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Auf Mokoro Safari im Okavango Delta

Auf Mokoro Safari im Okavango Delta

Auf Mokoro Safari im Okavango Delta: so erlebt man eins der sieben Weltwunder am intensivsten

Eine Mokoro Safari im Okavango Delta: Mit 16.000 Quadratkilometern ist diese grandiose Lagunenlandschaft inmitten wilder Urwälder aus Teak- und Ebenholz das größte Binnendelta der Welt.

Gespeist aus dem in Angola anschwellenden Kavango River wird das Okavango Delta zu Anfang des neuen Jahres ganz unspektakulär wieder verschwunden sein wird.

Wenn die Wassermassen aus dem Delta verschwinden, bleiben nur Gräben, Pfützen und Seen zurück, in denen das Gras schnell wieder vertrocknet und zustaubt.

Selbst die Shepardsbüsche, deren Millionen winziger gelber Blüten einen durchdringenden Zitronenduft verbreiten, werden alle Blätter verlieren und eintrocknen.

Zwischen Mai und Juli hat das Okavango Delta am meisten Wasser.

https://blog.natouralist.de/2024/03/31/aktivitaeten-auf-eurer-botswana-safari/

Ich bin auf einer Mokoro Safari im Okavango Delta im Monat Juni und noch dehnt sich das Delta aus, wie die tastenden Finger einer Hand.

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Vom Einbaumboot gluckert das Wasser erst tellergroß, dann wächst es sich zu einem See aus, der überfließt in flussbreite Wasserläufe.

Doch was ist ein Mokoro?

Ein Mokoro ist nichts anders als ein Einbaumboot.

Der Mokoro ist seit Jahrhunderten das traditionelle Transportmittel der Buschmänner des Okavango-Deltas in den Gewässern des gigantischen Okavango-Deltas.

Es handelt sich dabei um nichts anderes als einen in der Mitte durchgesägten und ausgehöhlten Baumstamm. Vielseitig und leicht zu manövrieren, ist er das perfekte Transportmittel, um sich zwischen Seerosen und Nilpferden durch die engen Kanäle des Okavango-Deltas zu bewegen.

Und wie sieht eine Mokoro Fahrt im Okavango Delta so aus?

Im Mokoro sitzen zwei Gäste. Das Mokoro wird von einem lokalen Guide sicher gesteuert, der das Boot mit einem langen Paddel, das er in den Grund des Deltas stößt, vorwärts treibt.

Von Löwen, Elefanten und Letschwe: die Geschichte einer Mokoro Safari im Okavango Delta

Dunkelblau schimmert das Wasser im Okavango Delta je nach Stand der Sonne, mal grün, mal brackigbraun und rötlich an den Rändern. Meterhohes Belusagras ist von der Hitze der Sommersonne verdorrt und bedeckt trockenen Grund als ein welliger orangefarbener Teppich.

Dazwischen sprießt frisches Lechwegras hervor und das Papyros treibt kleine scharfe Spitzen. Tiefdunkle Erdfarben beherrschen die Landschaft bis ins Unendliche, wie mit meterbreiten Pinselstrichen aufgetragen und immer wieder unterbrochen von flirrendem Wasser.

Beim Näher kommen wird man der Schatten gewahr, die einzelne Baumgruppen über die glitzernde Wasserwelt legen und dann lösen sich vorwitzige Giraffenköpfe aus dem Blättergewirr der Kronen, während aus den Seenoberflächen dicke Köpfe prustend auftauchen.

Flusspferde! In den Fontainen, die ihre Wasserspielen produzieren, spiegelt sich die Sonne in allen Kaleidoskopfarben.

 

Lechwe Antilopen äsen die frischen Pflanzen am Grund eines Tümpels, Warzenschweine suhlen sich im Matsch der Ufer und eine Herde Büffel zieht weiter zur nächsten großen Wiese. Ein verschlafener Leopard räkelt sich in den Ästen eines Mopanebaumes und lässt sich auch durch das ohrenbetäubende Gekreisch einer Baboonfamilie nicht stören, dabei sind Paviane doch die Lieblingsspeise eines jeden Leoparden.

Auf einer lang gestreckten Insel zwischen zwei Flussläufen haben Löwenweibchen einen Buschbock erlegt.

Längst schon haben die herbei geeilten männlichen Patrone ihren Anteil an der Beute verschlungen und liegen schlafend im Schatten einiger Büsche.

Auch die Jungen des Rudels sind satt und wie zu kleinen Fellknäueln im Schlaf zusammengerollt.

Hyänen sind herbei gehinkt und streiten mit Scharen von Geiern um den Rest des Aas und von der gegenüberliegenden Seite des Flusses schwimmen drei halbwüchsige Löwen herbei.

Wann hat man Löwen je schwimmen sehen? Noch nie, stimmt! Doch im Okavango Delta bleibt selbst den wasserscheuen Wildkatzen keine Alternative von hier nach da zu kommen. Auch die noch jungen Wild dogs, die, penibel von ihrer Mutter bewacht, auf einer kleinen Insel inmitten des Flusslaufs Nachlaufen spielen, bemühen sich, nicht allzu oft mit dem Wasser allüberall in Berührung zu kommen, doch das schreckt sie nicht ab, eine kleine Runde Hinterherschwimmen einzulegen.

Dicht gefolgt von einer Warzenschweinfamilie. So zielstrebig, wie sie unterwegs sind, müssen sie sich sicher sein, auf dem kleinen Eiland gegenüber grüneres Gras zu finden.

Die Krokodile lässt das Getümmel übrigens kalt, im wahren Sinne des Wortes, denn die Kaltblütler brauchen wie an jedem Morgen mindestens noch zwei weitere Stunden in der prallen Sonne, bis sie sich in ihrer Haut wieder warm und wohlig fühlen können.

Am Ufer eines Flusslaufes nimmt eine Herde Elefanten Aufstellung. Der alte Bulle im angemessenen Abstand zu den Kühen und deren halbwüchsigen Youngstern, gemächlich saufend, Rüssel schlenkernd, Wasser spritzend und sich zum Schluss des Bade– und Trinkvergnügens penibel von hinten bis vorne mit Staub bepudernd.

Gastartikel von Ulla Schmitz

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