
Wie dein inneres Kind durch eine Naturreisen zur Heilung gelangen kann.
Die Beatles sagten es schon: „All you need is love“
Im Rahmen meines Lieblingsthemas, der transformativen Kraft von Safaris, möchte ich heute über Reisen, Psychologie und etwas schreiben, das scheinbar weder mit dem einen noch mit dem anderen zu tun hat:
Liebe.
Nicht die romantische Liebe aus Romanen und Hollywood, die zu einem Produkt der Konsumgesellschaft vermarktet wurde. Sondern Liebe als dieses erhabene Gefühl, das uns, zumindest solange es uns berauscht, und das tut es zugegebenermaßen nicht lange, zu besseren Menschen macht, wenn auch nur für einen flüchtigen Moment.
Und mit besseren Menschen meine ich nicht gütige, großzügige und altruistische Menschen im klassischen Sinne des Wortes, obwohl all diese Gefühle oft aus dem ursprünglichen Gefühl der Liebe hervorgehen, das wie eine Mutter viele andere erhabene Gefühle hervorbringt.
Mit besseren Menschen meine ich Menschen, die in Frieden sind und diese Sanftheit und Zärtlichkeit spüren, die uns innerlich erfüllt, gegenüber anderen und auch gegenüber uns selbst, wenn wir Liebe empfinden.
Spiritualität und persönliches Wachstum: wie ich durch Naturreisen zur Heilung meiner Panikattacken kam
Seit zwölf Jahren schon beschreite ich den spirituellen Weg, oder besser gesagt, der spirituelle Weg beschreitet mich.
Aber bitte versteht mich nicht falsch. Ich weiß absolut nichts und bin nur eine Lernende, die dieses Leben so gut wie möglich lebt und weiß, wie jeder einzelne von euch.
Aber das Wenige, das ich selbst erlebt habe, hat mich tiefgreifend verändert, so sehr, dass ich es aus Gründen der Kohärenz in meine Safaris integrieren möchte.
Ich habe mich aus purer Notwendigkeit auf den schwierigen, aber unvermeidlichen Weg des persönlichen Wachstums begeben. Alles begann mit der Suche nach einem Mittel, das mir helfen würde, die Angstattacken zu bekämpfen, die mir seit meinem 25. Lebensjahr das Leben unmöglich machten und sich mit 35 zu einer Herzrhythmusstörung entwickelt hatten, die mir kein ruhiges Leben mehr ermöglichte.
Eine fünfmonatige Reise durch die Dschungel von Borneo, Malaysia, Thailand und Vietnam, bei der ich in engem und direktem Kontakt mit der unglaublichen Natur Südostasiens stand, brachte mich dazu, über die Notwendigkeit der Heilung meiner Panikattacken nachzudenken.
Die Arrhythmie führte mich zur diesen Reise (als Flucht), die Reise schliesslich zur Meditation, und die Meditation schenkte mir nicht nur Frieden, sondern auch Tränen in den Augen. Ich fand wieder zu mir selbst. Die Angst verschwand.
Aber hier ist eine Frage, die ich mir damals gestellt habe und die ich mir jetzt wieder stelle:
Wenn ich bis zum Alter von 35 Jahren von mir selbst verloren war und diese Entfremdung Panikattacken auslöste, wer hatte dann bis dahin in meinem Körper gewohnt?
Eine Figur, eine Karikatur meiner selbst. Oder das, was in der Psychologie als Ego bezeichnet wird.
Unser inneres Kind möchte mit Liebe zur Heilung gelangen
Heute ist das Ego in spirituellen Kreisen zu einem Dämon geworden, zu einem Feind, den man verbissen bekämpfen muss.
Es wird als brutaler Tyrann dargestellt, der in einer Art Staatsstreich die Herrschaft über unser Schiff übernommen hat.
Das Ego ist für alle unsere negativen Emotionen verantwortlich.
Die Emotionen, die wir alle haben, auch wenn wir sie nicht mögen: den Neid, den wir auf den Nachbarn empfinden, der sich ein teures Auto gekauft hat, auf die anderen Gäste, die uns unglaubliche Fotos von einem jagenden Leoparden gezeigt haben, während wir uns mit einer langweiligen Büffelherde begnügen mussten. Es ist auch die Heimat von Angst, Hass, Wut, Stolz, Hochmut, Gier, Faulheit usw.
Diese Emotionen verleiten uns zu lieblosem Denken und Handeln, sie verursachen ein starkes Gefühl der Trennung und unseres Unglücks.
Darunter liegen zwei grundlegende Emotionen, die in unserer Kindheit entstanden sind: Schuld und Scham. Beides äußerst unangenehme Emotionen, die wir schnell lernen, unter unserem psychischen Teppich, unserem Unterbewusstsein, zu verbergen. Man könnte fast sagen, dass Schuld und Scham der Vater und die Mutter all unserer anderen negativen Emotionen sind.
Aber was hat diese negativen Emotionen überhaupt erst entstehen lassen?
Machen wir folgende Übung: Gehen wir in der Zeit zurück. Bis zu dem Moment in unserer frühen Kindheit, als wir mit 5 oder 6 Jahren zum ersten Mal das Gefühl hatten, dass unsere Eltern uns nicht lieben.
Vielleicht ist Papa sehr wütend, weil wir beim Spielen etwas kaputt gemacht haben, oder Mama sehr traurig, weil unsere Lehrerin ihr gesagt hat, dass wir den Kopf voller Unsinn haben und im Unterricht nicht aufpassen.
Wir haben unseren Vater noch nie so wütend gesehen, genau so wenig unsere Mutter so traurig.
Das Schlimmste ist, dass diese unangenehme Episode nicht nur einmal vorkommt, sondern sich im Laufe der Zeit noch viele Male wiederholt.
Ein Teil von uns, der wahrhaftigste und authentischste, der verletzlichste Teil, ist in diesem Alter von fünf Jahren stehen geblieben und nie erwachsen geworden.
Das Kind, das wir einmal waren, fühlte sich sehr schuldig und schämte sich sehr, denn wenn Papa so wütend wurde, wenn Mama so verärgert war, dass sie weinte, dann musste es etwas an uns geben, das uns der Liebe unwürdig machte.
Schuld und Scham werden von Kindern brutal und ohne Milderung empfunden.
Als solche waren wir noch nicht in der Lage, das Verhalten der Erwachsenen zu rationalisieren und uns zu sagen: „Eigentlich liebt mich Papa bedingungslos und ist nicht wütend geworden, weil wir etwas kaputt gemacht haben, sondern weil er frustriert ist wegen seiner Arbeit”
Oder „Ich weiß, dass Mama mich bedingungslos liebt, aber sie fühlt sich einsam, weil sie nicht die ganze Zuneigung und Liebe bekommt, die sie von meinem Vater braucht, und deshalb projiziert sie all ihre Erwartungen auf mich”.
Unser Bedürfnis, die bedingungslose Liebe unserer Eltern zurückzugewinnen (die wir bis vor nicht allzu langer Zeit noch reichlich erhielten, als wir noch an der Brust unserer Mutter oder in ihrem Bauch waren), war so groß, dass wir alles taten, um sie zurückzugewinnen.
Vielleicht (wie in meinem Fall) bemühten wir uns, Musterschüler zu sein und nur gute Noten zu bekommen, vielleicht wurden wir zu sehr gefälligen Kindern, die immer auf die Meinung anderer achteten.
Vielleicht waren wir diese superlustigen Kinder, die alle zum Lachen bringen, hyperkompetitive Kinder oder vielleicht traurige Kinder, die mit diesem Verhalten Mitleid erregen wollten (um so die Aufmerksamkeit unserer Eltern zurückzugewinnen).
Hier entsteht das berühmte Ego, das im Grunde genommen nur ein verletztes Kind ist: Seine Mutter ist das Gefühl, keine Liebe zu verdienen, sein Vater die Schuld und die Scham.
Die gesamte Persönlichkeit, die das Kind entwickelt, ist nur eine Strategie, um die verlorene Liebe der Eltern zurückzugewinnen.
Aber natürlich funktioniert diese Strategie nicht für immer.
Vielleicht haben wir gemerkt, dass es egal war, wie sehr wir uns auch bemühten, unsere Väter waren weiterhin wütend auf uns, unsere Mütter weiterhin deprimiert. Wir haben eine traurige Wahrheit gelernt: dass wir nichts tun konnten, um diesen verlorenen Zustand der Gnade zurückzugewinnen. Danach wurden wir vielleicht zu dauerhaft depressiven und traurigen Erwachsenen oder zu aggressiven Menschen (einige von uns sogar zu machtgierigen Menschen, die andere mit den Schuhen des Erfolgs zertreten, wie zum Beispiel Donald Trump).
Was verbirgt sich also hinter der großen Maske, die wir Person nennen?
Nur ein armes, verletztes Kind, das danach schreit, von seinen Eltern umarmt zu werden (ja, hinter Donald Trump auch)
Dabei zerstören wir Dinge, Menschen, Länder und die Natur.
Deshalb glaube ich, dass ich nicht übertreibe, wenn ich sage, dass absolut alle Probleme der Welt auf einen Liebesmangel zurückzuführen sind.
Aber was noch schlimmer ist: Wir sind nicht nur gemein und grausam zu anderen, sondern vor allem zu uns selbst.
Ja, glauben nicht, dass unser Feind außerhalb von uns liegt. Denn unser größter Feind sind wir selbst.
Wir sagen, dass wir abnehmen wollen, aber dann stopfen wir uns mit Süßigkeiten und Tiefkühlpizza voll; wir sagen, dass wir unsere Zeit besser nutzen wollen, vielleicht mit Lesen oder Sport oder einem Hobby, aber am Ende verschwenden wir das ganze Wochenende mit Netflix-Marathons; Wir sagen, dass wir den Job wechseln wollen, nehmen uns aber nie die Zeit, einen anderen zu suchen, und bleiben lieber in unserem ewigen Jammermodus. Wir sagen, dass wir ein neues Projekt starten wollen, geben es auf oder fangen gar nicht erst damit an, weil wir auf diese innere Stimme hören, die uns sagt:
„Versucht es nicht mal, du bist ein Versager und zu nichts zu gebrauchen.“
Und was hat all diese Psychologie mit Heilung und Naturreisen zu tun?
Viel.
Nun, weil alles, absolut alles im Leben mit Psychologie zu tun hat.
Der Mensch ist schon immer gereist, weil Reisen ihn glücklich macht. Reisen ist ein bisschen wie sich verlieben. Darin liegt die Heilkraft einer Naturreise. Das Glück ist zwar nur von kurzer Dauer, aber zumindest während dieser Erfahrung kann man aus sich herausgehen und sich mit etwas anderem verbinden.
Und der Mensch braucht Verbindung.
Diese Verbindung ist Liebe, der Reisende fühlt während einer Naturreise sich als Teil eines Ganzen, das größer ist als er selbst, und wird von einer großen Liebe zum Leben überwältigt.
Das Problem ist, dass dieses Gefühl des Glücks und der Liebe nur so lange anhält, wie die Naturreise dauert, und sich wie durch Zauberei auflöst, sobald diese zu Ende ist und wir in unser reales Leben zurückkehren.
Mein Ziel hinter der Idee der transformativen Safaris bei Natouralist ist es, uns dazu zu ermutigen, die Heilungskraft durch Naturreisen nach der Rückkehr nach Hause zu entfalten und weiterzuverfolgen.
Die Reise ist nur ein erster Schritt, um uns mit dem inneren Kind in uns zu versöhnen, ihm die Zuneigung zu geben, die es verdient, damit dieses Kind aufhört zu strampeln und uns dazu bringt, uns anderen und uns selbst gegenüber wenig liebevoll zu verhalten.
Vergesst es nicht: Die wichtigste Reise unseres Lebens ist die zu uns selbst.
Cristina Sanchez von Natouralist plant seit seit 20 Jahren tranformative Safaris nach Afrika und auf der Welt

