Markenzeichen
Safari mit Kindern planen: Der vollständige Guide für Familiensafaris
Natürlich muß eine Safari mit Kindern — im Hinblick auf das Malariarisiko, die Länge der Fahrtstrecken usw. — dem Alter und Charakter der Kinder sowie der zur Verfügung stehenden Reisezeit Rechnung tragen. Für die meisten Familien sind Kenia, Nordtansania, Namibia und die Galapagos-Inseln die unkompliziertesten Ziele, Uganda, Botswana und Indien eignen sich besser für ältere Kinder und Teenager oder für Familien, die schon etwas Fernreiseerfahrung haben.
Als Einstiegsalter betrachten wir etwa acht Jahre. Wichtiger als die Zahl im Reisepaß ist jedoch die Frage, ob ein Kind mehrere Stunden still im Fahrzeug sitzen, die Regeln eines offenen Camps einhalten und deutlich sagen kann, wenn es mal irgendwo Wehwehchen hat.
Eine gelungene Familiensafari verbindet fünf bis sieben Safaritage mit Pausen, Abwechslungen und möglichst wenigen Unterkunftswechseln. Ein privates Fahrzeug ermöglicht es, die Länge der Pirschfahrten und Essenzeiten sowie die Pausen individuell an die Familie anzupassen.
Natouralist hat sich auf die Planung privater Familiensafaris mit kindgerechten Fahrtstrecken, qualifizierten Guides und passenden Unterkünften spezialisiert. Dabei entsteht keine Safari von der Stange, sondern eine Reise, die zum Alter, Reiserhythmus und Budget der Familie paßt.
Safari mit Kindern auf einen Blick
| Frage | Unsere Empfehlung |
|---|---|
| Ideales Einstiegsalter | Etwa 8 Jahre |
| Mit kleinen Kindern möglich? | Ja, aber nur mit besonders kurzen Strecken und geeigneten Lodges |
| Beste Einstiegsziele | Kenia, Nordtansania, Namibia und Galapagos |
| Für erfahrene Familien | Botswana, Uganda, Borneo und Indien |
| Ideale Safaridauer | 5–7 Nächte reine Safari |
| Gesamte Reisedauer | 10–14 Tage |
| Zahl der Regionen | Zwei bis drei |
| Nächte pro Unterkunft | Mindestens zwei, besser drei |
| Fahrzeug | Privater Geländewagen |
| Wichtigste Unterkunftsmerkmale | Familienzimmer, Pool, flexible Mahlzeiten und kurze Wege |
| Gesundheit | Frühzeitig reisemedizinisch beraten lassen |
| Wichtigster Planungsgrundsatz | Weniger Stationen und mehr Zeit |


Ab wann?
Ab welchem Alter ist eine Safari mit Kindern sinnvoll?
Es gibt kein Alter, das für jedes Kind und jedes Reiseziel gilt. Ein naturbegeistertes siebenjähriges Kind kann auf einer kurzen Kenia-Safari sehr glücklich sein, während ein zwölfjähriger Teenager nach drei Stunden im Fahrzeug nur noch sein Telefon sehen möchte.
Entscheidend ist, ob das Kind:
- einige Stunden im Fahrzeug verbringen kann;
- Anweisungen von Eltern und Guides befolgt;
- in einem offenen Camp nicht allein herumläuft;
- Hitze, Staub und frühes Aufstehen verträgt;
- Interesse an Tieren und Natur besitzt;
- Beschwerden und Krankheitssymptome klar beschreiben kann.
Unter sechs Jahren
Eine klassische Rundreise mit langen Pirschfahrten und häufigen Lodgewechseln würden wir in diesem Alter nicht empfehlen. Möglich ist ein ruhiger Aufenthalt in einer eingezäunten oder besonders familienfreundlichen Lodge, von der kurze Ausfahrten unternommen werden
Die Reiseroute sollte sich auf ein oder zwei Standorte beschränken. Regionen mit geringem oder saisonalem Malariarisiko, kurzen Flughafentransfers und guter medizinischer Erreichbarkeit sind vorzuziehen.
Sechs bis acht Jahre
Ab diesem Alter kann eine erste kurze Safari funktionieren. Die Kinder sollten jedoch nicht jeden Tag vier oder fünf Stunden im Fahrzeug verbringen müssen. Eine Lodge mit Swimmingpool, Naturprogramm und ausreichend Platz zum Spielen ist wichtiger als ein zusätzlicher Nationalpark.
Acht bis zwölf Jahre
Für die meisten Familien beginnt in diesem Alter die beste Zeit für eine Safari. Die Kinder können Tiere selbst entdecken, ein Fernglas benutzen und Zusammenhänge zwischen Lebensräumen, Beutetieren und Raubtieren verstehen. Kenia, Nordtansania, Namibia und Galapagos sind besonders geeignete Reiseziele.
Ab zwölf Jahren
Mit älteren Kindern und Teenagern erweitert sich die Auswahl erheblich. Längere Pirschfahrten, Bootsfahrten, Kanutouren und anspruchsvollere Reiseziele werden möglich. Auch eine Tiger-Safari in Indien oder eine intensivere Rundreise durch Uganda kann nun sinnvoll sein.
Für ein Gorillatrekking gelten eigene Altersvorschriften. In Uganda und Ruanda liegt das vorgeschriebene Mindestalter normalerweise bei 15 Jahren.
Welches Reiseziel eignet sich für eine Familiensafari?
Das beste Reiseziel ist nicht zwangsläufig das Land mit den meisten Tieren. Für eine Familie sind kurze Fahrtstrecken, gute Guides, geeignete Unterkünfte, flexible Aktivitäten und medizinische Erreichbarkeit mindestens ebenso wichtig.
| Reiseziel | Empfohlenes Alter | Vorteile | Zu beachten |
|---|---|---|---|
| Kenia | ab etwa 8 Jahren | Flexible Routen, viele Familienunterkünfte, Safari und Strand | Malaria je nach Region, stark besuchte Gebiete |
| Nordtansania | ab etwa 8–10 Jahren | Hohe Tierdichte, Serengeti, Ngorongoro, private Fahrzeuge | Teilweise lange Transferstrecken |
| Namibia | ab etwa 6 Jahren | Gute Straßen, geringe Bevölkerungsdichte, vielerorts geringeres Malariarisiko | Große Entfernungen und lange Fahrten |
| Galapagos | ab etwa 6 Jahren | Tiere aus nächster Nähe, abwechslungsreiche Aktivitäten | Kosten, Bootsfahrten und empfindliches Ökosystem |
| Botswana | ab etwa 10–12 Jahren | Intensive Wildnis, kleine Camps, wenig Fahrzeuge | Hohe Kosten und teilweise offene Camps |
| Uganda | ab etwa 10–12 Jahren | Primaten, Savanne, Bootsfahrten und abwechslungsreiche Landschaften | Holprige Straßen; Gorillatrekking erst ab 15 |
| Indien | ab etwa 12 Jahren | Tiger, Kultur, Paläste und vielfältige Natur | Frühe Safaris, Verkehr, Hitze und Reizüberflutung |
| Borneo | ab etwa 10 Jahren | Orang-Utans, Bootsfahrten und Regenwald | Hitze, Feuchtigkeit, Insekten und teilweise einfache Infrastruktur |


Der Klassiker zuerst
Kenia mit Kindern
Kenia ist für viele Familien das beste Einstiegsland, doch man muss sich vor Massentourismus hier achten. Die touristische Infrastruktur ist gut entwickelt, viele Guides besitzen Erfahrung mit Kindern und es gibt zahlreiche Lodges mit Familienzimmern, Swimmingpools und flexiblen Essenszeiten.
Eine Familienreise muß nicht fünf Nationalparks umfassen. Eine Kombination aus zwei Safariregionen und einigen Tagen am Indischen Ozean ist meist die bessere Lösung. Besonders angenehm sind private Conservancies, in denen weniger Fahrzeuge unterwegs sind und Pirschfahrten flexibler gestaltet werden können.
Für weitere Einzelheiten über Alter, Lodges und geeignete Routen lest unseren Guide Kenia-Safari mit Kindern: Alter, Tipps, Sicherheit und Lodges.

Mein Lieblingsziel
Tansania mit Kindern
Der Norden Tansanias verbindet eine hohe Tierdichte mit berühmten Landschaften wie Tarangire, dem Ngorongoro-Krater und der Serengeti. Für Familien ist besonders wichtig, die Entfernungen nicht zu unterschätzen.
Wir planen lieber zwei oder drei Nächte in jeder Region, anstatt jeden Morgen die Koffer zu packen. Nach fünf bis sieben Safarinächten kann eine Verlängerung am Strand oder in einer Lodge am Kilimandscharo für die notwendige Abwechslung sorgen.
Unser ausführlicher Erfahrungsbericht erklärt, wie eine Tansania-Safari mit Kindern geplant wird.

Noch mehr Tierparadiese in Afrika
Namibia mit Kindern
Eine Namibia-Reise bietet Familien viel Freiheit, eindrucksvolle Wüstenlandschaften und eine gute Straßeninfrastruktur. Das Land eignet sich auch für Familien, die nicht jeden Tag auf klassische Pirschfahrt gehen möchten.
Dünen, Felslandschaften, Tierbeobachtungen an den Wasserstellen Etoshas und kleine Wanderungen bringen Abwechslung. Die großen Entfernungen bleiben jedoch eine Herausforderung. Eine gute Namibia-Reise benötigt Zeit und sollte nicht als Rennen von Windhoek über Sossusvlei nach Etosha geplant werden.
Botswana mit Kindern
Botswana bietet außergewöhnliche Tierbeobachtungen, kleine Camps und viel Wildnis. Das Land ist jedoch nicht automatisch das beste Ziel für eine erste Safari mit kleinen Kindern.
Viele Camps sind offen und nicht eingezäunt. Zwischen den Unterkünften wird häufig mit Kleinflugzeugen geflogen, die Gepäckbeschränkungen haben. Außerdem teilen Gäste in vielen Lodges die Safarifahrzeuge, sofern kein Privatfahrzeug reserviert wurde.
Für ältere, naturbegeisterte Kinder kann Botswana ein unvergeßliches Reiseziel sein. Familien sollten dabei Camps wählen, die Kinder ausdrücklich aufnehmen, Familienzelte besitzen und flexible Aktivitäten anbieten. Weitere Erfahrungen findet Ihr im Artikel Botswana mit Kindern.
Uganda mit Kindern
Uganda verbindet Savannensafaris, Bootsfahrten, Kraterseen, Regenwald und Primaten. Dadurch entsteht mehr Abwechslung als bei einer Reise, die ausschließlich aus Pirschfahrten besteht.
Das Land eignet sich besonders für aktive Familien mit älteren Kindern. Die Straßen können holprig sein und die medizinische Versorgung außerhalb Kampalas ist begrenzt. Beim Gorillatrekking und bei einzelnen Primatenaktivitäten müssen zudem Altersgrenzen beachtet werden.
Unsere Erfahrungen und Routenvorschläge haben wir in Uganda mit Kindern: Ist es machbar? zusammengestellt.

Ungewöhnlich und lehrreich
Auf Indien Safari mit Kindern
Eine Safari nach Indien ist viel intensiver als eine klassische Safari in Ostafrika. Verkehr, Lärm, Hitze, Armut, Menschenmassen und scharfes Essen können besonders jüngere Kinder (aber auch Eltern!) schnell überfordern.
Die Nationalparks Zentralindiens bieten dagegen Ruhe und faszinierende Begegnungen mit Tigern, Lippenbären, Wildhunden und Gauren. Wichtig sind wenige Parks, ausreichend Erholung und möglichst kurze Überlandfahrten.
Aus unserer eigenen Familienreise entstand der ausführliche Erfahrungsbericht Indien mit Kindern: Verrücktheit oder Superidee?.
Auf Safari mit Kindern nach Borneo
Borneo eignet sich für ältere Kinder, die Regenwald, Primaten und Bootsfahrten lieben. Besonders am Kinabatangan-Fluß lassen sich Orang-Utans, Nasenaffen, Hornvögel und mit Glück Borneo-Zwergelefanten vom Boot aus beobachten.
Hitze, Feuchtigkeit und frühe Ausfahrten dürfen nicht unterschätzt werden. Eine Reise sollte bequeme Regenwaldlodges mit einfach zugänglichen Tierbeobachtungen und einigen freien Nachmittagen kombinieren. Die verschiedenen Regionen erklären wir im vollständigen Guide zur Orang-Utan-Safari auf Borneo.

Tierparadies Galapagos
Galapagos mit Kindern
Die Galapagos-Inseln sind keine klassische Jeep-Safari, gehören aber zu den eindrucksvollsten Tierbeobachtungsreisen für Familien. Seelöwen, Riesenschildkröten, Meerechsen und zahlreiche Vögel lassen sich aus ungewöhnlicher Nähe beobachten.
Wanderungen, Schnorcheln, Bootsausflüge und Strandbesuche sorgen für Abwechslung. Kinder sollten schwimmen können und sich auf einem Boot wohlfühlen. Alle Einzelheiten findet Ihr in unserem vollständigen Guide für Galapagos mit Kindern.
Wie lange sollte eine Familiensafari dauern?
Für die meisten Familien sind zehn bis vierzehn Reisetage ideal. Davon sollten ungefähr fünf bis sieben Nächte auf die eigentliche Safari entfallen.
- Eine mögliche Aufteilung lautet:
- zwei Nächte zum Ankommen;
- fünf bis sieben Nächte Safari;
- drei bis fünf Nächte zur Erholung am Strand, an einem See oder in einer ruhig gelegenen Lodge.
Nicht die Gesamtzahl der Tage ermüdet Kinder, sondern das ständige Ein- und Auspacken. Deshalb empfehlen wir mindestens zwei, besser drei Nächte pro Unterkunft.
Beispiel für eine 10-tägige-Safari mit Kindern
- 2 Nächte Ankommen und Akklimatisieren
- 3 Nächte erste Safariregion
- 3 Nächte zweite Safariregion
- 2 Nächte Erholung
Beispiel für eine-14-tägige Safari mit Kindern
- 2 Nächte Ankommen
- 3 Nächte erste Safariregion
- 3 Nächte zweite Safariregion
- 2 Nächte dritte Region oder besondere Aktivität
- 4 Nächte Strand oder Erholung
Warum ein privates Fahrzeug für Familien sinnvoll ist

Ein privates Fahrzeug ist für eine Familiensafari keine unnötige Luxusleistung. Es verändert den Ablauf der gesamten Reise.
Mit einem eigenen Fahrzeug kann die Familie:
- später starten, wenn die Kinder müde sind;
- eine Pirschfahrt früher beenden;
- zusätzliche Toiletten- und Essenspausen einlegen;
- länger bei einem Tier bleiben, das die Kinder besonders interessiert;
- eine Beobachtung verlassen, wenn Unruhe entsteht;
- Getränke, Snacks, Ferngläser und Kleidung im Fahrzeug lassen;
- vermeiden, daß andere Gäste durch die Bedürfnisse der Kinder beeinträchtigt werden.
Auf einer Gruppenreise richten sich Abfahrtszeit, Dauer und Strecke nach allen Teilnehmern. Das kann funktionieren, bietet aber erheblich weniger Flexibilität. Für Familien mit jüngeren Kindern empfehlen wir daher fast immer einen privaten Geländewagen.
Wie lang dürfen Pirschfahrten mit Kindern sein?
Für jüngere Kinder sind zwei bis drei Stunden meist ausreichend. Vier Stunden können funktionieren, wenn eine längere Pause vorgesehen ist. Ganztägige Pirschfahrten von sechs bis acht Stunden eignen sich eher für Teenager mit ausgeprägtem Interesse an Tierbeobachtung oder Fotografie.
Nicht jede Pirschfahrt muß vor Sonnenaufgang beginnen. Eine morgendliche Ausfahrt kann mit einem freien Nachmittag, einem Poolbesuch oder einer kurzen Naturwanderung verbunden werden.
Ferngläser, Tierlisten und kleine Bestimmungsbücher helfen dabei, aus passivem Sitzen eine Entdeckungsreise zu machen. Die Frage „Wer findet den ersten Elefanten?“ wirkt erstaunlich lange besser als jedes Tablet.
Welche Unterkünfte eignen sich für eine Safari mit Kindern?

Die Bezeichnung „familienfreundlich“ genügt nicht. Vor der Buchung muß geprüft werden, was die Lodge tatsächlich anbietet und welche Altersregeln gelten.
Eine geeignete Unterkunft besitzt möglichst:
- echte Familienzimmer oder miteinander verbundene Zimmer;
- sichere und kurze Wege zwischen Zimmer, Restaurant und Fahrzeug;
- einen Swimmingpool oder einen geschützten Außenbereich;
- flexible Essenszeiten und kindgerechte Mahlzeiten;
- Personal mit Erfahrung im Umgang mit Kindern;
- kurze Anfahrtswege zu den Tierbeobachtungsgebieten;
- Aktivitäten außerhalb des Safarifahrzeugs;
- die Möglichkeit, ein privates Fahrzeug zu reservieren;
- ein klares Sicherheitskonzept für offene Camps;
- eine zuverlässige Kommunikation im medizinischen Notfall.
Ein Pool ist kein nebensächliches Extra. Nach einer staubigen Morgenfahrt kann er darüber entscheiden, ob die Kinder sich auf die nächste Safari freuen oder mit dem Reisen endgültig abgeschlossen haben.
Sicherheit im Safaricamp
Viele Safari-Camps sind nicht eingezäunt. Elefanten, Büffel, Flusspferde, Hyänen oder Löwen können sich nachts zwischen den Zelten bewegen. Das ist Teil des Wildniserlebnisses, verlangt aber Disziplin.
Kinder dürfen in einem offenen Camp niemals allein herumlaufen. Nach Einbruch der Dunkelheit begleitet ein Mitarbeiter die Gäste zwischen Zelt und Gemeinschaftsbereich. Lebensmittel sollten nicht im Zimmer offen liegen und die Anweisungen des Camps müssen ohne Ausnahme befolgt werden.
Für kleinere Kinder kann eine eingezäunte Lodge oder ein Haus mit vollständig abschließbaren Zimmern geeigneter sein als ein offenes Zeltcamp mitten in einem Wildtierkorridor.
Malariagefahr, Impfungen und Gesundheit bei einer Safari mit Kindern
Malaria ist eine potenziell schwere Erkrankung. Säuglinge und kleine Kinder gehören zu den Personengruppen, bei denen eine Infektion besonders gefährlich verlaufen kann. Die Entscheidung über eine medikamentöse Prophylaxe darf deshalb nicht pauschal aus einem Blogartikel übernommen werden.
Laßt Euch spätestens sechs bis acht Wochen vor der Reise von einem Tropenmediziner beraten. Reiseziel, Jahreszeit, Höhenlage, Alter, Gewicht und Gesundheitszustand des Kindes müssen individuell berücksichtigt werden.
Unabhängig von einer medikamentösen Prophylaxe gehören zum Mückenschutz:
- lange, helle Kleidung am Abend;
- geeignetes Insektenschutzmittel;
- Moskitonetze oder geschlossene Räume;
- Klimaanlage oder Ventilator, wenn vorhanden;
- geschlossene Türen und Fenster;
- schnelle medizinische Abklärung bei Fieber während oder nach der Reise.
Zusätzlich sollten die üblichen Impfungen vollständig sein. Ob weitere Impfungen gegen Hepatitis A, Typhus, Gelbfieber, Tollwut oder andere Krankheiten sinnvoll oder vorgeschrieben sind, hängt von der Route ab.
Eine umfassende Auslandskrankenversicherung muß medizinische Evakuierungen und Behandlungen im Reiseland einschließen. Mehr zum Thema findet Ihr in unserem Artikel über Malariaprophylaxe bei einer Afrikasafari.
Welche Aktivitäten bringen Abwechslung in eine Familiensafari?

Kinder müssen nicht zwölf Tage lang aus einem Autofenster schauen. Eine gute Familiensafari verbindet Tierbeobachtungen mit Bewegung, Wasser, Kultur und Zeit zum Spielen.
Geeignete Aktivitäten sind beispielsweise:
- kurze geführte Naturwanderungen;
- Spurensuche rund um die Lodge;
- Bootsfahrten;
- Kanutouren für ältere Kinder;
- Besuche in seriös geführten Naturschutzprojekten;
- altersgerechte Junior-Ranger-Programme;
- Fahrrad- oder Dorftouren;
- Beobachtungen an Wasserstellen;
- Nachtfahrten mit geeigneter Dauer;
- Strandtage;
- gemeinsames Führen eines Safaritagebuchs;
- Tierfotografie mit einer einfachen Kamera.
Nicht jede Aktivität ist für jedes Alter erlaubt. Besonders bei Fußsafaris, Kanutouren, Gorilla- und Schimpansentrekkings sowie Ausfahrten in offenen Fahrzeugen unterscheiden sich die Regeln der Parks und Camps.
Wie viel kostet eine Safari mit Kindern?
Eine Familiensafari ist kostspielig, weil Fahrzeug, Guide, Treibstoff, Parkgebühren und Unterkünfte unabhängig davon benötigt werden, wie alt die Teilnehmer sind. Kinderermäßigungen helfen, machen aus einer Safari aber keine Billigreise.
Kenia, Uganda und Nordtansania bieten eine größere Auswahl an Unterkünften verschiedener Preisklassen. Botswana und Galapagos liegen aufgrund der kleinen Camps, Flüge, Logistik und Schutzgebietsgebühren meist deutlich höher.
Ein privates Fahrzeug wirkt zunächst teurer. Bei einer vierköpfigen Familie relativiert sich der Aufpreis jedoch, weil die Fahrzeugkosten auf mehrere Personen verteilt werden und die Familie erheblich mehr Kontrolle über den Tagesablauf erhält.
Eine extrem billige Familiensafari ist selten eine gute Idee. Zu viele Stationen, lange Fahrten, überlastete Guides und ungeeignete Unterkünfte sparen Geld an genau den Stellen, an denen Familien Sicherheit, Ruhe und Flexibilität benötigen.
Wie Natouralist eine private Familiensafari plant
Zu Beginn der Planung möchten wir nicht nur wissen, wohin Ihr reisen möchtet. Wir fragen nach dem Alter der Kinder, bisherigen Fernreisen, Interessen, Essensgewohnheiten, gesundheitlichen Anforderungen, gewünschtem Komfort und dem realistischen Budget.
Wir wählen nicht möglichst viele Parks aus, sondern diejenigen, die als Familienreise zusammenpassen. Manchmal ist die beste Entscheidung, einen berühmten Nationalpark wegzulassen und dafür drei Nächte an einem Ort zu verbringen, an dem die Kinder sich frei bewegen können.
Natouralist entwickelt individuelle Naturreisen nach Euren Wünschen. Jede Familiensafari wird an das Alter, die Interessen und den Reiserhythmus der Familie angepaßt.

Frequently Asked Questions
Häufige Fragen zu Safaris mit Kindern
Ab welchem Alter ist eine Safari mit Kindern empfehlenswert?
Für die meisten Familien ist ungefähr acht Jahre ein gutes Einstiegsalter. Entscheidend sind jedoch Reife, Naturinteresse, Gesundheit und die Fähigkeit, längere Zeit im Fahrzeug zu verbringen und Sicherheitsregeln zu befolgen.
Welches Land eignet sich am besten für eine erste Familiensafari?
Kenia und Nordtansania bieten eine gute touristische Infrastruktur, zahlreiche Familienunterkünfte und eine hohe Tierdichte. Namibia eignet sich für Familien, die Landschaft, Selbstfahren und Tierbeobachtungen miteinander verbinden möchten.
Wie lange sollte eine Familiensafari dauern?
Fünf bis sieben Nächte reine Safari sind für die meisten Familien ausreichend. Mit Ankunftstagen und einer Strand- oder Erholungsverlängerung ergibt sich eine Gesamtreise von zehn bis vierzehn Tagen.
Ist eine Safari mit kleinen Kindern möglich?
Ja, wenn die Route nur wenige Standorte, kurze Fahrten, geeignete Lodges und ausreichend Ruhe enthält. Eine klassische Rundreise mit täglichen Unterkunftswechseln ist für kleine Kinder nicht empfehlenswert.
Benötigt eine Familie ein privates Safarifahrzeug?
Es ist nicht immer zwingend erforderlich, verbessert die Reise aber erheblich. Abfahrtszeiten, Pausen und Dauer der Pirschfahrten können an die Kinder angepaßt werden.
Ist eine Safari mit Kindern sicher?
Eine sorgfältig geplante Safari mit professionellen Guides und geeigneten Unterkünften ist grundsätzlich gut durchführbar. Eltern und Kinder müssen jedoch die Regeln der Guides und Camps konsequent befolgen.
Was muß bei Malaria beachtet werden?
Das Risiko hängt von Land, Region, Jahreszeit und Höhenlage ab. Familien sollten sich frühzeitig reisemedizinisch beraten lassen und unabhängig von einer medikamentösen Prophylaxe konsequent Mückenstiche vermeiden.
Welche Lodge eignet sich für Kinder?
Geeignet sind Unterkünfte mit Familienzimmern, sicheren Wegen, flexiblen Essenszeiten, kurzen Anfahrten und Erfahrung mit Kindern. Ein Pool und Aktivitäten außerhalb des Fahrzeugs sind zusätzliche Vorteile.
Sind Botswana-Safaris für Kinder geeignet?
Botswana eignet sich besonders für ältere Kinder und Teenager. Viele Camps sind offen, Transfers erfolgen mit Kleinflugzeugen und einige Aktivitäten oder Unterkünfte besitzen Altersgrenzen.
Kann man eine Familiensafari mit einem Strandurlaub verbinden?
Ja. Kenia und Tansania bieten besonders gute Möglichkeiten, eine Safari mit der Küste, Sansibar oder anderen Inseln im Indischen Ozean zu kombinieren.
Über die Autorin

Cristina Sanchez ist Gründerin von Natouralist, Mutter von zwei weit gereisten Kindern und plant seit mehr als 20 Jahren individuelle Natur- und Tierbeobachtungsreisen.
Sie hat ihre eigenen Kinder auf Reisen durch Afrika und Asien mitgenommen und dabei gelernt, daß eine Route, die für Erwachsene hervorragend aussieht, für eine Familie trotzdem vollkommen ungeeignet sein kann. Ihre Empfehlungen verbinden daher persönliche Erfahrung mit der praktischen Planung privater Safaris.


