Warum machen uns Safaris glücklich?

Safaris als transformative Erfahrung
Machen uns Safaris glücklich? Und warum?
Der heutige Artikel ist etwas unkonventionell. Ich möchte mich mit der existenziellen Frage beschäftigen:
Warum fahren wir auf Safari?
Diese Frage stelle ich mir schon seit langem.
Wir fahren auf Safari, um glücklich zu werden und uns eins mit dem Ganzen zu fühlen. Denn es gibt nur wenige Dinge im Leben, die uns glücklicher und lebendiger fühlen lassen, als andere Welten kennenzulernen.
Und wir alle sehnen uns nach dieser Verbindung. Mit den anderen, mit dem anderen, mit der Natur selbst.
Aber warum auf Safari gehen?
Von allen Reiseerlebnissen sind oft Safaris in denen die Begegnungen mit wilden Tieren im Fokus stehen, die heute noch überleben, diejenigen, die uns am meisten glücklich machen.
Vielleicht weil wir in unserer menschlichen Welt, die von Menschen für Menschen geschaffen wurde uns so sehr danach sehnen, wieder mit der Erde in Kontakt zu kommen.
Deshalb weinen wir jedes Mal vor Rührung, wenn wir auf eine Elefantenherde in der Wildnis antreffen, weil wir gar nicht fassen können, dass das Wunder ihres Überlebens möglich ist, dass es auf einem von Städten und Straßen eroberten Planeten noch echte wilde Tiere existieren.
Diese Elefanten sind keine Erfindung der BBC-Dokumentationen.
Die Tiere gibt es immer noch, wer weiß, wie lange, und kämpfen um ihr Überleben auf einem immer menschlicher werdenden Planeten, auf dem offenbar kein Platz mehr für sie ist.
Die Kombination aus anderen Realitäten mit dem Erlebnis einer noch immer pulsierenden Wildnis kann eine kraftvolle, transformative Macht besitzen, wenn man die Safari bewusst antritt, und nicht wie ein Produkt konsumiert.

Aber wie reist man bewusst auf Safari?
Indem wir uns fragen, was uns dazu bewegt, auf Safari zu gehen. Ja, das Foto von einer Tierart zu bekommen, das man noch nicht hat, kann eine sehr starke Motivation sein, aber ist es wirklich das, was man sucht?
Lassen wir die Safari nicht nur eine Tür sein, die sich nach außen öffnet, sondern auch nach innen, zu uns selbst. Lassen wir Vorurteile, vorgefasste Meinungen, Überzeugungen darüber, wie die Dinge sein sollten, Frustrationen über das, was nicht so gut läuft, über die Tiere, die man nicht gesehen hat, los. Und seien wir dankbar für das Privileg, diese Erfahrung machen zu dürfen.
Seien wir im Moment präsent. Nicht bei den Arbeitsaufgaben, die nach unserer Rückkehr auf uns warten, nicht bei den oh so dringenden E-Mails. Nehmen wir die Panne, das zu lange gebratene Fleisch oder das zu kalte Wasser im Pool nicht so wichtig. Denn so wichtig sind sie nicht.
Das Wichtigste ist, dort zu sein und zu lernen, den Moment in vollen Zügen zu genießen.
Seien wir neugierig auf alles, was vorhersehbar und unvorhersehbar kommt, sprechen wir mit den Menschen im Reiseland. Lernen wir. Über das Reiseziel, über andere und vor allem über uns selbst.
Auf Safari zu fahren kann uns nicht nur glücklich machen, Reisen in die wilde Natur kann ein mächtiges Werkzeug zur persönlichen Veränderung sein, das uns helfen kann, unbewusste Negativmuster zu durchbrechen, die uns das Leben schwer machen, ohne dass wir es merken.
Safaris machen uns glücklich (und verändern uns): Der Beginn eines neuen Zeitalters für die Safariwelt

Wie jeden Juli widmen wir uns auch dieses Jahr wieder der Erstellung des Safari-Katalogs Safari Inspirationen für die Saison 2025/2026.
Wir haben neue Reiseziele in unser Portfolio aufgenommen, darunter die Republik Kongo (Flachlandgorillas), Chile (Pumas) und Nepal (Tiger), die ich Dir gerne vorstellen möchte.
In diesem Katalog möchte ich jedoch mehr tun, als nur von inspirierenden Reisen zu berichten und Fotos zu zeigen, die Dich zum Träumen anregen.
Es ist an der Zeit, einen Schritt weiter zu gehen als die Organisation herkömmlicher Safaris.
In diesem Jahr möchten wir die Dinge ein wenig anders angehen.
Wir bieten Dich die Möglichkeit, Dich bei diesem transformativen Prozess zu begleiten, der lange vor der Reise selbst beginnt, nämlich bereits in der Planungsphase, und noch lange nach Reiseende andauert.
Zunächst einmal möchte ich Dich dazu einladen, sich zu fragen, was Deine Hauptmotivation für eine Safari ist.
Ja, es ist klar, dass Du Tiere liebst und sie in ihrem natürlichen Lebensraum sehen möchtest.
Vielleicht träumst Du schon lange davon, dieses eine Foto von dieser bestimmten Tierart, die Dein Herz erobert hat, live zu machen. Oder vielleicht willst Du sie einfach genießen, bevor sie ausstirbt (falls sie ausstirbt).
Aber wenn Du genauer hinschaust, wirst Du feststellen, dass der wahre Grund, warum Du Dich am Safarivirus infiziert hast, kein anderer ist, als dass Du Dich auf Safari am lebendigsten fühlst.
Du fühlst Dich gut, Du bist high, als würdest Du auf einer Welle schweben, weil Du Dich eins mit der Natur fühlst. Und dieses Gefühl der Verbundenheit ist etwas Unglaubliches.
Aber wo liegt das Problem?
Kurz nach der Rückkehr von Deiner Safari kehrst Du in den Alltag zurück und oft ist dieses Gefühl der Verbundenheit mit dem Ganzen innerhalb weniger Tage wie weggeblasen. Das Lächeln verschwindet wieder von Deinem Gesicht, Dein Blick verliert Ausdruck und alles ist wieder beim Alten.
Aber ich sage Dir, dass das nicht so sein muss.
Es gibt Möglichkeiten, die gute Laune und die Freude daran, mit dem Ganzen verbunden zu sein, auch nach Ende der Reise aufrechtzuerhalten.
Die Safari kann der erste Schritt sein, um uns zu fragen, was wir in unserem Leben ändern wollen (dieses reale Alltagsleben, mit dem wir uns jeden Tag auseinandersetzen müssen).
Wir müssen nur den Mut aufbringen, dem Leben offen und ehrlich ins Auge zu sehen, uns den Dingen zu stellen, die uns nicht gefallen, und den Mut aufbringen, sie zu ändern.

Ich möchte Dir sagen, dass Du nicht warten musst, bis Du einen Herzinfarkt bekommst oder jemand, der Dir sehr nahe steht, stirbt, um die Augen zu öffnen und zu erkennen, dass Du es Dir nicht leisten kannst, Dein Leben weiterhin mit Dingen zu verschwenden, die Du nicht willst, oder Deine Zeit mit Menschen zu verbringen, die Dir nichts geben.
Seien wir ehrlich.
Wir sind nicht mehr 18 Jahre alt und haben nicht mehr unser ganzes Leben vor uns, um dies oder jenes auszuprobieren. In unserem Alter wissen wir schon sehr gut, was wir wollen, und können unterscheiden, was uns gut tut und was nicht.
Wie lange wollen wir noch zögern?
Safaris sind nicht nur blosse Glücklich-Macher, sie sind auch ein Werkzeug zur Selbstfindung

Beachte, dass ich Dich nicht dazu auffordere, alles über Bord zu werfen, Deine Arbeit, Deine Beziehung, Deine Familie, und Dich auf das Abenteuer einzulassen, von dem Du als Kind geträumt hast.
Wenn ich davon spreche, die Zeit zu nutzen, meine ich damit nicht, dass man ein verrücktes Leben voller Abenteuer führen muss. Für manche mag das vielleicht zutreffen, aber nicht für Dich.
Ich spreche davon, das einzige Leben zu leben, das wirklich lebenswert ist, ein Leben, in dem Du tief mit Dir selbst verbunden bist.
Denn wenn Du aufhörst, jemand zu sein, der Du nicht bist, Dich so zu verhalten, wie es die Gesellschaft erwartet, wie Deine Familie Dir beigebracht hat, dass man sich zu verhalten hat; wenn Du aufhörst, Dinge zu wiederholen, die Du nicht wirklich fühlst, und Dich traust, zu fühlen und zu akzeptieren, was Du wirklich in Deinem Herzen hast;
wenn Du lernst, nicht mehr so hart zu Dir selbst zu sein und anfängst, Dich gut zu behandeln, Dich so zu lieben, wie Du jemanden liebst, der Dir nahesteht; wenn Du anfängst, Dir selbst wirklich zuzuhören, nicht um Dich selbst zu kritisieren, sondern um Dich mit Mitgefühl und Verständnis zu umarmen,
dann gibt es keine Ausreden mehr, kein wirkliches, selbstbestimmtes Leben zu führen, nicht nach automatischen und unbewussten Mustern, nicht nach gesellschaftlichen Normen oder familiären Vorschriften, sondern nach Deinen eigenen Vorstellungen.
Es geht darum, die tiefe Verbindung zu sich selbst, die während einer Safari entsteht (und die der Grund dafür ist, dass man sich während der anstrengenden Zeit so glücklich fühlt), auch nach der Safari aufrechtzuerhalten, wenn man wieder nach Hause zurückkehrt.
Was wir uns bei Natouralist vorgenommen haben

Ich schlage Dir eine Reihe von Herausforderungen vor (eine pro Tag) für die Dauer Deiner Safari vor.
Das Ziel dieser Herausforderungen ist es, Deine Perspektive zu verändern, Deinen Horizont zu erweitern, Dich zum Reflektieren anzuregen.
Vielleicht bedeutet das, fünfzehn Minuten lang die Sterne zu betrachten oder in ein Notizbuch zu schreiben, wofür Du dankbar bist oder was Dich traurig gemacht hat. Vielleicht meditierst Du 15 Minuten vor der Feuerstelle, umarmst Deinen Partner oder legst die Kamera (und das Handy) beiseite und beobachtet einfach mit eigenen Augen die Elefantenherde, die am Fluss trinkt, statt es durch die Linse der Kamera zu tun.
Fragt Dich vor der Safari, warum ihr wirklich auf Safari gehen wollt, was Deine wahren Motive sind, und schreibt sie auf. Vielleicht seid ihr gestresst, braucht eine Auszeit oder wollt Dich einfach rundum wohl und glücklich fühlen und glaubt, dass eine Reise in die Natur Dir dieses Glücksgefühl geben kann.
Traue Dich während der Safari, unsere täglichen Herausforderungen anzunehmen, und schreibe auf, wie Du Dich dabei fühlst.
Wenn die Safari vorbei ist, lade ich Dich ein, Deine Erfahrungen mit uns zu teilen. Die Idee ist, eine Gemeinschaft von Safari-Reisenden zu gründen, die sich in einem inneren Transformationsprozess befinden, in der wir miteinander in Kontakt bleiben, unsere Erfahrungen austauschen und uns gegenseitig helfen können, zu wachsen.
Unsere Einladung ist natürlich völlig unverbindlich. Wir würden uns jedoch sehr freuen, wenn Du sie annimmst.

Cristina Sanchez
Seit 18 Jahren erfolgreiche Safari-Planerin







