Reisen ohne Angst bedeutet leben ohne Angst: Eine etwas andere Reflexion über die weltweite Lage im Jahr 2026

Ist es möglich, im Jahr 2026 ohne Angst zu reisen?
Die Wahrheit ist, dass man nur die Nachrichtenseite öffnen muss, um durch die ständige Flut von Meldungen über Gewaltausbrüche in verschiedenen Teilen der Welt zu erfahren, dass man 2026 nicht ohne Angst reisen kann.
Konkret in Afrika gingen Ende des Jahres in Madagaskar die Menschen auf die Straße, um energisch gegen die mangelnde Stromversorgung zu protestieren.
Und in Tansania protestierten die Menschen ebenfalls Ende des gerade zu Ende gegangenen Jahres 2025 gegen die korrupte Regierung.
Jetzt steht Kuba im Fokus, von Venezuela ganz zu schweigen. Im Iran sterben Hunderte von Demonstranten, weil sie gegen das herrschende Regime protestieren.
Aber nicht einmal Europa scheint ein sicheres Reiseziel zu sein, jetzt Trumps Gier ihre Tentakel über einen Teil unserer Arktis ausbreitet.
Ich persönlich glaube nicht, dass es sich um vereinzelte oder punktuelle Vorfälle handelt, sondern um Manifestationen eines Phänomens, das weltweit seinen Anfang nimmt.
Die Menschen haben genug.
Sie haben genug von der Korruption, von Regierungen, die hinter dem Rücken der Bevölkerung, die sie ins Amt gebracht hat, nach Belieben schalten und walten. Und sie haben keine Angst mehr, dies laut zu sagen und auf die Straße zu gehen.
Auf der anderen Seite haben wir die verrückten internationalen Führer, denen wir leider die Kontrolle über unsere Welt überlassen haben, indem wir die Ordnung in Stücke gerissen und mitten im 21. Jahrhundert einen neuen neokolonialistischen Trend der Eroberung von Öl und seltenen Erden eingeführt haben.
In dieser Situation internationaler Unvorhersehbarkeit neigt der Mensch dazu, sich wie eine Krabbe in seinem Panzer zu verschließen und nicht herauszukommen.
Aber macht das Sinn?
Natürlich nicht.
Was bringt es uns, zu Hause zu bleiben?
Uns einem permanenten Zustand der Angst, Wachsamkeit und Alarmbereitschaft hinzugeben? Uns weiter von anderen zu trennen? Damit sie uns besser kontrollieren können?
Mehr denn je ist es wichtig, weiter zu reisen, den Widerstand zu überwinden, der in uns durch die Angstmacherei der Nachrichten entsteht, und uns mit allen und allem zu verbinden.
Vor einiger Zeit schrieb ich einen Artikel, in dem ich meine Besorgnis über die globale Erwärmung zum Ausdruck brachte und eine düstere und wenig vielversprechende Zukunft für die Menschheit prophezeite.
Dieser Artikel löste viele Reaktionen bei meinen Lesern aus. Unter ihnen war ein Kunde, der etwas sagte, was mich sehr berührte:
Meine Aufgabe als Architektin von Safaris und Naturreisen mit großer transformativer Wirkung sollte es sein, Menschen zu inspirieren, sich durch den Kontakt mit der Natur zu etwas Besserem zu erheben.
Und er hatte Recht.
Genau das tue ich mit diesem Artikel. Ich möchte Euch dazu inspirieren, Euch zu wagen.

In einer zunehmend polarisierten Welt, war Reisen noch nie so wichtig wie heute.
Reisen schlägt Brücken zu anderen, zu dem, was anders ist, und lässt uns dadurch wachsen und uns weiterentwickeln.
Reisen macht uns glücklich, Glück ehrt das Leben, erfüllt uns mit Freude, überwindet kulturelle Barrieren, die Grenzen zwischen uns, zerstört Ängste und macht uns zu besseren Menschen. Mitfühlend, freundlich und liebevoll gegenüber anderen und uns selbst.
Die Welt ist nach wie vor dieser wunderbare Ort, bekannt und unbekannt zugleich, der uns jedes Mal mit Staunen erfüllt, wenn wir ihn mit den Augen unseres inneren Kindes betrachten.
Heute mehr denn je, in einer außergewöhnlichen soziopolitischen Welt, die die Säulen ins Wanken zu bringen scheint, von denen wir glaubten, dass sie ewig halten würden, ist Reisen eine moralische Verpflichtung.
Und das muss nicht unbedingt nach Afrika sein, ganz und gar nicht.

Es kann ein Ausflug in den nächsten Wald sein. Oder eine belebende Lektüre, die uns inspiriert und mit Freude und Hoffnung erfüllt. Oder ein ungewöhnliches Gespräch über ein Thema, über das wir normalerweise nicht sprechen würden, weil es uns aus unserer Komfortzone herausholt.
Reisen kann auch ein Anruf bei einem Verwandten sein, dem wir noch nicht gesagt haben, dass wir ihm schon längst vergeben haben.
Oder jemandem mit einem freundlichen Wort ein gutes Gefühl zu geben; einer Person, die im Supermarkt arbeitet und sich in den Augen aller unsichtbar fühlt, ein Dankeschön für seine Arbeit sagen.
Reisen ist alles, was uns aus unserer winzigen, geschlossenen inneren Welt herausholt.
Reisen ohne Angst im 2026 ist für Mutige, die wissen, dass das Leben draussen spielt.
Geht also hinaus und holt es euch!

Cristina Sanchez von Natouralist plant seit seit 20 Jahren tranformative Safaris nach Afrika und auf der Welt







