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Malariaprophylaxe bei einer Afrikasafari: ja oder nein

Update Dezember 2025

Malariaprophylaxe ja oder nein, bei einer Afrikasafari: die grosse Frage hier beantwortet.

Wer zum ersten Mal auf Safari ins schwarze Afrika fährt, wird bereits mit der beginnenden Reiseplanung fast sofort mit der Frage konfrontiert, ist eine malaria prophylaxe sinnvoll.

Es gibt gute Gründe, die für als auch gegen eine Malariaprophylaxe bei einer Afrika-Safari sprechen.

Hier geht es nicht darum, ob man Malariamedikamente mitnehmen sollte (was man zweifellos machen sollte), hier wird versucht aufzuklären, ob man sich einer prophylaktischen Behandlung aussetzt oder nicht – eine klassische Abwägung zwischen malaria prophylaxe oder Stand-by, wie sie sich auch in vielen Erfahrungen mit Malaria von Reisenden widerspiegelt.

Einerseits sind die entsprechenden Hinweise auf etlichen Internetseiten wahrhaftig furchterregend. Auf der anderen Seite setzt man sich mit einer Prophylaxe möglicherweise unnötigen Medikamentengiften und deren vielfältigen Nebenwirkungen aus, wie zahlreiche Malaria Prophylaxe Erfahrungen zeigen.

Und was sagt die Weltgesundheitsorganisation dazu?

Das die übermäßige Einnahme von Medikamente gegen die Malaria zu einer erhöhten Resistenz bei der Behandlung der Krankheit führt.

Einerseits sind die entsprechenden Hinweise auf etlichen Internetseiten wahrhaftig furchterregend.

Auf der anderen Seite setzt man sich mit einer Prophylaxe möglicherweise unnötigen Medikamentengiften und deren vielfältigen Nebenwirkungen aus, die Übelkeit, Verdauungsstörungen und Kopfschmerzen beinhalten können.

Zunächst ein paar Fakten:

Welche Medikamente werden zur prophylaktischen Behandlung von Malaria eingesetzt?

Heutzutage werden nur wenige Medikamente zur prophylaktischen Behandlung von Malaria bei Reisenden nach Afrika eingesetzt. Es gibt kein „bestes” Medikament, aber es gibt einige klare Favoriten, wobei Malarone der Gewinner ist:

Atovaquon/Proguanil (Malarone)

Es ist derzeit das am häufigsten verschriebene Malaria-Prophylaxemittel für Touristen.

Es ist wirksam, hat relativ wenige Nebenwirkungen und ist einfach einzunehmen. Die Einnahme beginnt 1-2 Tage vor der Reise in das Malaria-Gebiet, während der Reise wird täglich eine Tablette eingenommen und nach Beendigung der Safari wird die Einnahme noch 7 Tage lang fortgesetzt. Malarone ist für die meisten Reisenden die pragmatischste Lösung.

Neben Malarone gibt es noch andere, weniger beliebte Medikamente wie Doxycyclin, das eigentlich ein sehr wirksames Antibiotikum gegen Malaria ist. Es ist viel billiger als Malarone, muss aber länger eingenommen werden (bis zu 4 Wochen nach der Safari) und hat auch stärkere Nebenwirkungen wie gelegentliche Magenprobleme. Es ist gut für Langzeitreisende, aber für Strandurlauber eher unangenehm.

Mefloquin (Lariam) wird glücklicherweise nicht mehr verwendet. Zum Glück! Denn Lariam verursachte enorme neuropsychiatrische Nebenwirkungen (Alpträume, Angstzustände, Depressionen) sowie eine schreckliche Müdigkeit.

Malariarisiko auf Safari: je nach Land

Das Malariarisiko auf einer Safari hängt, wie so viele andere Dinge auch, vom Land, der Region und der Jahreszeit ab. Afrika ist kein homogenes Malariarisikogebiet. Hier sehen wir das Risiko Land für Land:

Kenia

Mittleres Risiko. Gering in Nairobi und im Hochland, deutlich höher in den Küstenregionen (Mombasa) und im Westen des Landes. Die klassischen Safari-Gebiete (Masai Mara) haben ein saisonales Risiko, insbesondere während und nach der Regenzeit. Hier ist der Einsatz mechanischer Schutzmaßnahmen unerlässlich.

Tansania

Hohes Risiko. Sansibar und vor allem die Küste sind eindeutig die am stärksten betroffenen Gebiete. Die meisten Reisenden entscheiden sich für eine Prophylaxe.

Uganda

Hohes Risiko im fast gesamten Land, mit Ausnahme der höher gelegenen Regionen von Bwindi, wo das Risiko gering oder nicht vorhanden sein kann. Im Allgemeinen schafft die Kombination aus hoher Bevölkerungsdichte und hoher Luftfeuchtigkeit ideale Bedingungen für die Ausbreitung der Anopheles-Mücke. Die meisten Reisenden entscheiden sich für eine Prophylaxe.

Südliches Afrika

Südafrika: Geringes Risiko, beschränkt auf bestimmte Regionen (vor allem im Krüger-Nationalpark und im Nordosten), saisonal. Fast niemand macht eine Prophylaxe.

Namibia: sehr geringes Risiko, nur geringfügig im Norden. Niemand nimmt eine Prophylaxe.

Botswana, Sambia und Simbabwe: regionales und saisonales Risiko, vor allem im Norden und in der Nähe von Flüssen (Okavango, Sambesi). Es ist wichtig, sich mechanisch zu schützen und Malarone als Standby auf Ihrer Safari mitzunehmen.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Je weiter nördlich, je feuchter und dichter besiedelt das Land ist, desto größer ist das Risiko, sich während Ihrer Safari mit Malaria zu infizieren. Umgekehrt gilt: Je trockener und höher gelegen, desto geringer ist das Risiko.

Wie lautet also die richtige Entscheidung? Wann ist eine medikamentöse Malariaprophylaxe auf einer Afrika-Safari notwendig und wann reicht die Mitnahme der Malaria-Medikamente aus?

Das verrate ich in diesem Artikel.

Malariaprophylaxe bei einer Afrika-Safari: Wie groß ist die tatsächliche Malariagefahr auf meiner Safari?

Das hier ist die bekannte Anophelesmücke: Nur die Weibchen können Malaria übertragen (Mario Yordanov)

Diese ist die erste Frage, die Du Dir stellen musst. Denn oft sind nicht ganze Länder Malariagebiete, sondern nur einzelne Teile. Das trifft insbesondere auf das südliche Afrika zu. Südafrika ist zum Beispiel bis auf kleine Gebiete weitgehend malariafrei, Namibia ebenfalls.

Merke Dir bei Deiner Planung die Reiseziele vor, die Du besuchen möchtest und in denen Malaria vorkommt.

Einem prophylaktischen Schutz oder einem mechanischen Schutz (sich einfach mit Mückenabwehrmittel besprühen und sich langärmlig kleiden) sollte man dort konsequent folgen.

Reise ich in der Trocken- oder der Regenzeit?

Tansania bei Regen: wunderschön grün aber auch moskitoreich

So gut wie alle Malariagebiete Afrikas unterscheiden zwischen Trocken und Regenzeiten.

Ostafrika kennt zum Beispiel zwei Regenzeiten, einmal zwischen März und Mai und einmal zwischen Oktober und November, gefolgt von relativ langen Abständen mit trockenem Wetter. Eine kleine Ausnahme bilden hier natürlich die Regenwaldgebiete, in denen ganzjährig mit einem Niederschlagsrisiko zu rechnen ist.

Während man auf einer Reise in der Trockenzeit kaum Moskitos treffen wird, sieht es in den nassen Jahreszeiten ganz anders aus. Sicher wird hier kein Hut mit einem Netz zum Schutz des Gesichtes vor Insekten (wie ich ihn einmal während einer Uganda-Reise an einigen Touristen beobachten konnte) vonnöten sein.

Mit der höheren Wahrscheinlichkeit, dass man von Anopheles Mücken gestochen wird, steigt das Malariarisiko an.

Trockenzeit hin oder her, allen Afrikareisenden sollte bewusst sein, dass sich das Wetter auch wie sonst auf der Welt in Afrika verändert. Die alten Vorhersagen gelten mittlerweile nicht mehr oder auf diese ist nicht immer hundertprozentig Verlass.

Auch in der angeblichen Trockenzeit können Regenfälle und ein damit einhergehendes höheres Malariarisiko nicht mehr komplett ausgeschlossen werden.

Fahre ich bei meiner Afrika-Safari auch an den Strand?

Die feuchte und warme afrikanische Küste ist ein riesiger Spielplatz für Moskitos

Möglicherweise könnt Ihr Euch für eine Prophylaxe nur für bestimmte empfohlene Regionen und nicht für die gesamte Reise entscheiden.

Womöglich möchtest Du nach so viel Safaristaub etwas Entspannung am Strand genießen. Aber hier ist Vorsicht angesagt! Ist das Risiko einer Malariaübertragung in den weiten und menschenleeren Nationalparks außerordentlich gering, so kann es an der Küste ganz anders aussehen?

Nicht nur die höhere Bevölkerungsdichte, sondern auch das feuchte und warme Küstenklima begünstigen das Auftreten der Malariamoskitos.

Nicht selten treffen Safarigäste in der Serengeti überhaupt keine Moskitos, um dann auf dem einwöchigen Badeaufenthalt auf Sansibar wahrhaftig durchlöchert zu werden.

Stehen Städte auf meinem Reiseplan?

Afrikanische Städte in den Malariagebieten zeichnen sich durch die höchste Infektionsrate an Malaria aus – Dos Remedios

Ich stelle mir vor, dass Du Dich nach der Landung der internationalen Maschine nicht länger als nötig in der Hauptstadt aufhalten wirst, sondern nach einer Nachtruhe höchstwahrscheinlich in Richtung der Safarigebiete ziehen wirst. Die afrikanischen Großstädte sind laut, chaotisch, oft lauf-verschmutzt und wirken nicht einladend auf den herkömmlichen Touristen.

Das sieht natürlich anders aus, wenn Du:

Afrikanische Städte in den Malariagebieten zeichnen sich durch die höchste Infektionsrate an Malaria aus. Die vielen Menschen sind ein Paradies für Moskitos und durch die Enge und damit die Nähe zu infizierten Personen wird der Virus schnell übertragen.

Mehr Menschen bedeutet mehr Malaria.

Du hast ein um ein vielfaches höheres Risiko, Dir Malaria einzufangen, wenn Du zum Beispiel durch einen brechend vollen Markt gehst, als bei einer Fahrt mit dem Jeep durch die weite Savanne Afrikas. Denn ein Moskito, der zuvor einen malariakranken Marktverkäufer gestochen hat, kann Dich Sekunden später stechen, und zack, so schnell ist es passiert!

Wenn Du also längere Städteaufenthalte auf Deiner Reise planst, ist es vielleicht sinnvoll, über eine schützende Prophylaxe nachzudenken – insbesondere bei einer Safari mit Kindern stellt Malaria ein nicht zu unterschätzender Faktor dar.

Wie oft reise ich nach Afrika?

Malarone ist das meist verschriebene Medikament, um Malaria prophylaktisch vorzubeugen – Mile W

Die Malariaprophylaxe ist trotz moderner Medikamente mit den starken Nebenwirkungen pures Gift für den Körper. Wenn Du Pech hast, können sich bei Dir folgende Nebenwirkungen entfalten: Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen. Und mit sehr viel Pech Blutarmut, Mangel an neutrophilen Blutkörperchen, allergische Reaktionen, Natriummangel im Blut, Appetitlosigkeit, ungewöhnliche Träume, Depression, Schlaflosigkeit, Schwindel, erhöhte Leber-Enzym-Werte, Juckreiz, Hautausschlag, Fieber und Husten.

Keine Person mit ausreichender Selbstliebe wird diesen Chemikaliencocktail einmal mehr als nötig schlucken.

Wenn Du Malariagebiete in regelmäßigen Abständen aufsuchst, wird die Prophylaxe sicherlich keine langfristige Lösung sein.

Denke darüber nach, auch die in Afrika lebenden europäischen Expats kommen ohne Malarone aus!

Was für ein Reisetyp bin ich?

Nicht nur Malaria: Moskitos können eine Vielzahl anderer Krankheiten übertragen / NIAIAD

Aber alle beruhigenden Hinweise helfen überhaupt nicht, wenn Du Dich von jedem Moskitostich verrückt machen lässt.

Meinst Du, Du wirst schnell einen hysterischen Anfall bekommen, wenn Du einen Moskito in der Dusche entdeckst?

Wenn es so ist, dann nutzen Dir die ganzen Fakten, die das Malariarisiko eindeutig minimieren (Trockenzeit, keine Küstengebiete, keine Städte) nur wenig. Du bist ja schließlich nach Afrika gereist, um es zu genießen.

Bist Du schnell wegen einer höchst unwahrscheinlichen, aber dennoch nicht 100 % auszuschließenden Malariainfektion beunruhigt, so nimm bitte die Prophylaxe ein und genieße die Reise.


FAZIT: Diese Fakten reduzieren das Malaria-Übertragungsrisiko erheblich

Und bei diesen Fakten ist man einem höheren Infektionsrisiko ausgesetzt

Mein Tipp für Unschlüssige

Treffen drei oder mehr Punkte von der obigen Liste bei Dir zu, so ist es ratsam, dass Du eine Prophylaxe in Erwägung ziehst. Sonst kannst Du getrost mit Malarone als Stand By Medikament im Gepäck reisen – genau der Ansatz, den viele Malaria Erfahruntgsberichte bestätigen.

Was sind die Risiken, wenn man auf einer Afrika Safari keine Malariaprophylaxe einnimmt?

Wer sich entscheidet, auf einer Safari in Afrika keine Malariaprophylaxe einzunehmen, geht ein Risiko ein, das bei der Entscheidungsfindung sehr ernsthaft abgewogen werden muss.

Schließlich kann die aggressivste Form der Malaria (Malaria tropica) zu akuten Symptomen wie hohem Fieber, Schüttelfrost, Erbrechen und Durchfall führen: Das sind keine „grippeähnlichen Symptome”, sondern potenziell tödliche Symptome.

Die vielleicht größte Gefahr, wenn man keine Malariaprophylaxe einnimmt, besteht darin, dass die meisten Safariteilnehmer die ersten Symptome unterschätzen. Und es gibt eine klare Regel: Je später die Behandlung einer beginnenden Malariainfektion beginnt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit schwerwiegender Komplikationen, einschließlich Organversagens.

Dann muss man natürlich auch bedenken, dass man, wenn man während seiner Safari vor Ort an Malaria erkrankt, möglicherweise kein gutes Krankenhaus in der Nähe hat. Safaris finden in der Regel weit entfernt von großen Städten statt. Wer ohne Prophylaxe erkrankt, ist auf eine schnelle Evakuierung in ein gutes, mit allem Notwendigen ausgestattetes Krankenhaus angewiesen, das oft mehrere Tagesreisen entfernt ist.

Wer sich für eine Safari in Afrika entscheidet, ohne eine Malariaprophylaxe einzunehmen, wird möglicherweise jedes Mal, wenn ihn eine Mücke sticht, verrückt werden: War das Malaria? Wer sich ständig fragt, ob es Malaria war, genießt die Reise weniger. Die Ironie dabei: Die Angst ist zweifellos schlimmer als die Tablette.

Dreierregel: Wenn Ihr mit Kindern reist, nehmt die Prophylaxe

Die Frage ist heikler, wenn dir Kinder auf deiner Safari nach Afrika begleiten. Kinder werden schneller krank und brauchen länger, um sich zu erholen. Für mich gibt es keinen Zweifel: Wenn Sie mit Kindern reisen, nehmen Sie die Prophylaxe.

Das Risiko, keine Malariaprophylaxe zu nehmen, ist sehr real.

Wer darauf verzichtet, sollte wissen, was er tut, welche Symptome auftreten können und was sie bedeuten. Malaria ist selten, aber wenn sie auftritt, muss man sie sehr ernst nehmen.

Was passiert, wenn Du keine Malariaprophylaxe einnimmst und krank wirst?

Wenn du dich entscheidest, keine Malariaprophylaxe bei deiner Afrika Safari einzunehmen und dann krank wirst, verläuft alles in der Regel dramatischer und schneller, als du dich vorstellen kannst. Malaria klopft nicht höflich an die Tür ☹

1. Die ersten Symptome

Als erstes treten plötzliches hohes Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gelenkschmerzen, Übelkeit und Durchfall auf. Viele verwechseln dies mit einer Grippe oder einer Magen-Darm-Infektion.

2. Rapide Verschlechterung

Ohne prophylaktischen Schutz kann sich insbesondere die Malaria durch Plasmodium falciparum innerhalb von 24 bis 72 Stunden drastisch verschlimmern. Eine schnelle Behandlung ist für eine wirksame Genesung von entscheidender Bedeutung.

3. Behandlung

Bei rechtzeitiger Diagnose ist Malaria heutzutage relativ leicht zu behandeln. Bei zu später Diagnose ist oft eine stationäre Behandlung erforderlich, manchmal sogar eine Intensivpflege. Im Rahmen einer Safari bedeutet dies in der Regel eine Notfall-Evakuierung per Flugzeug.

4. Nach der Rückreise

Viele Symptome treten erst Tage oder Wochen nach der Rückkehr auf. Wenn du bei deiner Rückkehr Fieber kriegst, ist es unerlässlich, dass du deinen Arzt über deinen Aufenthalt in einem Malaria-Gebiet informierst.

5. Langzeitfolgen

Selbst überstandene schwere Fälle können Folgen haben: anhaltende Erschöpfung, Organschäden, lange Genesungszeit.

Die besten Krankenhäuser für die Behandlung von Malaria in den Safariländern Afrikas

Wenn du während deiner Safari an Malaria erkranken solltest, ist es wichtig zu wissen, welche Krankenhäuser, über die größte Erfahrung in der Behandlung tropischer Infektionen verfügen.

Kenia

In Nairobi gibt es eine Vielzahl von Krankenhäusern und Kliniken mit angemessener medizinischer Versorgung, die auch die Diagnose und Behandlung von Malaria anbieten. Das MP Shah Hospital gilt als eines der besten Krankenhäuser in Nairobi, um eine hochwertige, schnelle und auf Touristen zugeschnittene medizinische Versorgung zu erhalten, insbesondere bei schweren Infektionen oder komplizierten Diagnosen.

Tansania

In der Region Kilimandscharo ist das Kibong’oto Hospital das führende Zentrum für alle Arten von Infektionskrankheiten (einschließlich Malaria). Es ist das Referenzkrankenhaus für schwere Fälle in dieser Region.

Uganda

Das Mulago National Referral Hospital in Kampala ist das Referenzkrankenhaus des Landes. Außerhalb von Kampala ist die medizinische Versorgung in Uganda in der Regel sehr begrenzt.

Südliches Afrika

Südafrika verfügt über ein relativ solides Gesundheitssystem mit Fachabteilungen für Tropen- und Infektionskrankheiten, die auch Malaria kompetent behandeln können. Das Chris Hani Baragwanath Academic Hospital (Johannesburg, Südafrika) ist eines der ältesten Krankenhäuser Afrikas und bietet umfassende Notfall- und allgemeine Versorgungsleistungen. In Kapstadt haben sich Einrichtungen wie das Mediclinic Cape Town Hospital, das Netcare UCT Private Academic Hospital oder das Groote Schuur Hospital einen ausgezeichneten Ruf für die Qualität ihrer Behandlungen erworben.

Außerhalb Südafrikas gibt es in den Städten Windhoek, Lusaka und Harare private Krankenhäuser, in denen Reisende eine gute Malariabehandlung erhalten können.

Praktische Tipps für Safari-Reisende, die keine Prophylaxe einnehmen

Allgemeine Tipps für Safari-Reisende: Mechanischer Schutz vor Malaria

Safari-Reisende können das Malariarisiko ohne Einnahme von Tabletten erheblich senken. Der mechanische Schutz ist einfach, wirksam und immer notwendig, unabhängig davon, ob Du mit oder ohne Prophylaxe reist.

1. Lange Kleidung

Malariamücken sind vor allem abends und in der Dämmerung aktiv. Daher ist es ratsam, langärmelige Hemden, lange Hosen und geschlossene Schuhe zu tragen. Helle Kleidung ist besser geeignet, da sie weniger Mücken anzieht und diese schneller zu erkennen sind.

2. Systematische Verwendung von Insektenschutzmitteln

Insektenschutzmittel mit DEET sollten auf alle unbedeckten Hautstellen aufgetragen werden. Sei nicht sparsam mit der Anwendung und trage das Mittel regelmäßig erneut auf, insbesondere nach dem Schwitzen oder Duschen. Verwende niemals natürliche Mückenschutzmittel, da diese nicht wirksam sind!

3. Nimm das Moskitonetz ernst

Ein gut über dem Bett angebrachtes Moskitonetz ist Gold wert. Achte darauf, dass es keine Löcher hat und nachts nicht den Körper berührt. Am besten ist es, wenn es imprägniert ist, da dies seine Schutzwirkung erheblich erhöht.

4. Verwende die Klimaanlage und den Ventilator

Mücken hassen Zugluft und Kälte. Eine Klimaanlage oder ein Ventilator im Zimmer reduzieren die Stiche erheblich.

5. Schliesse Fenster und Türe zu

Halte Türen und Fenster nachts geschlossen oder öffne sie nur mit Moskitonetzen. Licht zieht Insekten an.

7. Schütze besonders Kinder

Auf Safaris mit Kindern gilt Folgendes: lange Kleidung, Sonnencreme im Voraus auftragen, Moskitonetze sind Pflicht.

Etwas Statistik zum Abschluss

NIAIAD

Zu Schluss helfen vielleicht ein paar statistische Fakten, um etwas Klarheit in diese Angelegenheit zu bringen.

Jedes Jahr werden 1.700 Malariafälle aus Großbritannien gemeldet. 70 % davon sind Afrikaner, die Freunde und Verwandte in ihren Ursprungsländern besucht haben und bei denen zudem festgestellt wurde, dass diese die Vorkehrungen zur Malariavorbeugung nicht wirklich ernst genommen haben.

Das bedeutet eigentlich, 510 Malariaerkrankte zählen zu Afrikareisenden, die Afrika als touristisches Ziel angesteuert haben. 2017 kamen aus Großbritannien 1.598.700 Personen nach Afrika. Dies ergibt eine Infektionsrate von 0,001 %.

Zusammenfassend bedeutet das, dass 1 von 1.000 Touristen in der Tat an Malaria erkrankt.

Viel oder wenig? Natürlich ist das Einstellungssache.

Alleine in Deutschland erkrankten im Jahr 2018 genau 333.567 Menschen an der Grippe. 1.600 Personen starben sogar daran.

Das sind aus der gesamten Bevölkerung 0,004 %. Die Impfquote in Deutschland lag für dasselbe Jahr gerade einmal bei 34,8 Prozent.

Machst Du dir große Sorgen wegen der Grippewelle in Deutschland? Ich wette eher nicht, oder?

Somit sollte Dich auch das Vorkommen von Malaria nicht von einer Reise nach Afrika abhalten. Mit einer gründlichen Vorbereitung wirst Du die richtige Entscheidung treffen und eine unvergessliche Reise erleben.

FAQ zur Malariaprophylaxe ja oder nein, bei einer Afrikasafari

1. Muss ich eine Prophylaxe zur Vorbeugung von Malaria einnehmen, wenn ich auf Safari in Afrika gehe?

Die Notwendigkeit, Medikamente zur Malariaprophylaxe einzunehmen, hängt vom jeweiligen Reiseland, der Region, der Jahreszeit, der Art der Reise und dem Risiko ab, das du bereit bist einzugehen. Es gibt einige Regionen und/oder Jahreszeiten mit geringerem Risiko, in denen Reisende sich einfach mechanisch vor Stichen schützen und Malariamedikamente als Vorsichtsmaßnahme (Standby) mitnehmen können.

2. Ist Malaria gut behandlerbar?

Malaria ist in der Regel behandelbar, wenn sie rechtzeitig diagnostiziert und behandelt wird. Eine größere Gefahr besteht darin, dass die Krankheit nicht in einem frühen Stadium diagnostiziert wird. Eine frühzeitige Behandlung verringert die Wahrscheinlichkeit schwerwiegender Komplikationen aufgrund von Malaria erheblich.

3. Ist es sicherer, Medikamente zur Malariaprophylaxe einzunehmen, als sich mit Malaria zu infizieren?

Für die meisten gesunden Menschen, die in ein Gebiet mit hohem Malariarisiko reisen, sind die Risiken, die mit der Einnahme von Medikamenten zur Malariaprophylaxe (wie Malarone) verbunden sind, geringer als die Risiken, die von einer Malaria Infektion ausgehen. Zwar gibt es Nebenwirkungen, die mit der Einnahme von Medikamenten zur Malariaprophylaxe verbunden sind, diese sind jedoch im Vergleich zu den negativen Auswirkungen der Krankheit unerheblich.

4. Reicht ein mechanischer Schutz vor?

Obwohl mechanische Methoden zum Schutz vor Mücken (wie Insektenschutzmittel, lange Kleidung, Moskitonetze, Klimaanlagen usw.) die Wahrscheinlichkeit, von einer infizierten Mücke gestochen zu werden, erheblich verringern, schließen sie diese Möglichkeit nicht vollständig aus. Im Allgemeinen empfehlen wir diese Methode Reisenden, die in Gebiete mit geringerem Risiko reisen und nur kurze Zeit in der Region verbringen.

5. Was soll ich tun, wenn ich nach meiner Rückkehr von einer Safari Fieber bekomme?

Jedes Fieber, das nach einer Reise in ein Malaria-Endemiegebiet auftritt, gilt als medizinischer Notfall, bis Malaria als Ursache ausgeschlossen werden kann. Informieren Sie Ihren Arzt so schnell wie möglich über Ihre Reisegeschichte und bitten Sie ihn, unverzüglich einen Malariatest durchzuführen.


Vor einer Afrika-Safari ist die Beratung durch einen geschulten Tropenmediziner unerlässlich. Viele Hausärzte bieten eine reisemedizinische Beratung an. Sonst hilft ein Besuch des Tropeninstituts immer weiter.

Noch verunsichert?

Seit 15 Jahren organisieren wir unvergessliche Safaris nach Afrika.

Willst Du die Berggorillas in Afrika sehen? Oder suchst Du nach Tipps für die beste Safari in Ostafrika? Kontaktiere einen professionellen Safari-Guide vor Ort und lass Dich ausführlich über Dein Vorhaben beraten.

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