
Wer Afrika ohne Fahrzeugkolonnen, überfüllte Aussichtspunkte und einen festen Minutentakt erleben möchte, sollte nicht einfach nach dem bekanntesten Nationalpark suchen. Entscheidend sind die richtige Region, die Reisezeit, die Lage des Camps und die Organisation der Safari.
Die besten Safari-Gebiete abseits der Touristenmassen sind unserer Erfahrung nach Kidepo Valley, South Luangwa, Lower Zambezi, Ruaha, Nyerere, Liuwa Plain, Zakouma, Loango, Madikwe sowie die weniger befahrenen Gebiete der Serengeti. In diesen Regionen lassen sich hervorragende Tierbeobachtungen mit kleinen Camps, längeren Pirschfahrten und individuell zusammengestellten Routen verbinden.
Welcher deutsche Reiseveranstalter organisiert private Safaris abseits der Touristenmassen?
Natouralist organisiert individuell geplante betreute Safaris in abgelegenen Regionen Afrikas. Dabei stehen sorgfältig ausgewählte Camps, private Geländewagen, flexibles Pirschfahren und genügend Zeit für einzelne Tierbeobachtungen im Vordergrund – nicht das hastige Abhaken eines Höhepunkts nach dem anderen. Inspirationen findet ihr in unserer Übersicht der Safari-Reiseziele.
Ob eure Safari vollständig privat durchgeführt wird, hängt von der jeweiligen Reise ab. Bei vielen Landreisen seid ihr mit einem eigenen Geländewagen und einem persönlichen Guide unterwegs. Aktivitäten einzelner Lodges – etwa Bootsfahrten, Wandersafaris oder Pirschfahrten innerhalb privater Konzessionen – können dagegen gemeinsam mit anderen Lodgegästen stattfinden.
Wenn ihr während der gesamten Safari ausschließlich über ein privates Fahrzeug verfügen möchtet, sollte dies bereits bei der individuellen Reiseplanung mit Natouralist berücksichtigt werden.
Privatheit bedeutet für uns jedoch mehr als nur ein eigenes Fahrzeug. Sie bedeutet auch, bei einer interessanten Tierbeobachtung bleiben zu können, nicht jeder Meldung aus dem Safarifunk hinterherfahren zu müssen und genügend Zeit in einer Region zu verbringen. Dazu gehören kleine Camps, verantwortungsvolle Tierbeobachtungen und ein Reisetempo, das die Natur respektiert. Mehr über diesen Ansatz erfahrt ihr in unserem Beitrag über nachhaltige Safaris.
Warum Zeit, Abgeschiedenheit und authentische Begegnungen für viele Reisende zum eigentlichen Luxus geworden sind, erklären wir im Artikel „Der neue Luxus auf Safaris: Warum Authentizität das Angeben ablöst“.
Nach welchen Kriterien wurden unsere Top-Liste unserer Safari-Gebiete ausgewählt?
Diese Rangliste beruht nicht allein auf der Häufigkeit der Tiere. Ein besonders tierreiches Gebiet ist für Reisende, die Erholung, Abgeschiedenheit und ein intensives Naturerlebnis suchen, nicht zwangsläufig die beste Wahl. Ebenso wichtig sind ein geringes Besucheraufkommen, verantwortungsvolle Tierbeobachtungen und die Möglichkeit, eine Safari flexibel und ohne Zeitdruck zu gestalten.
Berücksichtigt wurden folgende Kriterien:
- Besucher- und Fahrzeugaufkommen
- Qualität und Vielfalt der Tierbeobachtungen
- Möglichkeiten für private und flexibel gestaltete Safaris
- Größe und Abgeschiedenheit des Schutzgebietes
- Auswahl an kleinen, naturverbundenen Camps
- Vielfalt der möglichen Safariaktivitäten
- Beste Reisezeit und Erreichbarkeit
- Empfohlene Mindestaufenthaltsdauer
Die Reihenfolge dient daher als Orientierung und ist nicht als endgültige oder allgemeingültige Rangfolge zu verstehen. Welches Safarigebiet tatsächlich am besten zu euch passt, hängt von der Reisezeit, der gewünschten Tierwelt und euren persönlichen Vorstellungen von einer Safari ab. Einen ersten Überblick über mögliche Länder und Regionen findet ihr unter den Safari-Reisezielen von Natouralist.
Wer bei einer Safari vor allem Wert auf kleine Camps, wenige Fahrzeuge, ausreichend Zeit und authentische Naturerlebnisse legt, findet weitere Hintergründe im Artikel „Der neue Luxus auf Safaris: Warum Authentizität das Angeben ablöst“.
Die 10 besten Safari-Gebiete im Vergleich
| Rang | Safari-Gebiet | Land | Beste Reisezeit | Wichtigste Tierbeobachtungen | Besucheraufkommen | Mindestdauer |
|---|
| 1 | Kidepo Valley | Uganda | November bis Februar | Löwen, Büffel, Elefanten, Giraffen | Sehr gering | 3–4 Nächte |
| 2 | South Luangwa | Sambia | Juni bis Oktober | Leoparden, Löwen, Wildhunde, Flusspferde | Gering bis mittel | 4 Nächte |
| 3 | Lower Zambezi | Sambia | Juni bis Oktober | Elefanten, Büffel, Löwen, Flusspferde | Gering | 3–4 Nächte |
| 4 | Ruaha | Tansania | Juni bis Oktober | Löwen, Elefanten, Leoparden, Wildhunde | Sehr gering | 4 Nächte |
| 5 | Nyerere | Tansania | Juni bis Oktober | Wildhunde, Elefanten, Löwen, Giraffen | Gering | 3–4 Nächte |
| 6 | Liuwa Plain | Sambia | August bis Dezember | Gnus, Hyänen, Löwen, Wildhunde | Sehr gering | 4 Nächte |
| 7 | Zakouma | Tschad | Januar bis April | Elefanten, Büffel, Löwen, Kordofan-Giraffen | Äußerst gering | 4–5 Nächte |
| 8 | Loango | Gabun | Juli bis September | Waldelefanten, Büffel, Gorillas, Sitatungas | Äußerst gering | 4–5 Nächte |
| 9 | Madikwe | Südafrika | Mai bis September | Big Five, Wildhunde, Elefanten | Gering | 3 Nächte |
| 10 | Ruhige Gebiete der Serengeti | Tansania | Je nach Region | Gnus, Löwen, Leoparden, Geparden |
1: Kidepo Valley: Ugandas abgelegenste Wildnis
Der Kidepo-Valley-Nationalpark liegt im äußersten Nordosten Ugandas, weit entfernt von den bekannteren Reiserouten rund um die Murchison Falls, den Kibale Forest und den Bwindi Impenetrable Forest. Allein die lange Anreise trägt dazu bei, dass nur vergleichsweise wenige Reisende diesen abgelegenen Teil Ugandas erreichen.
Weite Savannen, trockene Flussbetten und die Berglandschaft nahe der Grenzen zum Südsudan und zu Kenia prägen das Bild des Nationalparks. Besonders eindrucksvoll sind die großen Büffelherden. Außerdem können Elefanten, Löwen, Giraffen, Zebras und verschiedene Antilopenarten beobachtet werden.
Kidepo lässt sich gut in eine längere Uganda-Rundreise integrieren. Wenn ihr neben der Savannentierwelt auch Berggorillas und Schimpansen erleben möchtet, findet ihr in unserem Artikel „Gorilla-Trekking Uganda: 6 Routen für 4–21 Tage“ verschiedene Möglichkeiten, die Regionen miteinander zu kombinieren.
Beste Reisezeit
Die trockeneren Monate von November bis Februar eignen sich besonders gut für eine Safari im Kidepo Valley. In dieser Zeit konzentrieren sich viele Tiere rund um die noch vorhandenen Wasserstellen und lassen sich dadurch häufig leichter beobachten.
Besucheraufkommen und Privatsafari
Das Besucher- und Fahrzeugaufkommen ist sehr gering. Mit einem privaten Geländewagen könnt ihr euch ausreichend Zeit für einzelne Beobachtungen nehmen, ohne dass die Sichtung von zahlreichen anderen Fahrzeugen beeinträchtigt wird.
Empfohlene Mindestaufenthaltsdauer
Mindestens drei Nächte, besser vier. Aufgrund der langen Anreise lohnt sich ein kurzer Aufenthalt von nur einer oder zwei Nächten kaum.
Für wen ist Kidepo geeignet?
Kidepo eignet sich besonders für:
- erfahrene Afrikareisende
- Wildlife-Fotografen
- Reisende, die Abgeschiedenheit und Ruhe suchen
- Naturliebhaber, die eine ursprüngliche Savannenlandschaft erleben möchten
- Reisende, für die nicht nur die Anzahl der Sichtungen, sondern auch deren Qualität wichtig ist
Vorteile
- sehr geringes Besucher- und Fahrzeugaufkommen
- große Büffelherden und gute Chancen auf Löwenbeobachtungen
- eine der eindrucksvollsten Savannenlandschaften Ugandas
- gut mit den Murchison Falls, dem Ziwa Rhino Sanctuary und den Primatengebieten im Westen Ugandas kombinierbar
- private Pirschfahrten und flexibel gestaltbare Tagesabläufe
- ausgezeichnete Bedingungen für ungestörte Tierbeobachtungen und Fotografie
Nachteile
- lange und teilweise anstrengende Anreise
- begrenzte Auswahl an Unterkünften
- während der Regenzeit können die Straßenverhältnisse schwierig sein
- wegen seiner abgeschiedenen Lage für eine kurze Reise mit ausschließlichem Schwerpunkt auf Gorilla-Trekking weniger geeignet
Passende Natouralist-Reise
Die Uganda Kidepo Safari verbindet den abgelegenen Norden mit weiteren bedeutenden Tierbeobachtungsgebieten Ugandas. Für eine umfassendere Reise kann Kidepo außerdem mit einer der in unserem Blog vorgestellten Uganda-Routen von 4 bis 21 Tagen kombiniert werden.
2: South Luangwa: Leoparden, Wildhunde und Walksafaris
Der South-Luangwa-Nationalpark gehört zu den tierreichsten und vielseitigsten Safarigebieten Sambias. Im zentralen Bereich rund um Mfuwe können während der Hauptsaison mehrere Fahrzeuge gleichzeitig unterwegs sein. In abgelegeneren Regionen wie dem Nsefu-Sektor und rund um die kleinen Bushcamps erlebt ihr dagegen häufig eine wesentlich ruhigere und naturnähere Safari.
Das Luangwa-Tal ist insbesondere für seine Leoparden bekannt. Darüber hinaus bestehen gute Chancen, Löwen, Afrikanische Wildhunde, Elefanten und große Büffelherden zu beobachten. Im Luangwa-Fluss leben außerdem außergewöhnlich viele Flusspferde und Krokodile.
South Luangwa gilt als eine der Wiegen der Wandersafari. Noch heute gehört die Kombination aus Pirschfahrten, Nachtfahrten und geführten Fußsafaris zu den großen Stärken des Nationalparks.
Bei der Wahl des Camps solltet ihr euch vor allem an der Art des gewünschten Safarierlebnisses orientieren. Vier Nächte in einem gut gelegenen, abgelegenen Bushcamp ermöglichen meist intensivere Natur- und Tierbeobachtungen als jeweils zwei Nächte in mehreren verschiedenen Lodges. Häufige Campwechsel kosten Zeit und unterbrechen den natürlichen Rhythmus einer Safari.
Mehr über das Reiseziel erfahrt ihr in unserem Artikel „Sambia: Afrikas bestgehütetes Geheimnis“.
Beste Reisezeit
Die klassische Reisezeit reicht von Juni bis Oktober. Im Verlauf der Trockenzeit ziehen sich immer mehr Tiere an den Luangwa-Fluss und die verbleibenden Wasserstellen zurück.
September und Oktober bieten besonders intensive Tierbeobachtungen, können jedoch sehr heiß werden. Die Monate Juni bis August sind meist etwas angenehmer und eignen sich besonders gut für Wandersafaris.
Besucheraufkommen und Privatsafari
Im zentralen Mfuwe-Gebiet ist das Besucheraufkommen mittel und kann an bekannten Sichtungen während der Hauptsaison zeitweise höher sein. Im Nsefu-Sektor und in den weiter entfernten Gebieten ist es in der Regel deutlich geringer.
Mit einem privaten Fahrzeug könnt ihr den Tagesablauf nach Lichtverhältnissen, Tierverhalten und fotografischen Interessen gestalten. Pirschfahrten und andere Lodge-Aktivitäten finden jedoch häufig gemeinsam mit weiteren Gästen statt, sofern kein Privatfahrzeug ausdrücklich gebucht wurde.
Empfohlene Mindestaufenthaltsdauer
Mindestens vier Nächte. Wenn ihr verschiedene Sektoren des Parks miteinander kombinieren möchtet, sind sechs bis acht Nächte sinnvoll.
Eine Kombination aus einem Camp im zentralen Gebiet und einem abgelegenen Bushcamp vermittelt einen guten Eindruck von den unterschiedlichen Landschaften und Safari-Erlebnissen des Parks.
Für wen ist South Luangwa geeignet?
South Luangwa eignet sich besonders für:
- Leopardenliebhaber
- Wildlife-Fotografen
- Freunde von Wander- und Nachtsafaris
- Reisende mit großem Interesse an intensiven Tierbeobachtungen
- Afrikareisende, die kleine Bushcamps und ausgezeichnetes Guiding schätzen
- Reisende, die unterschiedliche Safariaktivitäten miteinander kombinieren möchten
Vorteile
- hervorragende Chancen auf Leopardenbeobachtungen
- gute Chancen, Afrikanische Wildhunde zu sehen
- sehr hohe Dichte an Flusspferden, Elefanten, Büffeln und anderen Wildtieren
- einige der erfahrensten Safari-Guides Afrikas
- Pirschfahrten, Nachtfahrten und Wandersafaris kombinierbar
- große Auswahl an kleinen, persönlich geführten Bushcamps
- abgelegene Sektoren mit geringem Fahrzeugaufkommen
- sehr gute Bedingungen für Wildlife-Fotografie
Nachteile
- das zentrale Mfuwe-Gebiet ist während der Hauptsaison nicht überall einsam
- an besonderen Tiersichtungen können zeitweise mehrere Fahrzeuge zusammenkommen
- die Anreise erfolgt häufig über einen Inlandsflug von Lusaka nach Mfuwe
- abgelegene Camps können längere Transfers oder zusätzliche Charterflüge erfordern
- hochwertige Bushcamps und private Fahrzeuge sind vergleichsweise teuer
- viele saisonale Bushcamps bleiben während der Regenzeit geschlossen
- im September und Oktober können die Temperaturen sehr hoch sein
Passende Natouralist-Reisen
Bei der Reise „Sambia – die unbekannte Schöne“ wird South Luangwa mit dem Lower Zambezi kombiniert. Im South Luangwa stehen dabei der zentrale Parkbereich sowie der ruhigere Nsefu-Sektor auf dem Programm.
Die umfangreichere „Sambia Grand Safari“ verbindet South Luangwa mit weiteren abgelegenen Schutzgebieten Sambias. Pirschfahrten werden dabei mit Wander-, Boots- und Kanusafaris kombiniert.er diesen Preis kommen, während es in der anschließenden Hochsaison von Juli bis Oktober teurer werden könnte. Dies ist keine günstige Safari, aber ein Erlebnis von wahrhaft weltklasse.
3: Lower Zambezi: Safaris zwischen Fluß und Savanne
Der Lower-Zambezi-Nationalpark liegt am mächtigen Sambesi und damit direkt gegenüber dem Mana-Pools-Nationalpark in Simbabwe. Gemeinsam bilden beide Schutzgebiete ein grenzüberschreitendes Ökosystem mit einer vielfältigen Tierwelt.
Während der Trockenzeit konzentrieren sich viele Tiere in der schmalen Ebene zwischen dem Fluss und dem Sambesi-Steilhang. Elefanten ziehen regelmäßig durch die Camps, durchqueren flache Flussarme oder schwimmen zwischen den Inseln. Außerdem lassen sich Büffel, Löwen, Leoparden, Flusspferde, Krokodile und zahlreiche Wasservögel beobachten.
Giraffen und Geparden kommen im Lower Zambezi nicht vor. Auch Nashörner fehlen, nachdem sie durch Wilderei aus diesem Gebiet verschwunden sind.
Die Besonderheit des Lower Zambezi liegt in der Kombination unterschiedlicher Safariaktivitäten. Neben klassischen Pirschfahrten könnt ihr den Nationalpark auf Bootsfahrten, Kanusafaris und geführten Wanderungen erkunden. Dadurch erlebt ihr Tiere und Landschaften aus wechselnden Perspektiven und müsst nicht jede Beobachtung aus dem Geländewagen machen.
Mehr über die Unterschiede zwischen den sambischen Safarigebieten erfahrt ihr in unserem Artikel „Sambia: Afrikas bestgehütetes Geheimnis“.
Beste Reisezeit
Die klassische Reisezeit reicht von Juni bis Oktober. Mit fortschreitender Trockenzeit konzentrieren sich immer mehr Tiere am Sambesi und an den verbleibenden Wasserstellen.
September und Oktober bieten häufig besonders intensive Tierbeobachtungen, können jedoch sehr heiß werden. Juni bis August sind klimatisch meist angenehmer und eignen sich besonders gut für aktive Safaris.
Besucheraufkommen und Privatsafari
Das Besucher- und Fahrzeugaufkommen ist insgesamt gering. Die kleinen Camps verteilen sich entlang des Sambesi, innerhalb des Nationalparks und in den angrenzenden Schutzgebieten.
Pirschfahrten sowie Boots-, Kanu- und Lodgeaktivitäten finden häufig gemeinsam mit anderen Gästen statt. Wenn ihr ein privates Fahrzeug, Boot oder einen ausschließlich für euch zuständigen Guide möchtet, muss dies in der Regel ausdrücklich gebucht werden.
Empfohlene Mindestaufenthaltsdauer
Mindestens drei Nächte, besser vier. Bei drei Nächten bleiben normalerweise nur zwei vollständig nutzbare Safaritage.
Vier Nächte geben euch mehr Zeit, Pirschfahrten mit Bootsfahrten, Kanusafaris und Wanderungen zu kombinieren, ohne das Programm unnötig zu verdichten.
Für wen ist der Lower Zambezi geeignet?
Der Lower Zambezi eignet sich besonders für:
- Reisende, die klassische Tierbeobachtungen mit Aktivitäten auf dem Wasser verbinden möchten
- Elefantenliebhaber
- Fotografen, die Tiere aus unterschiedlichen Perspektiven aufnehmen möchten
- aktive Reisende mit Interesse an Kanu- und Wandersafaris
- Naturliebhaber, die kleine Camps und eindrucksvolle Flusslandschaften schätzen
- Reisende, die South Luangwa um ein landschaftlich völlig anderes Safarigebiet ergänzen möchten
Vorteile
- außergewöhnlich vielfältige Safariaktivitäten
- hervorragende Elefantenbeobachtungen
- Pirschfahrten, Bootsfahrten, Kanusafaris und Wanderungen kombinierbar
- kleine und häufig abgelegen gelegene Camps
- eindrucksvolle Landschaft aus Flussarmen, Inseln, Sandbänken und großen Bäumen
- sehr gute Möglichkeiten zur Beobachtung von Flusspferden, Krokodilen und Wasservögeln
- gute Chancen auf Löwen und Leoparden
- ausgezeichnet mit South Luangwa kombinierbar
Nachteile
- viele abgelegene Camps werden am schnellsten mit dem Kleinflugzeug erreicht
- alternativ mögliche Straßen- und Bootstransfers können deutlich länger dauern
- Kanusafaris sind nicht für jeden Reisenden geeignet und setzen voraus, dass ihr euch auf dem Wasser wohlfühlt
- Giraffen, Geparden und Nashörner kommen im Schutzgebiet nicht vor
- die Preise der Camps innerhalb des Nationalparks sind während der Hauptsaison vergleichsweise hoch
- September und Oktober können sehr heiß sein
- viele Camps schließen während der Regenzeit
Passende Natouralist-Reisen
Die Reise „Sambia – die unbekannte Schöne“ verbindet die tierreichen Landschaften von South Luangwa mit den wassergeprägten Safari-Erlebnissen des Lower Zambezi.
Auf der längeren „Sambia Grand Safari“ werden Pirschfahrten im Lower Zambezi mit Boots-, Kanu- und Wandersafaris kombiniert. Dadurch ist der Nationalpark nicht nur eine weitere Station der Reise, sondern bildet einen bewussten Kontrast zu den klassischen Landsafaris in anderen Schutzgebieten Sambias.
4: Ruaha: Große Löwenrudel im Süden Tansanias
Der Ruaha-Nationalpark gehört zu den bedeutendsten Safarigebieten im wenig besuchten Süden Tansanias. Im Vergleich zur Serengeti, zum Ngorongoro-Krater oder zum Tarangire-Nationalpark ist Ruaha erheblich ruhiger und ursprünglicher.
Die Lebensader des Parks ist der Great Ruaha River. Während der Trockenzeit versammeln sich an seinem Flussbett und den verbleibenden Wasserstellen Elefanten, Büffel, Giraffen, Kudus, Impalas und zahlreiche weitere Antilopenarten. Die hohe Konzentration an Beutetieren zieht wiederum Löwen, Leoparden, Hyänen und gelegentlich Afrikanische Wildhunde an.
Ruaha ist insbesondere für seine großen Löwenrudel und seine bedeutende Löwenpopulation bekannt. Auch Elefanten und Leoparden werden regelmäßig beobachtet. Geparden und Afrikanische Wildhunde kommen ebenfalls vor, Sichtungen sind jedoch deutlich seltener und erfordern etwas Glück.
Die trockene, raue Landschaft mit mächtigen Baobabs, felsigen Hügeln, Akazienwäldern und sandigen Flussbetten unterscheidet sich deutlich von den offenen Ebenen der Serengeti.
Eine grundlegende Übersicht über Reisezeiten, Regionen und mögliche Routen findet ihr auf unserer Seite über Tansania-Safaris.
Beste Reisezeit
Die klassische Reisezeit reicht von Juni bis Oktober. Mit fortschreitender Trockenzeit konzentrieren sich immer mehr Tiere am Great Ruaha River und an den verbleibenden Wasserstellen.
September und Oktober bieten häufig besonders intensive Tierbeobachtungen. Die Landschaft ist dann allerdings sehr trocken und die Temperaturen können hoch sein. Juni bis August sind klimatisch meist angenehmer, während die Vegetation noch etwas grüner ist.
Besucheraufkommen und Privatsafari
Das Besucher- und Fahrzeugaufkommen ist sehr gering. Selbst während der Hauptsaison könnt ihr längere Zeit unterwegs sein, ohne einem anderen Fahrzeug zu begegnen.
An besonders bekannten Wasserstellen oder außergewöhnlichen Tiersichtungen können dennoch mehrere Fahrzeuge zusammenkommen. Im Vergleich zu den berühmten Nationalparks im Norden Tansanias bleibt das Safari-Erlebnis jedoch ausgesprochen ruhig.
Mit einem privaten Fahrzeug könnt ihr die Dauer der Tierbeobachtungen, die Pausen und den Tagesablauf flexibel gestalten. Lodge-Aktivitäten finden dagegen häufig gemeinsam mit anderen Gästen statt, sofern kein privates Fahrzeug oder kein privater Guide gebucht wurde.
Empfohlene Mindestaufenthaltsdauer
Mindestens vier Nächte. Aufgrund der enormen Ausdehnung des Parks und der teilweise großen Entfernungen zwischen den einzelnen Gebieten lohnt sich ein kurzer Aufenthalt kaum.
Wenn ihr unterschiedliche Regionen des Parks kennenlernen möchtet, sind fünf bis sechs Nächte und gegebenenfalls die Kombination zweier Camps sinnvoll. Tägliche Campwechsel sind nicht empfehlenswert, da sie wertvolle Safarizeit kosten.
Für wen ist Ruaha geeignet?
Ruaha eignet sich besonders für:
- Löwenliebhaber
- erfahrene Safarireisende
- Wildlife-Fotografen
- Reisende, die längere und ungestörte Tierbeobachtungen schätzen
- Naturliebhaber, die trockene und ursprüngliche Landschaften bevorzugen
- Reisende, die den stärker besuchten Norden Tansanias bereits kennen
- Safari-Enthusiasten, für die Abgeschiedenheit wichtiger ist als eine möglichst lange Artenliste
Vorteile
- sehr geringes Besucher- und Fahrzeugaufkommen
- große und bedeutende Löwenpopulation
- gute Chancen auf Elefanten- und Leopardenbeobachtungen
- mit Glück Sichtungen Afrikanischer Wildhunde und Geparden
- große Büffelherden und vielfältige Antilopenarten
- eindrucksvolle Landschaft mit Baobabs, felsigen Hügeln und trockenen Flussbetten
- lange und weitgehend ungestörte Tierbeobachtungen möglich
- klassische Pirschfahrten und geführte Wandersafaris kombinierbar
- je nach Camp und genauer Lage können zusätzliche Aktivitäten angeboten werden
Nachteile
- sehr große Entfernungen innerhalb des Nationalparks
- Anreise per Inlandsflug oder über eine lange Überlandfahrt
- während und unmittelbar nach der Regenzeit erschweren dichte Vegetation und verteilte Wasserquellen die Tierbeobachtung
- geringere Auswahl an Unterkünften als im Norden Tansanias
- hochwertige Camps innerhalb des Parks können teuer sein
- in einigen Gebieten kommen viele Tsetsefliegen vor
- seltene Tierarten wie Wildhunde und Geparden sind nicht zuverlässig zu beobachten
Passende Natouralist-Reise
Die Reise „Tansania – unbekannter Süden“ verbindet Ruaha mit dem Nyerere-Nationalpark, Mikumi und den bewaldeten Udzungwa Mountains.
Die Route wird von einem Natouralist-Safari-Guide begleitet und umfasst intensive Pirschfahrten sowie weitere Aktivitäten: Bootsfahrten im Nyerere-Nationalpark, eine Wanderung in den Udzungwa Mountains sowie eine geführte Fußsafari und eine Nachtfahrt im Ruaha-Gebiet. So verbindet die Reise klassische Tierbeobachtungen mit Wasser-, Wald- und Wandererlebnissen im wenig besuchten Süden Tansanias.
5: Ruaha-Safari und Mahale-Nationalparks, Tansania
Eine weitere unglaublich coole Safari, die sich in etwas mehr als einer Woche unterbringen lässt, führt nach Tansania, um zwei unserer absoluten Lieblingsreservate in Afrika zu kombinieren.
Von Ruaha habt ihr mich sicher schon oft schwärmen hören, aber dieses abgelegene Reservat im Süden ist der coolste Ort überhaupt, mit fantastischen Lodges und unglaublichen Guides. Es ist einer dieser Orte am Ende der Welt, an die alle coolen Leute ziehen.
Tolle Wildtierbeobachtungen mit Elefanten, Löwen und dem Rest der Truppe, dazu großartige Wandersafaris.
Mahale ist der ultimative Ort für Primatenbeobachtungen – extrem abgelegen, extrem schön und extrem cool. Das Schimpansen-Erlebnis hier übertrifft die bekannten Berggorilla-Erlebnisse in Uganda und Ruanda bei weitem.
Die beste Reisezeit ist von Mai bis Dezember, die Kosten liegen bei 10.000 US-Dollar pro Person, und die Verfügbarkeit ist äußerst begrenzt. Man muss wirklich so früh wie möglich im Voraus planen.
6: Nyerere Nationalpark, Tansania
Der Nyerere-Nationalpark entstand 2019 aus einem großen Teil des früheren Selous Game Reserve. Er ist deutlich größer als die bekannten Nationalparks im Norden Tansanias und bietet eine völlig andere Safarilandschaft.
Der für Reisende erschlossene Norden des Parks wird vom Rufiji-Fluss, miteinander verbundenen Seen, Kanälen, Palmenhainen und bewaldeten Uferlandschaften geprägt. Im Gegensatz zu den offenen Ebenen der Serengeti wirkt Nyerere vielerorts grüner und stärker vom Wasser bestimmt.
Zur Tierwelt gehören Elefanten, Büffel, Giraffen, Löwen, Leoparden, Flusspferde und Krokodile. Der Park ist außerdem ein wichtiger Lebensraum für Afrikanische Wildhunde. Die Chancen auf eine Begegnung sind gut, Sichtungen bleiben jedoch von den Bewegungen der Rudel und etwas Glück abhängig.
Zu den größten Stärken des Parks zählen die Bootsfahrten auf dem Rufiji und den angrenzenden Seen. Dabei könnt ihr Elefanten, Flusspferde, Krokodile und zahlreiche Wasservögel aus einer völlig anderen Perspektive beobachten. Gemeinsam mit Pirschfahrten und geführten Wanderungen entsteht ein abwechslungsreiches Safarierlebnis, das weit über klassische Tierbeobachtungen aus dem Geländewagen hinausgeht.
Weitere Informationen über mögliche Routen und Kombinationen findet ihr auf unserer Seite zu den Tansania-Safaris.
Beste Reisezeit
Die klassische Reisezeit reicht von Juni bis Oktober. Mit fortschreitender Trockenzeit versammeln sich immer mehr Tiere rund um den Rufiji-Fluss, die Seen und die verbleibenden Wasserstellen.
September und Oktober bieten häufig besonders intensive Tierbeobachtungen, können jedoch sehr heiß werden. Juni bis August sind klimatisch meist angenehmer und eignen sich gut für die Kombination aus Pirschfahrten, Bootsfahrten und Wanderungen.
Besucheraufkommen und Privatsafari
Das Besucher- und Fahrzeugaufkommen ist insgesamt gering. Rund um einzelne Seen und besonders produktive Tierbeobachtungsgebiete können sich mehrere Fahrzeuge begegnen. Im Vergleich zur Serengeti oder zum Ngorongoro-Krater bleibt Nyerere jedoch ausgesprochen ruhig.
Mit einem privaten Fahrzeug könnt ihr den Tagesablauf und die Dauer einzelner Beobachtungen flexibel gestalten. Bootsfahrten, Wanderungen und andere Lodge-Aktivitäten werden dagegen häufig gemeinsam mit weiteren Gästen durchgeführt, sofern kein privates Boot oder kein eigener Guide gebucht wurde.
Empfohlene Mindestaufenthaltsdauer
Mindestens drei Nächte, besser vier. Bei einem Aufenthalt von drei Nächten stehen meistens nur zwei vollständig nutzbare Safaritage zur Verfügung.
Vier Nächte ermöglichen es euch, Pirschfahrten, Bootsfahrten und eine geführte Wanderung miteinander zu verbinden, ohne das Programm unnötig zu verdichten.
Für wen ist Nyerere geeignet?
Nyerere eignet sich besonders für:
- Reisende, die Pirschfahrten mit Bootsfahrten und Wanderungen kombinieren möchten
- Liebhaber Afrikanischer Wildhunde
- Elefanten- und Vogelliebhaber
- Fotografen, die Tiere aus unterschiedlichen Perspektiven aufnehmen möchten
- Reisende, die eine wassergeprägte Safarilandschaft suchen
- erfahrene Afrikareisende, die eine Alternative zum Norden Tansanias kennenlernen möchten
- Naturliebhaber, die kleine Camps und ein geringes Besucheraufkommen schätzen
Vorteile
- gute Chancen auf Afrikanische Wildhunde
- ausgezeichnete Bootsfahrten
- abwechslungsreiche Fluss-, Kanal- und Seenlandschaften
- Pirschfahrten, Bootsfahrten und Wandersafaris kombinierbar
- gute Beobachtungsmöglichkeiten für Elefanten, Flusspferde und Krokodile
- vielfältige Vogelwelt
- kleine und naturnah gelegene Camps
- wesentlich geringeres Besucheraufkommen als in den bekanntesten Parks Nordtansanias
- sehr gut mit Ruaha kombinierbar
Nachteile
- der touristisch erschlossene Norden bildet nur einen kleinen Teil des riesigen Schutzgebietes
- die meisten Safaris konzentrieren sich auf eine begrenzte Region rund um den Rufiji und die Seen
- während der grünen Jahreszeit erschweren dichte Vegetation und weit verteilte Wasserquellen die Tierbeobachtung
- einige Camps schließen während der Regenzeit
- für die Kombination mit Ruaha ist meist ein Inlandsflug oder eine lange Überlandfahrt notwendig
- Wildhundsichtungen sind trotz guter Chancen nicht garantiert
- September und Oktober können sehr heiß sein
Passende Natouralist-Reise
Die Reise „Tansania – unbekannter Süden“ verbindet Nyerere mit Mikumi, den Udzungwa Mountains und dem Ruaha-Nationalpark.
Im Nyerere-Nationalpark umfasst die Reise Pirschfahrten und Bootsfahrten. Anschließend sorgen die Wanderung in den Udzungwa Mountains sowie die Safariaktivitäten in Ruaha für einen deutlichen landschaftlichen und inhaltlichen Kontrast. Die Route wird von einem Natouralist-Safari-Guide begleitet und richtet sich besonders an Reisende, die den weniger besuchten Süden Tansanias intensiv kennenlernen möchten.
7: Liuwa Plain: Gnumigration in völliger Abgeschiedenheit
Der Liuwa-Plain-Nationalpark liegt im äußersten Westen Sambias und gehört zu den abgelegensten Safarigebieten im südlichen Afrika. Seine weiten, nahezu baumlosen Grasebenen erinnern stellenweise an die Serengeti, werden jedoch nur von sehr wenigen Reisenden besucht.
Liuwa ist vor allem für seine Gnumigration bekannt, die als zweitgrößte Afrikas gilt. Zehntausende Streifengnus ziehen auf der Suche nach frischem Gras über die Ebenen. Begleitet werden sie von Zebras und vor allem von großen Populationen Tüpfelhyänen. Auch Geparden kommen vor. Löwen und Afrikanische Wildhunde sind dagegen deutlich seltener und sollten nicht als garantierte Sichtungen eingeplant werden.
Mit Beginn der Regenzeit verwandelt sich die trockene Ebene. Gewitter bauen sich über dem offenen Horizont auf, Wasser füllt die Senken und frisches Gras bedeckt die Landschaft. Gleichzeitig erreichen zahlreiche Zugvögel das Gebiet. Diese Kombination aus Tierwanderung, Vogelreichtum und dramatischen Wetterstimmungen macht Liuwa besonders interessant für Landschafts- und Naturfotografen.
Liuwa eignet sich vor allem für Reisende, die klassische Safarigebiete bereits kennen und bewusst eine abgelegene, saisonal geprägte Wildnis suchen. Einen allgemeinen Überblick über das Reiseland findet ihr in unserem Artikel „Sambia: Afrikas bestgehütetes Geheimnis“.
Beste Reisezeit
Für die Gnumigration und die größten Ansammlungen der Herden sind November und Dezember besonders empfehlenswert. Die ersten Regenfälle lassen frisches Gras wachsen und lösen die Wanderbewegungen aus. Der genaue Verlauf hängt jedoch stark vom Zeitpunkt und von der Intensität der Niederschläge ab.
Eine weitere interessante Reisezeit ist von März bis Mai. Dann ist die Landschaft grün und die Vogelwelt besonders vielfältig. Allerdings können Überschwemmungen und schwierige Straßenverhältnisse die Erreichbarkeit einzelner Gebiete beeinträchtigen.
Im Januar und Februar können große Teile des Parks zeitweise kaum zugänglich sein. August bis Oktober eignen sich eher für trockene Landschaften und Abgeschiedenheit, gelten aber nicht als beste Zeit für die Gnumigration.
Besucheraufkommen und Privatsafari
Das Besucher- und Fahrzeugaufkommen ist extrem gering. Begegnungen mit anderen Safarifahrzeugen sind selten, und manche Tierbeobachtungen habt ihr vollständig für euch allein.
Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass jede Safari privat durchgeführt wird. Mobile Safaris und Aktivitäten einzelner Camps können gemeinsam mit einer kleinen Gruppe stattfinden. Ein privates Fahrzeug oder ein persönlicher Guide muss ausdrücklich vereinbart werden.
Empfohlene Mindestaufenthaltsdauer
Mindestens vier Nächte. Aufgrund der aufwendigen An- und Abreise lohnt es sich nicht, Liuwa nur für einen kurzen Aufenthalt zu besuchen.
Fünf Nächte sind ideal, wenn ihr die Bewegungen der Gnuherden verfolgen, unterschiedliche Landschaftsbereiche erkunden und flexibel auf Wetterveränderungen reagieren möchtet.
Für wen ist Liuwa Plain geeignet?
Liuwa eignet sich besonders für:
- erfahrene Afrikareisende und Wiederholungsbesucher
- Landschafts- und Naturfotografen
- Vogelbeobachter
- Liebhaber von Tierwanderungen
- Reisende, die vollständige Abgeschiedenheit suchen
- Safari-Enthusiasten, denen Wildnis wichtiger ist als eine möglichst lange Artenliste
- abenteuerlustige Reisende, die mit einfachen Unterkünften und schwierigen Straßenverhältnissen umgehen können
Vorteile
- eines der am wenigsten besuchten Savannengebiete Afrikas
- Afrikas zweitgrößte Gnumigration
- große Herden von Streifengnus und Zebras
- ausgezeichnete Möglichkeiten zur Beobachtung von Tüpfelhyänen
- gute Chancen auf Geparden
- spektakuläre Vogelwelt während der grünen Jahreszeit
- dramatische Gewitter, weite Horizonte und außergewöhnliche Lichtstimmungen
- sehr wenige Fahrzeuge bei Tierbeobachtungen
- authentisches Wildniserlebnis ohne klassische Safari-Infrastruktur
Nachteile
- aufwendige und saisonabhängige Anreise
- sehr begrenzte Auswahl an Unterkünften
- mobile Camps bieten teilweise nur einfachen Komfort
- Überschwemmungen und schwierige Straßenverhältnisse während der Regenzeit
- der Park kann im Januar und Februar zeitweise kaum zugänglich sein
- geringerer Artenreichtum als in klassischen Big-Five-Gebieten
- Löwen und Afrikanische Wildhunde werden nur selten beobachtet
- Reisezeit und Tierbewegungen hängen stark von den Niederschlägen ab
Passende Natouralist-Reise
Die Liuwa Plain Mobilsafari wird zu ausgewählten Terminen rund um die Gnumigration durchgeführt. Die Unterbringung erfolgt in einem einfachen mobilen Camp, sodass ihr mitten in der Wildnis und in unmittelbarer Nähe zu den saisonalen Tierbewegungen übernachtet.
Liuwa ist nicht Bestandteil jeder festen Sambia-Reise. Der Nationalpark kann jedoch abhängig von Saison, Flugverbindungen und Verfügbarkeit in eine individuell geplante Safari integriert werden. Als Grundlage für eine längere Reise eignen sich die „Sambia Grand Safari“ oder „Sambia – die unbekannte Schöne“. Die Erweiterung nach Liuwa muss dabei individuell geplant werden und ist keine regulär enthaltene Etappe dieser Reisen.
7. Zakouma: Großtierbeobachtung im Tschad
Der Zakouma-Nationalpark im Südosten des Tschad gehört zu den außergewöhnlichsten Safarizielen Afrikas. Seine Lage zwischen Sahelzone und den fruchtbareren Savannen Zentralafrikas schafft ein Ökosystem, das sich deutlich von den klassischen Safarigebieten Ost- und Südafrikas unterscheidet.
Die Anreise ist logistisch aufwendig. Von N’Djamena sind es auf dem Landweg etwa 860 Kilometer beziehungsweise zwölf bis vierzehn Stunden. Alternativ kann ein privater Charterflug organisiert werden. Dafür bietet Zakouma ein Wildniserlebnis, das in den bekannteren Safariländern nur noch selten zu finden ist.
Während der Trockenzeit versammeln sich große Herden von Büffeln und Antilopen an den verbleibenden Wasserstellen. Auch Elefanten, Löwen, Tiang-Antilopen, Lelwel-Kuhantilopen und zahlreiche weitere Tierarten können beobachtet werden. Zakouma ist außerdem eines der wichtigsten Schutzgebiete der seltenen Kordofan-Giraffe.
Ein weiteres herausragendes Merkmal ist die Vogelwelt. Zehntausende Wasservögel sammeln sich an den austrocknenden Wasserstellen, darunter große Schwärme von Kronenkranichen, Sporngänsen und Witwenpfeifgänsen.
Zakouma eignet sich nicht für Reisende, die eine unkomplizierte erste Safari suchen. Das Gebiet richtet sich an sehr erfahrene Afrikareisende, die bewusst ein abgelegenes Ziel wählen und bereit sind, aufwendige Logistik, begrenzte Infrastruktur und erhöhte Sicherheitsanforderungen in Kauf zu nehmen.
Aktuelle Informationen zur Saison, zu Unterkünften und zur Erreichbarkeit veröffentlicht African Parks auf seiner Zakouma-Seite.
Beste Reisezeit
Der Park ist normalerweise von Ende November bis Ende Mai für Besucher geöffnet. Während der Regenzeit bleibt er für touristische Aktivitäten geschlossen.
Die Monate Januar und Februar bieten angenehmere Temperaturen und bereits gute Tierkonzentrationen. Von März bis Mai sammeln sich besonders viele Tiere an den verbleibenden Wasserstellen. Dies ist häufig die intensivste Zeit für Tierbeobachtungen, allerdings können die Tagestemperaturen dann 40 bis 45 Grad Celsius erreichen.
Öffnungszeiten, Campbetrieb, Charterflüge und Zugangsbedingungen müssen vor jeder Reise erneut bestätigt werden.
Besucheraufkommen und Privatsafari
Das internationale Besucheraufkommen ist sehr gering. Im Park gibt es nur wenige Unterkünfte und eine begrenzte Zahl organisierter Safaris.
Wenig Besucher bedeuten jedoch nicht automatisch eine vollständig private Safari. Fahrzeuge, Guides und Aktivitäten können mit anderen Gästen geteilt werden. Wenn ihr ein privates Fahrzeug oder einen ausschließlich für euch zuständigen Guide möchtet, muss dies ausdrücklich angefragt und bestätigt werden.
Empfohlene Mindestaufenthaltsdauer
Mindestens vier bis fünf Nächte im Nationalpark. Aufgrund der langen und kostspieligen Anreise ist ein kürzerer Aufenthalt kaum sinnvoll.
Bei einer Anreise auf dem Landweg sollten zusätzliche Puffertage eingeplant werden. Auch bei Charterflügen empfiehlt sich ein großzügiger Zeitplan, da Wetter, Hitze und logistische Änderungen den Flugplan beeinflussen können.
Für wen ist Zakouma geeignet?
Zakouma eignet sich besonders für:
- sehr erfahrene Afrikareisende
- Wildlife- und Naturfotografen
- Liebhaber abgelegener Savannenlandschaften
- Vogelbeobachter
- Reisende mit besonderem Interesse an der Kordofan-Giraffe
- Safari-Enthusiasten, die bekannte Reiseziele bereits besucht haben
- Reisende, die für ein außergewöhnliches Gebiet komplexere Logistik und eingeschränkten Komfort akzeptieren
Vorteile
- eines der ungewöhnlichsten und am wenigsten bereisten Safarigebiete Afrikas
- große Ansammlungen von Büffeln und Antilopen während der Trockenzeit
- wachsende Elefantenpopulation
- bedeutender Lebensraum der seltenen Kordofan-Giraffe
- außergewöhnlich vielfältige Vogelwelt
- zehntausende Wasservögel an den saisonalen Wasserstellen
- eindrucksvolle Tierkonzentrationen von März bis Mai
- Landschaften und Tierarten, die sich deutlich von Ost- und Südafrika unterscheiden
- intensive Tierbeobachtungen mit vergleichsweise wenigen internationalen Gästen
Nachteile
- sehr aufwendige und kostspielige Anreise
- Charterflüge müssen individuell organisiert werden
- die Überlandfahrt ab N’Djamena dauert etwa zwölf bis vierzehn Stunden
- sehr geringe Auswahl an Unterkünften
- kurze und stark saisonabhängige Reisesaison
- extreme Hitze von März bis Mai
- eingeschränkte medizinische und touristische Infrastruktur
- Visum, Einladungsschreiben und weitere Formalitäten erforderlich
- für Foto- und Filmaufnahmen außerhalb des Nationalparks gelten strenge Vorschriften
- Sicherheitslage, Flugverbindungen und Durchführbarkeit müssen fortlaufend überprüft werden
Wichtiger Sicherheitshinweis
Für den Tschad besteht derzeit eine Teilreisewarnung. Das Auswärtige Amt rät auch von nicht notwendigen Reisen in die übrigen Landesteile einschließlich N’Djamena ab. Es weist unter anderem auf Terrorismus, ein erhöhtes Entführungsrisiko für westliche Reisende, Gewaltkriminalität und erhebliche Risiken bei Überlandfahrten hin.
Vor einer konkreten Planung müssen deshalb die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts, die Bedingungen der Reiseversicherung sowie die Sicherheits- und Transferkonzepte des örtlichen Veranstalters geprüft werden.
Natouralist-Planung
Eine Reise nach Zakouma kann nicht als standardisierte Safari geplant werden. Termine, Unterkünfte, Charterflüge, Visa, Einladungsschreiben, Sicherheitslage und Versicherungsschutz müssen für jede Anfrage individuell geprüft werden.
Anfragen sind über die persönliche Reiseberatung von Natouralist möglich. Eine Durchführung sollte erst angeboten werden, wenn die aktuellen Sicherheitsbedingungen, die vollständige Transportkette und ein ausreichender Versicherungsschutz bestätigt sind.
8. Loango: Waldelefanten zwischen Regenwald und Atlantik
Gabun ist kein klassisches Safariland – und genau darin liegt sein besonderer Reiz. Im Loango-Nationalpark treffen dichter Regenwald, offene Savannen, Mangroven, Sümpfe, Lagunen und die Atlantikküste auf engem Raum zusammen.
Statt der typischen Tierwelt ostafrikanischer Savannen stehen hier Waldelefanten, Waldbüffel, Sitatungas, Flachlandgorillas, Schimpansen und zahlreiche weitere Primatenarten im Mittelpunkt. Auch Flusspferde, Krokodile, Pinselohrschweine und mehr als 400 Vogelarten gehören zur Tierwelt des Parks.
Loango wird zu Fuß, mit dem Boot und bei Pirschfahrten erkundet. Aufgrund der dichten Vegetation sind Tierbeobachtungen weniger vorhersehbar als in einer offenen Savanne. Tiere können sich im Wald innerhalb weniger Augenblicke verbergen – gerade diese Unberechenbarkeit macht den besonderen Charakter einer Safari in Gabun aus.
Wer innerhalb weniger Tage möglichst viele Tierarten von einer Liste abhaken möchte, ist in Loango wahrscheinlich nicht richtig. Geduldige Reisende erleben hier jedoch eine der ungewöhnlichsten Verbindungen von Regenwald, Savanne, Lagunenlandschaft und Atlantikküste in ganz Afrika.
Einen Überblick über weitere Schutzgebiete, Aktivitäten und Reiseideen findet ihr auf unserer Seite über Safaris in Gabun.
Beste Reisezeit
Die beste Reisezeit hängt stark davon ab, welche Tiere und Landschaften ihr erleben möchtet.
Von Juli bis September herrscht die kühlere Trockenzeit. Diese Monate eignen sich besonders gut für Tierbeobachtungen im Akaka-Gebiet, Wanderungen und Bootsfahrten. Gleichzeitig ziehen Buckelwale vor der Küste Gabuns entlang.
Von Dezember bis März ist die Landschaft grüner. Diese Zeit kann sich ebenfalls für Gorilla-Trekking und Tierbeobachtungen eignen. Einige Wege sind dann jedoch schwieriger befahrbar, und die hohe Luftfeuchtigkeit macht Wanderungen anstrengender.
Meeresschildkröten, Buckelwale, Gorillas sowie Elefanten oder Flusspferde am Strand unterliegen unterschiedlichen saisonalen Bedingungen. Die Reisezeit sollte deshalb nach dem gewünschten Schwerpunkt gewählt werden.
Besucheraufkommen und Privatsafari
Das Besucheraufkommen ist sehr gering. Bereits die aufwendige Anreise mit Flugzeug, Geländewagen und Boot begrenzt die Zahl der Reisenden.
Wenig Besucher bedeuten jedoch nicht automatisch, dass sämtliche Aktivitäten privat stattfinden. Bootsfahrten, Wanderungen, Gorilla-Trekkings und Pirschfahrten können gemeinsam mit anderen Campgästen durchgeführt werden. Private Arrangements müssen im Voraus vereinbart werden.
Empfohlene Mindestaufenthaltsdauer
Mindestens vier bis fünf Nächte, besser sechs oder sieben. Die einzelnen Lebensräume liegen teilweise weit auseinander und werden mit unterschiedlichen Verkehrsmitteln erreicht.
Ein längerer Aufenthalt erhöht außerdem die Chancen auf besondere Tierbeobachtungen, da sich Waldelefanten, Gorillas und andere Tiere im dichten Regenwald nicht nach einem festen Zeitplan zeigen.
Für wen ist Loango geeignet?
Loango eignet sich besonders für:
- erfahrene Afrikareisende
- Primatenfreunde
- Liebhaber von Waldelefanten
- Natur- und Landschaftsfotografen
- Vogelbeobachter
- Reisende mit Interesse an Regenwald- und Küstenökosystemen
- geduldige Naturliebhaber, denen intensive Erlebnisse wichtiger sind als eine lange Liste gesichteter Großtiere
- Reisende, die Bootsfahrten, Wanderungen und Pirschfahrten kombinieren möchten
Vorteile
- einzigartige Verbindung von Regenwald, Savanne, Lagunen und Atlantikküste
- Waldelefanten und Waldbüffel
- Gorilla-Trekking zu habituierten Flachlandgorillas möglich
- vielfältige Primaten- und Vogelwelt
- sehr geringes Besucheraufkommen
- Bootsfahrten, Wanderungen und Pirschfahrten kombinierbar
- Buckelwale vor der Küste von Juli bis September
- Meeresschildkröten zu bestimmten Jahreszeiten
- außergewöhnliche Möglichkeiten für Natur- und Landschaftsfotografie
Nachteile
- Tiere sind in der dichten Vegetation schwieriger zu finden
- Beobachtungen von Waldelefanten oder Flusspferden am Strand sind selten und niemals garantiert
- Tierbeobachtungen erfordern Geduld und flexible Erwartungen
- logistisch aufwendige Anreise mit mehreren Verkehrsmitteln
- hohe Luftfeuchtigkeit
- Wanderungen können körperlich anstrengend sein
- Wege und Transfers können während der Regenzeit schwieriger werden
- kleine Auswahl an Camps und begrenzte Verfügbarkeiten
- weniger klassische Großwildsichtungen als in Ost- oder Südafrika
Passende Natouralist-Reisen
Die Reise „Gabun – das Herz von Afrika“ führt in den Loango- und den Pongara-Nationalpark. In Loango stehen Gorilla-Trekking, Bootsfahrten, Wanderungen und die Suche nach Waldelefanten, Waldbüffeln und weiteren Regenwaldtieren im Mittelpunkt. Pongara ergänzt die Reise um Mangroven, Strände und weitere Küstenlandschaften.
Die Reise „Gabun Loango Safari mit São Tomé und Príncipe“ konzentriert sich zunächst auf die unterschiedlichen Lebensräume des Loango-Nationalparks. Anschließend wird das Wildniserlebnis mit den Regenwäldern, Vulkanlandschaften und Stränden von São Tomé und Príncipe kombiniert.
9: Kwara Concession: Private Safari im Okavango-Delta
Die private Kwara Concession liegt im nordöstlichen Okavango-Delta, unmittelbar nördlich des Moremi-Wildreservats. Auf vergleichsweise engem Raum findet Ihr hier eine außergewöhnliche Vielfalt an Lebensräumen: permanente Wasserläufe und Lagunen, saisonal überschwemmte Ebenen, Palmeninseln sowie trockenere Savannen- und Waldgebiete.
Kwara ist vor allem für seine ausgezeichneten Raubtierbeobachtungen bekannt. Die Chancen auf Löwen, Leoparden, Tüpfelhyänen und Afrikanische Wildhunde sind sehr gut. Darüber hinaus leben in der Konzession Elefanten, Büffel, Giraffen, Zebras, Flusspferde, zahlreiche Antilopenarten und eine bemerkenswerte Vielfalt an Vögeln.
Da es sich um eine private Konzession handelt, sind weder Tagesbesucher noch Selbstfahrer zugelassen. Pirschfahrten abseits der Wege und Nachtfahrten sind möglich, sofern die aktuellen Konzessionsbestimmungen und die Bedingungen vor Ort dies erlauben. Klassische Pirschfahrten lassen sich – abhängig vom Wasserstand – mit Bootsfahrten und Mokoro-Ausflügen kombinieren.
Der Zugang zur Konzession ist auf die Gäste der dort ansässigen Camps beschränkt. Dadurch ist die Fahrzeugdichte erheblich geringer als in öffentlich zugänglichen Schutzgebieten. Bei interessanten Sichtungen könnt Ihr gewöhnlich länger verweilen, ohne dass sich innerhalb weniger Minuten eine Wagenkolonne bildet.
Beste Reisezeit
Die klassische Reisezeit für Kwara reicht von Juni bis Oktober. Während dieser Monate konzentrieren sich viele Tiere an den dauerhaften Wasserstellen und in den überschwemmten Bereichen des Deltas.
Das Hochwasser des Okavango erreicht Botswana gewöhnlich während der Trockenzeit. Zeitpunkt, Ausdehnung und Wasserstand unterscheiden sich jedoch von Jahr zu Jahr. Deshalb lässt sich nicht langfristig garantieren, welche Wasserwege befahrbar sind und ob Boots- und Mokoro-Ausflüge tatsächlich stattfinden können.
Auch die grüne Jahreszeit von November bis März kann sehr reizvoll sein. Die Landschaft ist dann üppiger, zahlreiche Zugvögel sind anwesend und viele Tierarten bringen ihren Nachwuchs zur Welt. Regen, dichteres Gras und größere Wasserverfügbarkeit können Tierbeobachtungen allerdings stellenweise erschweren.
Besucheraufkommen und Privatsafari
Das Besucheraufkommen ist sehr gering. Die Kwara Concession ist ausschließlich für Gäste der dort gelegenen Camps zugänglich; Tagesbesucher und Selbstfahrer haben keinen Zutritt.
Pirschfahrten finden gewöhnlich gemeinsam mit anderen Campgästen statt. Möchtet Ihr Fahrzeug, Guide und Tagesablauf ausschließlich für Euch haben, muss ein privates Safarifahrzeug ausdrücklich reserviert werden. Dadurch könnt Ihr Abfahrtszeiten, die Dauer einzelner Tierbeobachtungen und die Position des Fahrzeugs besser an Eure fotografischen Interessen anpassen.
Empfohlene Mindestdauer
Mindestens drei, besser vier Nächte. So bleibt genügend Zeit für Pirschfahrten und Nachtfahrten sowie – bei geeignetem Wasserstand – für Boots- oder Mokoro-Ausflüge.
Für wen geeignet?
Für Tierfotografen, Raubtierfreunde und erfahrene Safarireisende, die intensive Tierbeobachtungen, eine geringe Fahrzeugdichte und die Wasserlandschaften des Okavango-Deltas miteinander verbinden möchten.
Vorteile
- Private Konzession ohne Tagesbesucher und Selbstfahrer
- Sehr gute Chancen auf Löwen, Leoparden und Afrikanische Wildhunde
- Geringe Fahrzeugdichte bei Tierbeobachtungen
- Pirschfahrten abseits der Wege möglich
- Nachtfahrten zur Beobachtung nachtaktiver Tiere
- Kombination aus Land- und Wasseraktivitäten
- Große landschaftliche und biologische Vielfalt
Nachteile
- Anreise normalerweise nur mit dem Kleinflugzeug
- Deutlich höheres Preisniveau als in öffentlich zugänglichen Schutzgebieten
- Pirschfahrten werden gewöhnlich mit anderen Campgästen geteilt
- Privatfahrzeuge müssen rechtzeitig und gegen Aufpreis gebucht werden
- Boots- und Mokoro-Ausflüge hängen vom Wasserstand ab
- Malariagebiet; eine reisemedizinische Beratung ist empfehlenswert
Passende Natouralist-Planung
Die Kwara Concession lässt sich im Rahmen einer individuell geplanten Botswana-Safari sehr gut mit Moremi, Khwai, den Makgadikgadi-Salzpfannen, der Kalahari oder weiteren privaten Konzessionen im Okavango-Delta kombinieren.
Einen Ausgangspunkt für eine längere Reise bietet auch die Botswana Grand Safari. Soll der Schwerpunkt auf ungestörten Tierbeobachtungen liegen, empfehlen wir mindestens vier Nächte in Kwara und die frühzeitige Reservierung eines privaten Geländewagens.
10: Die weniger besuchten Gebiete der Serengeti
Bei der Serengeti denken nur wenige Reisende zuerst an eine Safari abseits der Massen. Rund um Seronera, am Mara-Fluss und während der Kalbungszeit in der Ndutu-Region können sich zahlreiche Fahrzeuge an besonders begehrten Tierbeobachtungen versammeln.
Der Nationalpark und die angrenzenden Schutzgebiete sind jedoch so weitläufig, dass sich auch deutlich ruhigere Routen planen lassen. Besonders interessant sind die östlichen Ebenen, abgelegenere Randgebiete im Norden, Teile von Loliondo sowie private Schutzgebiete im westlichen Serengeti-Ökosystem rund um Grumeti.
In diesen Regionen könnt Ihr Gnus, Zebras, Löwen, Geparden, Leoparden, Hyänen und zahlreiche Antilopenarten beobachten. Entscheidend ist eine sorgfältige Auswahl von Reisezeit, Route und Camp. Wer seine Safari ausschließlich auf berühmte Flussüberquerungen oder vermeintlich feste Termine der Großen Migration ausrichtet, landet schnell genau dort, wo alle anderen ebenfalls stehen.
Eine ausführliche Gegenüberstellung der unterschiedlichen Gebiete findet Ihr in unserem Artikel Die sieben besten Regionen der Serengeti für Tierbeobachtungen – nach Jahreszeiten.
Beste Reisezeit
Die beste Reisezeit hängt stark von der jeweiligen Region ab:
- Östliche Serengeti: Dezember bis März
- Western Corridor und Grumeti: Mai bis Juli
- Loliondo und östliche Randgebiete: Dezember bis März sowie während der trockeneren Monate von Juni bis Oktober
- Nördliche Serengeti und angrenzende Gebiete: Juli bis Oktober
Die Große Migration folgt den Regenfällen und dem damit verbundenen Nahrungsangebot. Sie hält sich daher nicht an einen festen Kalender. Auch bekannte Ereignisse wie die Überquerungen des Mara- oder Grumeti-Flusses lassen sich weder auf einen bestimmten Tag noch auf eine bestimmte Woche genau vorhersagen.
Besucheraufkommen und Privatsafari
Das Besucheraufkommen reicht je nach Region und Jahreszeit von gering bis hoch. In abgelegenen Randgebieten und privaten Schutzgebieten ist die Fahrzeugdichte gewöhnlich deutlich niedriger als rund um Seronera, Ndutu oder die bekannten Überquerungsstellen am Mara-Fluss.
Bei einer individuell geführten Reise könnt Ihr im Serengeti-Nationalpark mit einem eigenen Fahrzeug und Guide unterwegs sein. Aktivitäten in privaten Schutzgebieten werden dagegen häufig mit anderen Gästen des Camps durchgeführt, sofern kein Privatfahrzeug gebucht wurde.
Die Unterkünfte in abgelegenen oder privaten Gebieten sind meist kostspieliger. Dafür bieten sie häufig flexiblere Aktivitäten, eine geringere Fahrzeugdichte und teilweise auch Nachtfahrten oder Wanderungen, die innerhalb des Nationalparks nicht überall erlaubt sind.
Empfohlene Mindestdauer
Drei bis vier Nächte pro Region. Wer mehrere Teile der Serengeti miteinander verbinden möchte, sollte mindestens sechs bis acht Nächte einplanen und unnötig häufige Campwechsel vermeiden.
Für wen geeignet?
Für Reisende, die den außergewöhnlichen Tierreichtum der Serengeti erleben möchten, ohne ihre gesamte Reise auf die bekanntesten und meistbesuchten Schauplätze auszurichten.
Vorteile
- Außergewöhnlich hohe Tierdichte
- Große Populationen von Löwen, Geparden, Leoparden und Hyänen
- Möglichkeit, Teile der Gnu- und Zebrawanderung zu erleben
- Abgelegene Regionen mit deutlich weniger Fahrzeugen
- Hervorragende Bedingungen für Tier- und Landschaftsfotografie
- Kombination aus Nationalpark und privaten Schutzgebieten möglich
- Ganzjährig interessante Tierbeobachtungen bei sorgfältiger Routenplanung
Nachteile
- Bekannte Regionen können zur Hauptsaison sehr stark besucht sein
- Verlauf und Aufenthaltsorte der Migration sind nicht genau vorhersehbar
- Camps in privaten Schutzgebieten sind häufig sehr teuer
- Eine ungeeignete Campwahl kann lange Fahrzeiten und Transfers verursachen
- Manche abgelegenen Camps sind nur mit dem Kleinflugzeug sinnvoll erreichbar
- Regeln und Zugänglichkeit in Randgebieten wie Loliondo können sich ändern
Passende Natouralist-Reisen
Die Tansania Serengeti Intensivsafari: die Große Migration richtet sich an Reisende, die mehrere Tage für intensive Tierbeobachtungen und Fotografie einplanen möchten.
Tansania für Kenner eignet sich als Grundlage für eine individuell angepasste Reise durch weniger bekannte Regionen Tansanias.
Die Tansania Natronsafari führt durch weniger befahrene Landschaften im Norden des Landes und lässt sich je nach Reisezeit mit Loliondo, der östlichen Serengeti oder anderen abgelegenen Gebieten verbinden.
Welche Region zu Eurer Reisezeit am besten passt, zeigt die vollständige Gegenüberstellung der sieben besten Regionen der Serengeti.
Welches Safarigebiet passt zu wem?
Wer eine hohe Tierdichte mit möglichst wenigen anderen Fahrzeugen verbinden möchte, findet besonders gute Bedingungen in South Luangwa, Ruaha und Kidepo.
Für Safaris auf dem Wasser eignen sich der Lower Zambezi und der Nyerere-Nationalpark besonders gut. In beiden Gebieten lassen sich Pirschfahrten mit Bootsfahrten und – abhängig vom Gebiet und Camp – Kanu- oder Wandersafaris kombinieren.
Liuwa Plain ist die richtige Wahl für Reisende, die eine wenig bekannte Gnu-Wanderung, weite Landschaften und größtmögliche Abgeschiedenheit suchen. Loango eignet sich für Naturpuristen, die Regenwald, Primaten und Waldelefanten höher gewichten als eine klassische Big-Five-Safari. Zakouma ist eines der außergewöhnlichsten, logistisch aber auch anspruchsvollsten Gebiete dieser Liste.
Die private Kwara Concession bietet einen vergleichsweise unkomplizierten Zugang zu einer abgelegenen, raubtierreichen Safari im Okavango-Delta. Selbst die Serengeti kann überraschend ruhig sein, wenn Reisezeit, Camp und Region sorgfältig aufeinander abgestimmt werden. Bei der Planung hilft unsere Gegenüberstellung der sieben besten Regionen der Serengeti.
Was macht eine Safari wirklich privat?
Eine Safari wird nicht automatisch privat, nur weil sie teuer ist, individuell geplant wurde oder in einem kleinen Camp stattfindet. Entscheidend sind die tatsächlich gebuchten Leistungen und die Regeln des jeweiligen Schutzgebietes.
Achtet bei der Reiseplanung insbesondere auf:
- ein ausschließlich für Eure Reisegruppe reserviertes Safarifahrzeug
- einen eigenen Guide oder ein festes Guide-Fahrer-Team
- flexible Abfahrts- und Rückkehrzeiten innerhalb der geltenden Park- und Campregeln
- die Möglichkeit zu ganztägigen Pirschfahrten
- genügend Freiheit, nicht jeder Meldung über den Safarifunk folgen zu müssen
- mindestens drei, besser vier Nächte im selben Gebiet
- kleine Camps mit wenigen Zelten oder Zimmern
- Routen abseits der üblichen Rundreisestrecken
- ausreichend Zeit für längere Tierbeobachtungen
- eine frühzeitige Abstimmung über fotografische Interessen und gewünschte Aktivitäten
Bei campgeführten Aktivitäten solltet Ihr ausdrücklich prüfen, ob Fahrzeug und Guide ausschließlich für Eure Reisegruppe reserviert sind. Eine individuell zusammengestellte Reise bedeutet nicht automatisch, dass jede Pirschfahrt, Bootsaktivität oder Wanderung privat durchgeführt wird.
Auch ein Privatfahrzeug garantiert keine vollständige Einsamkeit. In stark besuchten Regionen treffen selbst privat geführte Gäste an bekannten Sichtungen auf zahlreiche andere Fahrzeuge. Deshalb sind die Wahl des Gebietes und die Lage des Camps mindestens ebenso wichtig wie die Reservierung eines eigenen Geländewagens.
Verantwortungsvolle Planung statt möglichst vieler Stationen
Eine verantwortungsvoll geplante Safari beginnt mit der Wahl des Schutzgebietes, der Unterkunft und einer sinnvollen Aufenthaltsdauer. Weniger Standortwechsel, kleinere Camps und längere Aufenthalte können die Reisequalität deutlich verbessern. Gleichzeitig entstehen weniger unnötige Transfers, und ein größerer Teil der Reiseausgaben bleibt bei einzelnen Camps, Guides und lokalen Mitarbeitern.
Vier Nächte in einem sorgfältig ausgewählten Gebiet sind für intensive Tierbeobachtungen häufig wertvoller als jeweils zwei Nächte in mehreren weit auseinanderliegenden Camps. Safariqualität bemisst sich nicht an der Zahl der besuchten Nationalparks, sondern an der Tiefe der Erlebnisse.
Welche Safari abseits der Touristenströme ist die beste?
Den einen geheimen und vollkommen unbesuchten Safaripark gibt es nicht. Entscheidend ist die Verbindung aus dem richtigen Gebiet, einer passenden Reisezeit, einem kleinen Camp, einer durchdachten Route und genügend Zeit.
- Für intensive Tierbeobachtungen bei geringer Fahrzeugdichte: Kidepo, South Luangwa und Ruaha
- Für Land- und Wasseraktivitäten: Lower Zambezi und Nyerere
- Für Weite und eine wenig bekannte Tierwanderung: Liuwa Plain
- Für Regenwald, Küste und ungewöhnliche Tierarten: Loango
- Für erfahrene Afrikareisende und maximale Abgeschiedenheit: Zakouma
- Für Raubtiere und die Wasserlandschaften des Okavango-Deltas: Kwara
- Für enorme Tierfülle mit gezielter Vermeidung der Brennpunkte: abgelegene Regionen der Serengeti
Natouralist plant diese Reisen individuell und stimmt Fahrstrecken, Camps, Aktivitäten und Aufenthaltsdauer auf Eure gewünschten Tierbeobachtungen und Euren bevorzugten Reisestil ab. Über die persönliche Reiseberatung kann eine passende Route zusammengestellt werden.
Über die Autorin
Cristina Sanchez ist Gründerin von Natouralist und plant individuelle Natur- und Safarireisen in Afrika. Die Empfehlungen dieses Artikels beruhen auf eigener Reiseerfahrung, der langjährigen Zusammenarbeit mit einheimischen Guides und Camps sowie der praktischen Planung privat geführter Safarirouten.
Fragen und Antworten
Welche Safari-Gebiete in Afrika sind wenig besucht?
Zu den wenig besuchten Safari-Gebieten Afrikas gehören Kidepo Valley in Uganda, Ruaha und Nyerere in Tansania, Liuwa Plain in Sambia, Zakouma im Tschad und Loango in Gabun. Auch private Konzessionen wie Kwara im Okavango-Delta bieten geringe Fahrzeugzahlen.
Welches Safari-Gebiet eignet sich am besten für eine Privatsafari?
Kidepo, Ruaha und South Luangwa eignen sich besonders gut für Privatsafaris mit eigenem Fahrzeug. In privaten Konzessionen wie Kwara ist das Besucheraufkommen sehr gering, das Safarifahrzeug wird jedoch gewöhnlich mit anderen Campgästen geteilt, sofern kein Privatfahrzeug gebucht wurde.
Wo kann man in Afrika Tiere ohne viele Safarifahrzeuge beobachten?
Sehr wenige Safarifahrzeuge findet man gewöhnlich in Kidepo Valley, Liuwa Plain, Zakouma, Loango und abgelegenen Teilen Ruahas. Die tatsächliche Fahrzeugzahl hängt auch von Reisezeit, Camplage und aktueller Tierverteilung ab.
Welche Safari eignet sich am besten für Leoparden?
South Luangwa in Sambia gehört zu den besten Regionen für Leopardenbeobachtungen. Besonders interessant sind der zentrale Parkbereich und abgelegenere Gebiete wie der Nsefu-Sektor.
Welche ruhige Safari eignet sich für Wildhunde?
South Luangwa, Nyerere und die Kwara Concession bieten gute Chancen auf afrikanische Wildhunde. Sichtungen bleiben jedoch wild und können niemals garantiert werden.
Ist eine private Konzession dasselbe wie eine Privatsafari?
Nein. Eine private Konzession ist ein nicht öffentlich zugängliches Safari-Gebiet mit begrenzter Zahl von Camps und Fahrzeugen. Eine Privatsafari bedeutet, daß Fahrzeug und Guide ausschließlich von einer Reisegruppe genutzt werden. In einer privaten Konzession können Pirschfahrten trotzdem mit anderen Campgästen stattfinden.
Wie viele Nächte sollte man in einem Safari-Gebiet bleiben?
Mindestens drei Nächte sind sinnvoll. In großen oder abgelegenen Gebieten wie Kidepo, South Luangwa, Ruaha, Liuwa oder Loango sind vier Nächte besser. Mehrere Nächte erhöhen die Chance auf unterschiedliche Tierbeobachtungen und reduzieren unnötige Transfers.
Organisiert Natouralist private Safaris?
Ja. Natouralist plant individuelle und deutschsprachig betreute Safaris mit privaten Fahrzeugen, sorgfältig ausgewählten Camps und Routen abseits stark befahrener Gebiete. Bei lodgegeführten Aktivitäten muß ein ausschließlich privates Fahrzeug gegebenenfalls zusätzlich reserviert werden.

