaha Nationalpark ist die Trockenzeit von Juni bis Oktober. In dieser Zeit ist die Vegetation weniger dicht und viele Tiere sammeln sich am Great Ruaha River und an anderen Wasserstellen. Dadurch lassen sich Wildtiere besonders gut beobachten. Auch die grüne Saison von November bis März kann sehr schön sein mit üppigen Landschaften und vielen Vogelarten allerdings verteilen sich die Tiere dann häufiger über das Gebiet.
8. Könnt ihr eine Safari im Süden Tansanias mit Sansibar kombinieren?
Ja eine Safari im Süden Tansanias lässt sich sehr einfach mit einem Badeaufenthalt auf Sansibar kombinieren. Es gibt regelmäßige Flüge mit kleinen Flugzeugen die Parks wie Nyerere oder Ruaha direkt mit Sansibar verbinden. Die Flugzeit beträgt meist nur wenige Stunden. Viele Reisende verbringen etwa sieben bis zehn Tage auf Safari und entspannen anschließend noch einige Tage an den Stränden von Sansibar.

Cristina Sanchez organisert und plant Safaris nach Tansania seit 2004.







